Mercedes im TÜV-Report 2026
Marken-Check: So schneiden die Mercedes-Modelle beim TÜV ab

Von der A-Klasse bis zum GLE: Stern auf der Haube, Plakette im Visier – viele Mercedes-Modelle gehören auch im Alter zu den Besten beim TÜV. Doch es gibt auch Ausnahmen. Um welche Modelle es sich handelt und welche Schwachstellen Gebrauchtkäufer kennen sollten, zeigt unser Marken-Check.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Mercedes gehört zu den großen Gewinnern des TÜV-Reports 2026. Die Marke überzeugt nicht nur bei jungen Fahrzeugen, sondern punktet auch mit starken Ergebnissen in höheren Altersklassen. Mit B‑Klasse, A‑Klasse, C‑Klasse und mehreren SUV‑Modellen platziert sich Mercedes regelmäßig über dem Durchschnitt. Schwächen zeigen sich meist erst bei hohen Laufleistungen, dann geraten vereinzelt Achsaufhängungen, Bremskomponenten oder Ölverlust in den Fokus der Prüfer. Insgesamt hinterlässt Mercedes im aktuellen TÜV‑Report einen sehr starken Eindruck.
Mercedes B-Klasse: der Dauerläufer
Die B‑Klasse gehört zu den stärksten Modellen im gesamten TÜV‑Report 2026. Bereits bei den 2‑ bis 3‑Jährigen liegt die Quote erheblicher Mängel bei nur 3,0 statt 6,5 Prozent. Auch bei den 4‑ bis 5‑Jährigen bleibt das Auto mit 5,1 statt 10,0 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt. Selbst bei den 6‑ bis 7‑Jährigen erreicht die B‑Klasse nur 9,1 statt 13,6 Prozent erhebliche Mängel.

Die B-Klasse zählt zu den TÜV-Stars 2026. Selbst im hohen Alter bleibt der Mercedes bemerkenswert mängelarm.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Die aktuelle Baureihe W 247 überzeugt vor allem mit langlebigem Fahrwerk, stabiler Lenkung und sehr guten Umweltwerten. Die ältere Generation W 246 setzt die starke Bilanz fort. Bei den 8- bis 9-Jährigen liegt die Mängelquote bei nur 11,0 statt 18,3 Prozent, bei den 10- bis 11-Jährigen bei 13,9 statt 22,9 Prozent und selbst bei den 12- bis 13-Jährigen noch bei vergleichsweise niedrigen 19,0 statt 28,4 Prozent. Schwächen sind kaum auszumachen. Vereinzelt werden Rückleuchten älterer Fahrzeuge und die Feststellbremse der jüngeren Generation beanstandet.
Mercedes A-Klasse: Kompaktmodell mit starker Bilanz
Die A-Klasse gehört zu den zuverlässigsten Kompaktwagen im TÜV-Report 2026. Bei den 2- bis 3-Jährigen liegt die Quote erheblicher Mängel bei 4,6 statt 6,5 Prozent. Auch bei den 4- bis 5-Jährigen schneidet sie mit 7,2 statt 10,0 Prozent deutlich besser ab als der Durchschnitt. Selbst bei den 6- bis 7-Jährigen erreicht die A-Klasse lediglich 10,7 statt 13,6 Prozent erhebliche Mängel.

Die A-Klasse überzeugt mit niedrigen Mängelquoten und zählt zu den besten Kompaktwagen im TÜV-Report.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD
Vor allem Fahrwerk, Lenkung und Beleuchtung überzeugen. Ölverlust und Probleme bei der Abgasuntersuchung treten nur selten auf. Die ältere Generation W 176 bleibt ebenfalls auf hohem Niveau. Bei den 8- bis 9-Jährigen liegt die Mängelquote bei 12,7 statt 18,3 Prozent, bei den 10- bis 11-Jährigen bei 15,4 statt 22,9 Prozent. Erst bei älteren Fahrzeugen häufen sich kleinere Beanstandungen an Bremskomponenten.
Mercedes C-Klasse: der Klassenbeste
Die C‑Klasse gehört zu den stärksten Mercedes-Modellen im TÜV‑Report 2026. Bei den 2‑ bis 3‑Jährigen werden lediglich 4,3 statt 6,5 Prozent erhebliche Mängel registriert. Auch bei den 4‑ bis 5‑Jährigen liegt die Quote mit 6,9 statt 10,0 Prozent klar unter dem Durchschnitt. Bei den 6‑ bis 7‑Jährigen erreicht die C‑Klasse 10,0 statt 13,6 Prozent. Damit sichert sie sich den Klassensieg in der Mittelklasse.

Hohe Laufleistungen schrecken die C-Klasse nicht. Die Mängelquoten bleiben lange auf niedrigem Niveau.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Die größte Stärke der C‑Klasse ist die Beleuchtung. Abblendlicht sowie Front‑ und Heckleuchten schneiden über nahezu alle Altersklassen hinweg besser ab als der Durchschnitt. Die ältere Generation W 204 bleibt ebenfalls stark. Bei den 8‑ bis 9‑Jährigen liegt die Mängelquote bei 16,0 statt 18,3 Prozent, bei den 10‑ bis 11‑Jährigen bei 21,7 statt 22,9 Prozent. Erst mit zunehmendem Alter geraten die Achsaufhängungen stärker in den Fokus der Prüfer.
Mercedes E-Klasse: Vielfahrer-Liebling mit Altersschwächen
Die E-Klasse wird häufig als Dienstwagen genutzt und erreicht entsprechend hohe Laufleistungen. Trotzdem liegt die Mängelquote bei den 2- bis 3-Jährigen bei nur 5,0 statt 6,5 Prozent. Bei den 4- bis 5-Jährigen werden 7,0 statt 10,0 Prozent erhebliche Mängel registriert, bei den 6- bis 7-Jährigen 12,7 statt 13,6 Prozent.

Die E‑Klasse überzeugt lange mit niedrigen Mängelquoten. Erst im Alter zeigen sich Schwächen am Fahrwerk.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Lichtanlage und Abgasanlage zählen zu den Stärken der Oberklasse. Mit zunehmendem Alter lässt die Bilanz jedoch etwas nach. Bei den 8- bis 9-Jährigen liegt die Mängelquote bei 20,6 statt 18,3 Prozent, bei den 10- bis 11‑Jährigen bei 25,1 statt 22,9 Prozent. Vor allem die Achsaufhängungen geraten dann häufiger in den Fokus der Prüfer und entwickeln sich zur größten Schwachstelle der E‑Klasse.
Mercedes GLC/GLK: SUV mit Langzeitqualitäten
Der GLC gehört zu den stärksten Mercedes-Modellen im TÜV-Report. Die 2- bis 3-Jährigen kommen auf lediglich 4,2 statt 6,5 Prozent erhebliche Mängel. Bei den 4- bis 5-Jährigen liegt die Quote sogar bei nur 4,8 statt 10,0 Prozent. Auch bei den 6- bis 7-Jährigen schafft der GLC starke 11,8 statt 13,6 Prozent.

Der Mercedes GLC zählt zu den zuverlässigsten SUV der Marke.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Die größte Stärke des GLC ist die Beleuchtung. Abblendlicht sowie Front- und Heckleuchten werden deutlich seltener beanstandet als im Durchschnitt. Auch Lenkung und Abgasanlage zählen zu den Pluspunkten des SUV. Die ältere GLK-Generation bleibt ebenfalls robust. Bei den 10- bis 11-Jährigen liegt die Mängelquote bei 19,7 statt 22,9 Prozent, bei den 12- bis 13-Jährigen bei 24,4 statt 28,4 Prozent. Auffällig werden vor allem die Achsaufhängungen älterer Fahrzeuge.
Mercedes GLE/ML: langer Atem
Auch die großen SUV aus Stuttgart zeigen sich robust. Bei den 2- bis 3-Jährigen werden 6,1 statt 6,5 Prozent erhebliche Mängel registriert, bei den 4- bis 5-Jährigen 7,5 statt 10,0 Prozent. Besonders stark fällt die Bilanz im Alter aus. Bei den 8- bis 9-Jährigen liegt die Mängelquote bei lediglich 12,3 statt 18,3 Prozent, bei den 10- bis 11-Jährigen bei 15,2 statt 22,9 Prozent.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Besonders positiv fallen die Bremsen und die Lichtanlage auf. Auch ältere Fahrzeuge erreichen hier meist bessere Werte als der Durchschnitt. Mit zunehmendem Alter zeigen sich jedoch Schwächen bei Ölverlust und vereinzelt an den Achsaufhängungen. Beim jüngeren GLE geraten zudem Lenkgelenke und Fahrwerkskomponenten etwas häufiger in den Fokus der Prüfer.
Fazit
Mercedes überzeugt im TÜV-Report 2026 mit einer durchweg starken Bilanz. Vor allem B-Klasse, A-Klasse und C-Klasse zählen zu den besten Modellen ihrer Klassen. Auch die SUV-Baureihen GLC und GLE schneiden überdurchschnittlich gut ab. Schwächen zeigen sich meist erst bei hohen Laufleistungen und betreffen vor allem Achsaufhängungen sowie vereinzelt Bremsen oder Ölverlust.
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