Volkswagen We Deliver

Volkswagen We Deliver: Smarter Lieferung

So lässt VW direkt ins Auto liefern

Volkswagen erweitert seine Online-Services: Mit We Deliver lassen sich Pakete, Frischwäsche oder Blumen jederzeit ins Auto liefern und auch die Wagenwäsche erledigt sich fast von allein.
Volkswagen hat seine Digital-Services neu aufgestellt: Unter dem Namen Volkswagen We bündeln die Wolfsburger ab sofort zahlreiche Online-Angebote. Den Anfang macht der überarbeitete Passat, der serienmäßig mit We Connect ausgestattet ist. Darunter fallen unter anderem Dienstleistungen wie das Öffnen und Schließen des Autos per Smartphone, der Pannenruf, die Abfrage des Fahrzeugstatus per Handy, der WLAN-Hotspot im Auto aber auch die Möglichkeit, über den In-Car-Shop sogenannte In-Car-Apps (zum Teil kostenpflichtig) zu installieren. Eine dieser Apps ist We Park: In 134 deutschen Städten kann darüber ganz einfach am Infotainment-Touchscreen ein Parkschein gelöst werden.
Wer bereit ist, etwas Geld extra zu investieren, bekommt We Connect Plus. Je nachdem, welches Infotainment-System verbaut ist, liegen die Kosten bei 75 Euro für 1 Jahr oder 120 Euro für 2 Jahre (wenn man nur ein Radio bestellt hat) oder 145 Euro für 1 Jahr oder 240 Euro für 2 Jahre bei Fahrzeugen mit Navigationssystem. Zu den Plus-Funktionen zählt unter anderem das Ver- und Entriegeln aus der Ferne, die Online-Bedienung der Standheizung, Karten-Updates über das Internet, Apple Music oder eine Diebstahlbenachrichtigung.

Zwei We-Deliver-Dienste zum Start

Kein Stress: Die frische Wäsche wird einfach im Kofferraum hinterlegt.

Auch für den Service We Deliver ist das Plus-Paket nötig: Nach einem ausführlichen Feld-Versuch bietet Volkswagen jetzt mit dem Passat erstmals die Möglichkeit an, einen digitalen Schlüssel an Dritte zu verschicken, die damit für einen gewissen Zeitraum Zugang zum Fahrzeug erhalten. Als erste Partner hat sich VW Jonny Fresh und MyCleaner ausgesucht. Der Reinigungsdienst Jonny Fresh holt schmutzige Wäsche aus dem Kofferraum ab und legt die gewaschenen und gebügelten Hemden dort ab und MyCleaner kümmert sich um die Autowäsche – alles, ohne dass der Fahrer anwesend sein muss. Wenn er nach einem Termin oder am Feierabend zurück zum Auto kommt, glänzt der Wagen wie neu und die Hemden strahlen wieder weiß. 

Über eine eigene App bekommt der Dienstleister einmalig oder für einen bestimmten Zeitraum Zugang zum Auto.

JonnyFresh und MyCleaner bekommen den Standort des Wagens mitgeteilt; Voraussetzung ist natürlich, dass das Auto im Service-Gebiet des Dienstleisters geparkt wird. Über eine eigene App kann der Lieferbote oder das Reinigungs-Team den Wagen dann einmalig oder in einem gewissen Zeitfenster öffnen. Aktuell entriegelt das System alle Türen, VW arbeitet aber daran, dass zum Beispiel für den Hemden-Dienst nur der Kofferraum freigegeben wird. Interessant: Volkswagen stellt nur die Plattform bereit, der eigentliche Vertrag wird direkt zwischen dem Kunden und dem Dienstleister abgeschlossen. Zentrale Schnittstelle dafür ist die individuelle Volkswagen ID, eine Log-in-Kennung, die der Kunde bei der ersten Anmeldung erhält. Im Idealfall lässt sich auf den Bestell- oder Buchungs-Seiten der Service-Anbieter dann die Lieferung ins Auto direkt als Alternative zur Heimatadresse oder einer Packstation auswählen und über die ID werden alle relevanten Daten an den Händler oder Dienstleister übermittelt. Zukünftig soll es auch möglich sein, über das Infotainment-System im Auto zum Beispiel eine Reinigung zu bestellen.

Paket-Dienste können auch bald ins Auto liefern

Bei der Bestellung kann das Auto als Lieferort ausgewählt werden.

Zum Start ist das Angebot mit zwei Diensten freilich noch überschaubar. Doch das System ist offen und steht quasi jedem Dienstleister zur Verfügung. Die gute Nachricht: Die Verhandlungen mit einem großen Paket-Zusteller sollen bald abgeschlossen sein; schon bei dem Feldversuch hat VW mit DHL zusammengearbeitet. Zukünftig sollen also Pakete einfach im Wagen hinterlegt werden können und sich die Zahl der beim ersten Versuch nicht zugestellten Päckchen deutlich reduzieren. Im Testbetrieb konnten über 90 Prozent aller Pakete direkt abgeliefert werden. Davon profitieren sowohl der Kunde als auch der Spediteur. Nach eigenen Angaben steht VW außerdem mit zahlreichen weiteren möglichen Partnern in Verhandlungen, denkbar sind zum Beispiel Blumenhändler, die auf die Schnelle noch einen Geburtstags-Strauß hinterlegen oder Getränke-Geschäfte, die die Wasserkisten ins Auto packen.

Autor: Michael Gebhardt

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