Volvo XC60: Gebrauchtwagen-Test
Immer mit frischem TÜV

Der XC60 ist ein solider Langstreckenläufer ohne Rostprobleme. Dennoch gibt es ab und zu mal ein Exemplar, das schon bei der ersten Hauptuntersuchung nach drei Jahren durchfällt.
- Martin Braun
Plakette verweigert, schon bei der ersten Hauptuntersuchung nach nur drei Jahren? Gibt es das? Ja, das gibt es. Problem sind dabei Bauteile der Vorderachse des arg kopflastigen Volvo XC60, die besonders mit dem schweren Dieselmotor so ihre liebe Not haben. Nicht selten bereits ab 70.000 Kilometern monieren die Prüfer zu großes Lenkspiel durch ausgeschlagene Spurstangenköpfe oder ausgeschlagene Traggelenke oder Fahrwerksbuchsen. Zudem defekte vordere Antriebswellen. Den Vorderachsbereich gilt es also gerade beim Gebrauchtkauf eines XC60 genau zu prüfen. Weil das der Laie aber kaum kann, muss man sich behelfen. Zum einen auf der Probefahrt durch absichtliches Überfahren von Kanaldeckeln und Befahren von Straßen mit Kopfsteinpflaster. Klappert und klonkt es da aus dem Vorderwagen, hat man schon ein schönes Argument für einen Preisnachlass. Zum anderen lässt sich eine Vorderachsschwäche auch professionell prüfen: bei der ganz normalen Hauptuntersuchung, die bei Mängelfreiheit auch gleich zu einer neuen HU-Plakette führt. Voraussetzung ist dabei aber, dass die aufgesuchte Prüfstelle die Vorderachse auch tatsächlich auf verschlissene Teile untersucht.
Überblick: Alles zum Volvo XC60
Selbst nach 400.000 Kilometern sind gravierende Schäden selten

Finger weg: Schlecht gemachtes Chiptuning bereitet dem Turbolader nicht selten ein vorzeitiges Ende.
Bild: Uli Sonntag
Die älteren Diesel mögen Kurzstrecken gar nicht

Besitzer loben die große Bodenfreiheit des XC60, die Anhängelast von nur zwei Tonnen ist indes ein Kritikpunkt.
Bild: Uli Sonntag
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