Vorstellung Renault Latitude
Nur zum Mieten

Renault kehrt in die Oberklasse zurück. Das Kuriose am Latitude: Kunden können ihn leasen, aber nicht kaufen. Der Franzose ist eigentlich ein Koreaner und kommt in Vollausstattung.
- Stephan Bähnisch
Nachdem die Produktion des bisherigen Flaggschiffs Renault Vel Satis Ende 2009 eingestellt wurde, setzt Renault jetzt auf den Latitude. Im Januar 2011 ist der Oberklasse-Vertreter zu haben – und zwar nur bei 50 ausgewählten deutschen Händlern. Und vorerst nur als Leasing-Fahrzeug, kaufen können Interessenten ihn nicht. 399 Euro pro Monat (bei vier Jahren und 40.000 Kilometern Laufleistung) kostet der Franzose mit einem Zweiliter-Benziner und 140 PS, Preise für die Diesel-Modelle stehen noch nicht fest. Der Vierzylinder kommt durchschnittlich mit 7,9 Litern pro 100 Kilometer aus und verträgt auch Bio-Ethanol – dann genehmigt er sich 10,7 Liter Sprit. 195 km/h Höchstgeschwindigkeit sind in dieser Klasse allerdings kein Ruhmesblatt, die Kraft überträgt ein manuelles Sechsgang-Getriebe.
Überblick: Alle News und Tests zum Renault Latitude

Bild: Werk
Überblick: Alle News und Tests zu Renault

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Elektrisch verstellbare Vordersitze mit Memory-Funktion und Massage-Funktion auf der Fahrerseite, Lederpolsterung und Sitzheizung sind ebenso an Bord wie ein Multimedia-Navigationssystem mit DVD-Navigation, ein Siebenzoll-Farbmonitor mit integriertem High-End-Audiosystem von Bose. Dazu kommen eine Einparkhilfe vorn und hinten mit Rückfahrkamera sowie ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, eine automatische Parkbremse und ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Und auch bei der Sicherheit zeigt sich der Latitude auf der Höhe der Zeit: Sechs Airbags, ESP und Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht und dynamischer Leuchtweitenregulierung sind immer an Bord. Bleibt die Frage nach dem Image, denn der Franzose ist ein Koreaner: Gebaut wird der Latitude bei Renault-Samsung-Motors in Korea und basiert auf dem Samsung SM5 – die Oberklasse-Limousine wird von der Renault-Tochter Samsung in Südkorea verkauft.
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