Der VW-Abgasskandal soll in Hollywood verfilmt werden. Laut Medienberichten wollen Leo DiCaprio und Paramount Pictures die Affäre ins Kino bringen.
Bild: Auto Bild Montage
Leonardo, Winterkorn, Motor / DPA
(dpa/mas) Dieselgate kommt ins Kino! Laut Medienberichten wollen Hollywoodstar Leonardo DiCaprio (40) und das Studio Paramount Pictures einen Film über die Affäre drehen. Wie die Branchenportale "Variety" und "Deadline.com" berichteten, ist DiCaprio mit seiner Firma Appian Way als Produzent an Bord. Paramount hatte sich die Filmrechte an dem geplanten Buch des New Yorker Journalisten Jack Ewing über den Skandal um die Manipulationen bei Abgaswerten bei Dieselfahrzeugen des Autobauers gesichert.
Laut "Hollywood Reporter" behandelt der geplante Film die Frage, inwieweit die "mehr, schneller, größer"-Mentalität die Entwicklung der Abgasaffäre befeuert habe – wir können also wohl einen philosophisch-gesellschaftskritisch angehauchten Wirtschaftskrimi erwarten. Wer im Drama den Martin Winterkorn gibt, ist bislang ebenso wenig bekannt wie der Regisseur oder die weitere Rollenbesetzung.
Bildergalerie
Klassiker des Auto-Kinos
Leonardo DiCaprio will offenbar als Produzent den Abgasskandal auf die Leinwand bringen.
Bild: dpa
VW hatte Mitte September 2015 zugegeben, weltweit bis zu elf Millionen Autos mit einer illegalen Software ausgerüstet zu haben, die auf dem Prüfstand die Abgase den Gesetzen entsprechend reduziert, im Straßenbetrieb aber nicht. Es drohen Straf- und Ausgleichszahlungen von bis zu 30 bis 50 Milliarden Euro, das Vertrauen in die Marke ist massiv erschüttert. Wer die Entscheidung für den Einbau dieser Software gab, ist noch nicht klar. Nach derzeitigem Wissenstand stand Volkswagen Mitte der 2000er Jahre unter großem Druck, einen neuen Dieselmotor zu entwickeln, der die strengen Abgaswerte in den USA einhalten konnte. Ziel war es, den Absatz der Selbstzünder in dem großen Markt voranzutreiben und Konkurrent Toyota als Weltmarktführer zu überholen. Statt teurer technischer Lösungen entschied man sich bei Volkswagen offenbar für die günstigere, aber illegale Software.
Abgasskandal bei VW: Fragen und Antworten
Worum geht's beim Abgasskandal?
Mitte September 2015 erhebt die US-Umweltbehörde EPA schwere Vorwürfe gegen Volkswagen. Zunächst heißt es, VW habe beim Motor EA 189 (1.2, 1.6 und 2.0 TDI) eine Software eingesetzt, die den Ausstoß schädlicher Abgase auf dem Prüfstand drosselt, im Normalbetrieb aber nicht. VW gibt das zu.
Wie viele Autos sind betroffen?
Der Skandal hat riesige Ausmaße. Allein bei den Fahrzeugen mit dem manipulierten Motor EA 189 sind weltweit bis zu elf Millionen Autos der Marken VW, Skoda, Seat und Audi betroffen, acht Millionen davon in Europa. In den USA wurden 482.000 Dieselfahrzeuge manipuliert, und zwar bei VW Jetta, Golf, Beetle, Passat und Audi A3 der Baujahre 2009 bis 2015. In Deutschland wurden seit 2008 2,8 Millionen Autos mit dem fraglichen Motor EA 189 zugelassen; 2,4 Millionen davon sind aktuell noch auf den Straßen unterwegs und werden zurückgerufen. Konkret geht es um ...
Welche Autos sind betroffen?
... die Vierzylinder-Diesel 1.2 TDI (geringe Stückzahl), 1.6 TDI und 2.0 TDI mit Euro-5-Norm, die zwischen 2009 und 2014 von VW, Audi, Seat und Skoda verbaut wurden. In Deutschland steckt der Mogelmotor in 577.000 Audi der Baureihen A1, A3, A4, A6, TT, Q3 und Q5. Bei Skoda sind betroffen: Fabia II (Baujahre 2009 bis 2014), Roomster (Baujahre 2009 bis 2015), Rapid (Baujahre 2011 bis 2015), Yeti (Baujahre 2009 bis 2015), Octavia II (Baujahre 2009 bis 2013) und Superb II (Baujahre 2009 bis 2015). Bei VW in den USA sind es: Golf, Jetta, Beetle, Passat. In Deutschland ...
Welche Autos sind betroffen?
... sind unter anderem Golf VI, Passat VII und Tiguan I betroffen, weitere Modelle hat VW noch nicht genannt. Seat verweist auf seine Internetseite. Kunden von VW können auf der Webseite info.volkswagen.de mithilfe ihrer Fahrgestellnummer prüfen, ob das eigene Auto betroffen ist. Skoda, Seat und Audi bieten diesen Service ebenfalls an: Unter skoda-auto.de, seat.de und audi.de gibt es entsprechende Infoseiten.
Was wird VW noch vorgeworfen?
Der Abgasskandal weitet sich zunächst sechs Wochen nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe aus und erfasste die CO2-Emissionen von Fahrzeugen. Am 3. November gibt VW bekannt, dass es bei rund 800.000 Fahrzeugen zu "Unregelmäßigkeiten" bei der Angabe von CO2-Werten und damit des Verbrauchs bei der Typzulassung gegeben hat. Inzwischen ergaben laut VW interne Prüfungen und Messkontrollen, dass es keine rechtswidrige Veränderung der Verbrauchsangaben und CO2-Werte gab. Nur für wenige Modellvarianten müssen die Verbrauchswerte leicht angepasst werden.
Welche Modelle sind dies?
Polo 1,0 l TSI BlueMotion 70 kW EU6 7-Gang-DSG Scirocco 2,0 l TDI BMT 135 kW EU6 6-Gang-Schaltgetriebe Jetta 1,2 l TSI BMT 77 kW EU6 6-Gang-Schaltgetriebe Jetta 2,0 l TDI BMT 81 kW EU6 5-Gang-Schaltgetriebe Golf Cabriolet 2,0 l TDI BMT 81 kW EU6 5-Gang-Schaltgetriebe Golf 2,0 l TDI BMT 110 kW EU6 6-Gang-Schaltgetriebe Passat Alltrack 2,0 l TSI 4MOTION BMT 162 kW EU6 7-Gang-DSG Passat Variant 2,0 l TDI SCR 4MOTION BMT 176 kW EU6 7-Gang-DSG Passat Variant 1,4 l TSI ACT 4MOTION BMT 110 kW EU6 6-Gang-Schaltgetriebe
Wer ist die EPA und was macht sie?
Autohersteller müssen bei der EPA (United States Environmental Protection Agency) ihre Modelle testen lassen, um die Genehmigung für einen Verkauf der Autos in den USA zu erhalten. Die Behörde gilt als mächtige Institution. Weil für Stickoxid in den USA strenge Grenzwerte bestehen, geht die EPA streng gegen Verstöße vor. Volkswagen räumt beim Motor EA 189 die Vorwürfe schnell ein. Beim 3.0-Liter TDI dementiert der Hersteller die Vorwürfe zunächst, um Ende November doch den Einbau einer "unzureichend dokumentierten Software" einzuräumen.
Wie geht es weiter mit betroffenen Autos?
Die technische Umrüstung der Dieselmotoren mit Manipulations-Software wird einfacher als befürchtet. Für die beiden größeren Antriebe hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Vorschläge aus Wolfsburg genehmigt. So sollen die in der EU verkauften Wagen umgerüstet werden:
Wie sollen 2,0-Liter-TDIs umgerüstet werden?
Vom Motortyp EA 189 mit 2,0 Liter Hubraum sind rund 5,2 Millionen Autos betroffen. Bei denen ist nur Software-Update nötig. Geschätzte Arbeitszeit pro Motor etwa 30 Minuten.
Wie sollen 1,6-Liter-TDIs umgerüstet werden?
Vom Motortyp EA 189 mit 1,6 Liter Hubraum sind rund drei Millionen Autos betroffen. Bei ihnen ist sowohl ein Software-Update als auch eine technische Lösung nötig, letzterer aber weniger umfangreich als zuvor angenommen - es reicht der Einbau eines Strömungstransformators (Gitternetz) vor dem Luftmassenmesser. Geschätzte Arbeitszeit pro Motor weniger als eine Stunde.
Wie sollen 1,2-Liter-TDIs umgerüstet werden?
Letzlich sind vom kleinsten EA 189 mit 1,2 Liter Hubraum rund 300.000 Autos betroffen: Auch bei ihnen reicht wie beim 2,0-Liter-Motor ein Software-Update aus.
Muss ich als VW-Halter für mein Auto geradestehen?
Wohl nicht. Das Bundesverkehrsministerium nimmt VW in die Pflicht, für Folgekosten des Abgasskandals einzustehen, sei es für Umrüstung von Autos oder Nachzahlung von Kfz-Steuern. VW sagt dies zu.
Was sind die Vorwürfe bei 3,0-Liter-Dieseln?
Anfang November wirft die US-Umweltbehörde EPA dem Volkswagenkonzern zudem vor, in den USA auch 3,0-Liter-Diesel manipuliert zu haben. Damit wären auch Porsche Cayenne, VW Touraeg und Audi A6 vom Skandal betroffen. VW betonte zunächst, "dass keine Software bei den 3-Liter-V6-Diesel-Aggregaten installiert wurde, um die Abgaswerte in unzulässiger Weise zu verändern". Ende November rudert der Konzern zurück, und verweist auf eine "nicht ausreichend dokumentierte Software". Laut der EPA handelt es sich dabei um eine Abschaltevorrichtung.
Wie reagiert Audi als Entwickler der großen Diesel?
Audi, aus dessen Entwicklungsabteilung der 3,0-Liter-Diesel stammt, gibt zu, dass die eingebaute Software so nicht genehmigt wurde. Jetzt sollen die betroffenen Autos verändert und nachträglich von der US-Umweltbehörde genehmigt werden. Es geht um rund 75.000 Fahrzeuge der Typen Porsche Cayenne, VW Touareg, Audi A6, A7, A8, Q5 und Q7 ab Modelljahr 2009.
Was ist ein AECD?
Die EPA wirft VW den Einsatz eines "Auxiliary Emissions Control Device" (AECD) vor. Das ist ein Hilfsgerät zur Emissionskontrolle, das unter anderem die Motordrehzahl, den eingelegten Gang und auch die Außentemperatur erkennt. Braucht das Auto beispielsweise wegen besonders niedriger Außentemperaturen oder bei hoher Belastung mehr Leistung, schaltet das AECD die energieverbrauchende Emissionskontrolle teilweise oder sogar ganz ab. Dann hat das Auto zwar ausreichend Leistung, stößt aber auch mehr Abgase aus. Die EPA hält den Einsatz dieses AECD für eine Manipulation der Abgaswerte, Audi bestreitet dies noch und will verhandeln.
Warum hat VW die Abgaswerte manipuliert?
VW stand nach eigenen Angaben Mitte der 2000er-Jahre unter enormem Druck, einen neuen Dieselmotor zu entwickeln, der die strengen US-Grenzwerte einhalten konnte. Statt einer teuren, aufwendigen technischen Lösung habe man sich zum Einbau der wesentlich günstigeren Schummel-Software entschieden. Begünstigt wurde dieses Fehlverhalten Einzelner durch Schwachstellen in Prozessen und die Haltung in einigen Teilbereichen des Unternehmens, Regelverstöße zu tolerieren. Ohne die Manipulation auf dem Prüfstand hätten die betroffenen Autos mit dem Motor EA 189 in den USA wohl kaum eine Typzulassung bekommen.
Manipulieren auch andere Autohersteller?
Viele andere Autobauer wehren sich entschieden gegen den Vorwurf, sie würden auch Abgaswerte manipulieren (oder hätten dies in der Vergangenheit getan). Selbst wenn es so wäre, könnte es ihnen zurzeit niemand nachweisen. Volkswagen hat die Manipulationen erst zugegeben, nachdem der Hersteller von der US-Umweltbehörde EPA mit auffälligen Messwerten konfrontiert wurde. Mittlerweile hat auch der ADAC Messwerte veröffentlicht: Sie stammen ...
Manipulieren auch andere Autohersteller?
... von Euro-5- und Euro-6-Dieseln, die unter realitätsnäheren Bedingungen (WLTC statt NEFZ) getestet wurden. Die Zahlen sind zwar nicht gesetzlich relevant, aber alarmierend: Viele Modelle unterschiedlicher Hersteller, die auf dem NEFZ-Prüfstand bislang unauffällig waren, stoßen etwa bei höherer Geschwindigkeit wesentlich mehr Stickoxide aus als bislang angenommen. Ein Nachweis für eine Manipulation ist das nicht.
Wusste das denn vorher niemand?
Die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, betonte, ihre Behörde weise bereits seit Ende der 1990er Jahre darauf hin, "dass auch in Deutschland die realen Schadstoff-Emissionen höher sind als die Typ-Prüfwerte, die auf dem Rollenprüfstand ermittelt wurden". Eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag im Juli 2015 ergab zudem, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) von der Existenz spezieller Testbetriebs-Software wusste.
Warum wurde bislang in Deutschland nicht ermittelt?
Auch den deutschen Behörden war bekannt, dass zumindest bei manchen Fahrzeugtypen der Abgasausstoß im Straßenbetrieb deutlich höher ist als auf dem Prüfstand. Anders als in den USA hat die deutsche Umweltbehörde aber nicht wie die US-amerikanische EPA reagiert und eigene Tests durchgeführt, sondern sich auf die Herstellerangaben verlassen.
Welche Folgen hat die Affäre für VW?
Die Folgen des Abgasskandals für VW zeichnen sich mittlerweile in Grundzügen ab. In den USA erreicht VW Ende Juli die Einigung auf einen Vergleich über 15,3 Milliarden Dollar. Allerdings sind noch die Klagen mehrerer US-Bundesstaaten anhängig. Auch ist nicht raus, ob Einzelpersonen nicht weiter Sammelklagen gegen VW forcieren. Auch in Deutschland ermittelt die Staatsanwaltschaft. Sie könnte im schlimmsten Fall den Gewinn, den VW mit den manipulierten Fahrzeugen erzielt hat, abschöpfen. Ein Risiko, das schwer zu beziffern ist.
Wer ist verantwortlich für die Manipulationen bei VW?
VW geht davon aus, dass nur ein kleiner Kreis von Mitarbeitern überhaupt von den veränderten Programmen in der Motorsteuerung wussten. Wer am Ende die Verantwortung trägt, ist offen. Vorstand und Aufsichtsrat hätten davon aber nichts gewusst. Bisher ...
Wer ist verantwortlich für die Manipulationen bei VW?
... hat VW neun Mitarbeiter beurlaubt. Konzernchef Martin Winterkorn trat kurz nach Bekanntwerden der Affäre zurück - weist aber jede persönliche Verantwortung von sich.
Was ist in den USA anders?
In den USA sind die Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden (NOx) deutlich niedriger, erlaubt sind hier nur umgerechnet ca. 44 Milligramm pro Kilometer (70 Milligramm pro Meile), in Deutschland sind es 80 Milligramm. Traditionell pochen die US-Behörden auf die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben. Gerade in Kalifornien, wo mit die weltweit schärfsten Abgasauflagen herrschen, ist die Umweltbehörde eine mächtige Institution.
Neben seiner Schauspielerei hat sich DiCaprio als engagierter Umweltschützer und als Filmproduzent einen Namen gemacht – privat fährt er übrigens einen Toyota Prius. Er brachte unter anderem den Oscar-nominierten Film "Virunga" über die Gefährdung der Berggorillas in Afrika auf die Leinwand. Zuletzt trat er für das Westerndrama "The Revenant" vor die Kamera. Der Film unter der Regie des Mexikaners Alejandro González Iñárritu ("Birdman", "Biutiful") läuft im Januar in den deutschen Kinos an.
Klassiker des Auto-Kinos
1/94
AUTO BILD KLASSIK präsentiert Filme, die jeder Autofan gesehen haben sollte. Viele gute Bekannte aus dem Bereich Grins&Gänsehaut sind darunter, aber auch sehenswerte Film-Sequenzen aus Klassikern, die ganze Autogeschichte(n) erzählen. Popcorn raus, Saal abdunkeln, Film ab!
Bild: dpa
2/94
Über den Dächern von Nizza (USA 1955): Cary Grant, Grace Kelly, die Côte d’Azur und ein Sunbeam Alpine Mk I. Kann es noch schöner werden? Ja – wenn Grace Kelly richtig Gas gibt.
Bild: dpa
3/94
Ronin (GB/USA 1998): 80 während der Dreharbeiten zerstörte Autos sprechen für sich. In "Ronin" werden Verkehrsregeln nicht immer eingehalten. Spektakuläre Verfolgungsjagden lassen den Atem stocken: Mercedes 450 SEL 6.9 und Audi S8 rasen durch die Gassen von Nizza, ein BMW M5 wirbelt in Paris Staub und Blech auf.
Bild: dpa
4/94
Rocker (BRD 1971): Hamburger Kultfilm ersten Ranges. Zutaten: Rocker, Zuhälter, Azubi Mark Modschiedler und ein weißes Mercedes 300 Cabriolet. Die Straßenszenen in St. Pauli vergisst man genauso wenig wie die trockenen Sprüche der Laiendarsteller.
Bild: Privat
5/94
Bonnie and Clyde (USA 1967): Die wahre Geschichte des Bleispritzen-Pärchens, das mindestens neun Morde und unzählige Überfälle verübte. Immer dabei bis zum letzten Kugelhagel, der Krimigeschichte schrieb: der Ford V8.
Bild: dpa
6/94
The Fast and the Furious (USA 2001): Dominic Toretto (Vin Diesel) ist der Anführer einer Gang, die ihre Autos bei illegalen Straßenrennen verschleißen und im Verdacht stehen, mit geklauten Autoteilen zu handeln. Der Gang auf der Spur ist Ermittler Brian O’Conner (Paul Walker), der sich mit Toretto anfreundet und am Ende entscheiden muss: Job oder Freundschaft.
Bild: dpa
7/94
Story und Charaktere spielen eine Nebenrolle, im Wesentlichen geht es um die aufwändig inszenierten Stunts und heiß gemachte Karren. Unter anderem mit dabei: Dodge Charger R/T, Ferrari F355, Mazda RX-7, Nissan Skyline, Honda S 2000, Toyota Supra.
Bild: dpa
8/94
James Bond jagt Dr. No (GB 1962): Im ersten Bond-Abenteuer geht der Agent (Sean Connery) mit einem Sunbeam Alpine auf Verbrecherjagd – ganz ohne Gimmicks von "Q".
Bild: Privat
9/94
Goldfinger (GB 1964): Der Aston Martin DB5 aus "Goldfinger" schrieb Filmgeschichte. Kaum ein Bond-Wagen hatte mehr Extras zu bieten. Auf der Zubehörliste: drehbare Kennzeichen, Radaranlage "Homer", Beifahrer-Schleudersitz, Reifen-Aufschlitz-Anlage, Ölsprühanlage und noch vieles mehr.
Bild: Werk
10/94
Feuerball (GB/USA 1965): Auch in "Feuerball" kam der Aston Martin DB5 wieder zum Einsatz. Hier flüchtet Bond (Sean Connery) mit einem Jet-Pack, eine hübsche Beifahrerin wartet bereits am DB5. Neues Extra in Feuerball: ein Wasserwerfer am Fahrzeugheck.
Bild: Hör Zu
11/94
Man lebt nur zweimal (GB/USA 1967): In "Man lebt nur zweimal" ist Bond lediglich Beifahrer in einem nur 351-mal gebauten Toyota 2000 GT. Gimmicks: sprachgesteuerter Kassettenspieler, Fernseher, Kameras in den Kennzeichen und ein schnurloses Telefon. Das Cabrio wurde eigens für den Film gefertigt.
Bild: Werk
12/94
Im Geheimdienst Ihrer Majestät (GB 1969): Auch im sechsten Bond-Abenteuer steuert der Agent einen Aston Martin. "Q" hat den Aston Martin DBS zwar nicht mit Extras ausgestattet, dafür kommt dem Sportwagen innerhalb der Filmserie eine einzigartige Aufgabe zu: Am Filmende dient der DBS als Hochzeitsauto, denn James Bond (George Lazenby) heiratet.
Bild: Werk
13/94
Diamantenfieber (GB/USA 1971): Ein Ford Mustang Mach 1 ist das Auto von Bond-Girl Tiffany Case (Jill St. John) in "Diamantenfieber". Als Bond (Sean Connery) vor dem Sherrif in Las Vegas flüchten muss, fährt er auf den beiden rechten Rädern in eine Sackgasse – und kommt auf den linken Rädern wieder heraus. Ein legendärer Filmfehler.
Bild: Werk
14/94
Ein spektakuläres Fluchtfahrzeug nicht nur auf der Erde: Bond flieht in "Diamantenfieber" aus einer Weltraum-Forschungsstation – mit einem Mondfahrzeug!
Bild: Werk
15/94
Der Mann mit dem goldenen Colt (GB 1974): Aufsehen erregte ein spektakulärer Stunt in "Der Mann mit dem goldenen Colt" mit einem unscheinbaren AMC Hornet. Bei der Verfolgung des Bösewichts Scaramanga (Christopher Lee) ...
Bild: Werk
16/94
... meistert Bond (Roger Moore) eine 360-Grad-Drehung um die Längsachse im Flug über eine zerstörte Brücke. Für zahlreiche Fans zählt dieser Auto-Stunt zu den besten der 007-Geschichte.
Bild: Werk
17/94
Der Spion, der mich liebte (GB 1977): Beim Lotus Esprit S1 in "Der Spion, der mich liebte" hat "Q" sich selbst übertroffen: Der Lotus verwandelte sich innerhalb kürzester Zeit zum U-Boot! Für den Kampf unter Wasser war der Lotus mit Tiefensprengstoff, Torpedos und Boden-Luft-Raketen bestens gerüstet.
Bild: Werk
18/94
In tödlicher Mission (GB 1981): Eine halsbrecherische Verfolgungsjagd ist im Bond-Abenteuer "In tödlicher Mission" zu sehen. Bond (Roger Moore) flüchtet im gelben Citroën 2CV, der für den Film präpariert wurde: Unter der Haube steckte der 54 PS starke Vierzylinder-Boxer aus dem Citroën GS.
Bild: Werk
19/94
Der weiße Dienst-Lotus von Bond kommt nicht zum Einsatz, sondern zerstört sich selbst. Ein Autodieb schlägt die Seitenscheibe ein, obwohl ein Aufkleber auf die ungewöhnliche Diebstahlanlage hinweist. Daher weicht der Agent auf die Ente seiner Komplizin Melina (Carole Bouquet) aus.
Bild: Werk
20/94
Dank der einfallsreichen Flucht-Route entlang griechischer Serpentinen entkommt Bond seinen Verfolgern. Unmittelbar nach Filmstart legt Citroën eine Sonderserie des 2CV auf: in gelber Lackierung mit aufgeklebten Einschusslöchern.
Bild: Werk
21/94
Bonds offizieller Dienstwagen in Film zwölf ist ein Lotus Esprit Turbo. Ausnahmsweise hat der MI6 keine Gimmicks einbauen lassen. Während Sean Connery Aston Martin bevorzugte, sah man Roger Moore meist in einem Lotus.
Bild: Werk
22/94
Der Hauch des Todes (GB/USA 1987): Neuer Bond, neues Auto: Timothy Dalton spielt 007 in "Der Hauch des Todes". Sein Fahrzeug: ein Aston Martin V8 Volante. Extras: Mechanismus zur Selbstzerstörungs, Raketenwerfer, Laserkanonen und Spikes. Seitliche Kufen und ein Raketenantrieb ermöglichten schnelle Fahrten im Tiefschnee!
Bild: Werk
23/94
Goldeneye (GB/USA 1995): In "Goldeneye" gibt es ein Wiedersehen mit dem Aston Martin DB5 aus "Goldfinger" und "Feuerball". Der DB5 – am Steuer Pierce Brosnan – liefert sich ein spannendes Rennen mit einem Ferrari 355.
Bild: Werk
24/94
Der offizielle Dienstwagen des MI6-Agenten in "Goldeneye" ist zum ersten Mal ein BMW: Der funkelnagelneue Z3 steht Bond für seine Ermittlungen zur Verfügung – und garantiert BMW damit weltweite Modell-Bekanntheit binnen kürzester Zeit.
Bild: Werk
25/94
Kein offizieller Dienstwagen von James Bond, aber einer, der nicht aufzuhalten ist: In "Goldeneye" verfolgt James Bond den Bösewicht General Ouromov (Gottfried John) mit einem Panzer der russischen Armee. Eine spektakuläre Verfolgungsjagd quer durch Sankt Petersburg.
Bild: Werk
26/94
Der Morgen stirbt nie (GB/USA 1997): In seinem 18. Filmabenteuer fährt James Bond in einem BMW 750 iL seinen Widersachern davon. Specials: Fernsteuerung via Handy, Titanpanzerung mit Elektroschock-Abwehr, Raketenwerfer unter dem Dach, selbstfüllende Reifen und eine Metall-Säge unter dem BMW-Zeichen.
Bild: Werk
27/94
Die Welt ist nicht genug (GB/USA 1999): In drei von vier Filmen mit Bond-Darsteller Pierce Brosnan kommen BMW zum Einsatz. Der BMW Z8 aus "Die Welt ist nicht genug" hat die typischen Bond-Extras: Titan-Panzerung, Fernsteuerung, seitliche Raketenwerfer – und sechs Getränkehalter.
Bild: Werk
28/94
Bond-Filme werden mit großem Aufwand gedreht: Allein die Produktion von "Die Welt ist nicht genug" verschlang 135 Millionen Dollar. Bei dem Budget spielt es kaum eine Rolle, dass ein BMW Z8 in zwei Teile zersägt wird.
Bild: Werk
29/94
Stirb an einem anderen Tag (GB/USA 2002): 2002 kam der 20. Bond-Film in die Kinos: Zu dem Jubiläum ließ es sich Aston Martin nicht nehmen, nach drei Filmen Abstinenz endlich wieder den Dienstwagen des Agenten zu stellen. James Bond (Pierce Brosnan) seine Gegner mit einem 450-PS-starken Aston Martin Vanquish ab.
Bild: Werk
30/94
2002 feierte man den 20. Bond-Film und auch das 40-jährige Bestehen der 007-Filmserie. Anlässlich dieses Jubiläums war der Film gespickt mit Zitaten und Anspielungen auf ältere Bond-Abenteuer. Eine davon: Der Vanquish trägt das gleiche Silber wie der DB5 aus "Goldfinger".
Bild: AUTO BILD / AUTO EXPRESS
31/94
In einer zugefrorenen Eislagune in Island wurde eine actionreiche Verfolgungsjagd abgedreht. Der Aufwand war enorm, die Drehzeit für diese Szene betrug drei Wochen. Bond flüchtet mit seinem Dienst-Vanquish vor seinem Gegenspieler Zao (Rick Yune) im Jaguar XKR.
Bild: Werk
32/94
Um auf dem Eis fahren zu können, hat "Q" den Aston Martin mit Spikes ausgestattet. Neben der üblichen Agenten-Ausstattung wie Stinger-Raketen in der Frontschürze oder Maschinenpistolen besitzt dieser Bond-Wagen ein unter Bond-Fans umstrittenes Extra: Auf Knopfdruck lässt er sich unsichtbar machen.
Bild: Hör Zu
33/94
Casino Royale (GB/USA 2006): Im 2006er-Streifen "Casino Royale" wechselt der Bond-Darsteller, nicht jedoch Bonds Automarke: Daniel Craig fährt im 21. Film einen Aston Martin DBS. Da zum Zeitpunkt der Dreharbeiten noch kein Exemplar des neuen Modells zur Verfügung stand, wurden einige Aston Martin DB9 für den Film umgebaut.
Bild: Hör Zu
34/94
Der Aston Martin DBS hat weder Raketen noch Wendekennzeichen, dafür aber eine medizinische Notausrüstung mit Defibrillator und Antidot-Ampullarium. Bei einer Verfolgungsfahrt überschlägt sich der DBS sieben Mal. Dafür wurde der Stuntman mit dem "World Stunt Award" ausgezeichnet.
Bild: Werk
35/94
Ein Quantum Trost (GB/USA 2008): James Bond (Daniel Craig) greift im 22. Filmabenteuer zu Bewährtem: Verfolgern entflieht er wieder mit einem Aston Martin DBS.
Bild: Werk
36/94
Bullitt (USA 1968): Der Film mit der besten Auto-Verfolgungsjagd und der Film mit dem stilsichersten aller Schauspieler in der Hauptrolle! Das ist "Bullitt": Lieutenant Frank Bullitt (Steve McQueen) vom San Francisco Police Department soll einen Kronzeugen beschützen. Als der stirbt, ermittelt er und zieht am Ende die bösen Jungs aus dem Verkehr.
Bild: dpa
37/94
Lieutenant Bullitt fährt diesen dunkelgrünen 68er Ford Mustang GT, der so klingt, als könnte man damit die 24 Stunden von Le Mans gewinnen. Und er liefert sich mit zwei Killern in einem schwarzen Dodge Charger die spektakuläre zehnminütige Verfolgungsjagd quer durch San Francisco. Anschnallen, festhalten und mitfahren!
Bild: dpa
38/94
The French Connection (USA 1971): "Und die Großen lässt man laufen" ist die Erkenntnis dieses packenden Thrillers, fantastisch besetzt mit Gene Hackman als jagender und gehetzter Drogenfahnder Doyle.
Bild: dpa
39/94
Fluchtweg St. Pauli (BRD 1971): Die Story von Kain und Abel im Hamburg der frühen 70er, Heckflossen-Taxis, Kreischgitarren – und am Ende eine lange Verfolgungsjagd mit Simca Aronde Cabriolet. Solide Arbeit. .
Bild: dpa
40/94
Starksy & Hutch (USA 2004): Die Actionkomödie persifliert die gleichnamige TV-Serie (1975–1979). Zwei schräge Cops lösen ihren ersten gemeinsamen Fall: 70er-Feeling mit Minipli, Disco-Style, Cheerleaderin – und 430 PS starkem Ford Gran Torino.
Bild: dpa
41/94
Der Tod eines Killers (USA 1964): Harter Thriller, an dem der Dreck der Rennstrecke klebt. Sixties-Racing, gepaart mit großen Gefühlen und kalter Gewalt. Viele berühmte Namen (Angie Dickinson, John Cassavetes, Lee Marvin, Ronald Reagan). Geheimtipp!
Bild: Privat
42/94
Ein achtbarer Mann (BRD/I 1972): Das Drehbuch ist nicht der Rede wert – aber da hat es noch diese absurde Endlos-Verfolgungsjagd durch Hamburg: Unter anderem verröcheln Plymouth Belvedere, Opel Admiral, Citroën ID Break.
Bild: Privat
43/94
Grand Prix (USA 1966): Atemberaubende, damals revolutionäre Perspektiven, mehrere Einstellungen gleichzeitig auf der Leinwand: vielleicht der beste Formel-1-Spielfilm aller Zeiten. "Egal wie, wichtig ist nur der Sieg."
Bild: dpa
44/94
Driven (USA 2001): Sylvester Stallone schrieb das Drehbuch, und entsprechend actiongeladen geht es zu auf der Piste. Mix aus US-Cartszene und Formel 1, Fahrer (unter anderem Til Schweiger) sind die Guten, Teamchefs die Bösen (unter anderem Burt Reynolds im Rollstuhl).
Bild: dpa
45/94
Le Mans (USA 1971): Der Rennfilm schlechthin. Le Mans, McQueen, Gulf, Porsche – vier Legenden auf dem Gipfel der Coolness, 104 Minuten lang. Steve McQueen liebte nur eines mehr als Schauspielerei: Motorsport. Mit diesem Film setzte er seiner Leidenschaft ein Denkmal – ohne Rücksicht auf die Kosten, die aus damaliger Sicht immense neun Millionen Dollar betrugen.
Bild: dpa
46/94
American Graffiti (USA 1973): Ach, die Fifties. Schmalztollen, Blubber-V8 und DJ Wolfman Jack. Eine Handvoll Youngsters am letzten Abend ihrer Jugend: Was anfangen mit dem Leben? Toll auch für Nostalgiker über 20.
Bild: dpa
47/94
Die Dinge des Lebens (F/I/CH 1970): Ganz groß ist der Zeitlupen-Crash mit Michel Piccoli in der Giulietta Sprint. Noch größer: Romy Schneider, das Paris der 60er, die Reflexionen über Menschen und ihr Zusammenleben.
Bild: dpa
48/94
Harold und Maude (USA 1971): Was ist schräger? Dass ein 18-Jähriger eine 79-Jährige liebt oder dass er seinen Jaguar E-Type zum Leichenwagen umbaut? Diese anarchistische, weise Komödie pfeift auf Konventionen!
Bild: DPA
49/94
Gran Torino (USA 2008): Verbitterter alter Rassist und Vietnam-Verteran rettet jungen Asiaten vor Straßengang und bezahlt dafür teuer: Clint Eastwoods Abgesang auf das gestrige Amerika wird durch den bildschönen 1972er Ford Gran Torino überhaupt erst möglich.
Bild: DPA
50/94
Ein Mann und eine Frau (F 1966): Klingt nach Romanze. Ist es auch, aber ebenso ein genialer Autofilm, nicht nur für Ford-Mustang-Fans. Rennfahrer Jean-Louis zwischen PS und seiner großen Liebe Anna.
Bild: dpa
51/94
Fahrstuhl zum Schafott (F 1958): Grobkörniger Schwarz-Weiß-Krimi, Wegbereiter der Nouvelle Vague, mit Jeanne Moreau, die nachts durch Paris irrt – und mordsmäßig ins Licht gerücktem 300-SL-Flügeltürer.
Bild: Privat
52/94
In jenen Tagen (Deutschland 1947): Eine Opel Olympia Cabrio-Limousine wird verschrottet – und erzählt die bewegenden Geschichten seiner sieben Vorbesitzer aus der NS-Zeit. Der Opel erlebt die Machtergreifung Hitlers, die Reichspogromnacht, die Ostfront in Russland. Am Ende seiner Tage erkennt der Olympia: "Die Menschlichkeit war stärker als die Zeit".
Bild: DPA
53/94
Denn Sie wissen nicht was Sie tun (USA 1955): Der Film zeichnet den Verständnisgraben zwischen Teenagern, die Dummheiten machen, und Eltern, die nichts begreifen. Jim Stark (James Dean) verliert die Mutprobe im "chicken run", dem Hasenfußrennen mit gestohlenen Autos, gewinnt aber sein ansonsten so orientierungsloses Leben.
Bild: dpa
54/94
Tucker – Ein Mann und sein Traumauto (USA 1988): Preston Tucker (Jeff Bridges) ist ein Idealist und besessen davon, das modernste und sicherste Auto der Welt zu bauen. Der biografische Film erzählt die Geschichte eines Mannes, der seinen amerikanischen Traum verwirklichen möchte. Der Tucker Torpedo wird jedoch nur 51-mal gebaut.
Bild: dpa
55/94
Die Reifeprüfung (USA 1967): Der Streifen um Ben, der erst Mrs. und dann Miss Robinson liebt, gilt als erstes Beispiel für professionell eingefädeltes Product Placement im Film: Der Alfa Spider Duetto erlangte so Kultstatus.
Bild: Privat
56/94
Taxi Driver (USA 1976): Der New Yorker Taxifahrer Travis (Robert de Niro) fährt jeden, egal ob Prostituierte oder Präsidentschaftskandidat. Auch in die Bronx, tags wie nachts. "Gottes einsamster Mann" steuert einen Checker Marathon Cab durch die dunklen Gassen der Mega-City und schmiedet dabei blutige Pläne: Er will New York von seinem Abschaum befreien.
Bild: dpa
57/94
Night on Earth (USA 1991): Tom Waits' Musik rumpelt im selben Takt durch diesen wunderbaren Film wie die Taxis, die uns zu Menschen und ihren Schicksalen befördern – großartig!
Bild: dpa
58/94
Absolute Giganten (BRD 1999): Drei beste Freunde, eine durchzechte Nacht in Hamburg, unterwegs in einem 1974er Ford Granada GXL Coupé, den sie beim Kickern beinahe verzocken.
Bild: dpa
59/94
Die Ferien des Monsieur Hulot (F 1953): Herr Hulot knattert im 1924er Amilcar ans Meer und bringt alles durcheinander. Raffinierter Humor fast ohne Worte – und herrliche Musik von Alain Romans.
Bild: dpa
60/94
Jonas (BRD 1957): Die Großstadt als Irrgarten des vereinsamten Nachkriegsmenschen: deutscher Avantgardefilm, gedreht im Stuttgarter Innenstadt-Alltag von 1957. Aha-Erlebnis: So mutig konnten die 50er sein!
Bild: Filmverleih
61/94
Batman (USA 1989): Düstere Wiedergutmachung für das Klamauk-Fledermäuschen der 60er. Bruce Wayne an Bord eines bis an die Zähne bewaffneten Batmobils mit Turbinenantrieb. Schlechte Karten für den "Joker".
Bild: dpa
62/94
Metropolis (D 1927): Bis 1927 teuerstes Werk der Filmgeschichte, Stummfilm-Science-Fiction mit oft zitierter Bildsprache, abenteuerliche Restaurierung – ja, haben wir mitgekriegt bei der neuen "Uraufführung" im Februar 2010. Mit den verschollen geglaubten Sequenzen sind übrigens mehr Rumpler-Tropfenwagen zu sehen.
Bild: dpa
63/94
Nicht nur werden, wie bekannt, zwei der stromlinienförmigen Autos (1921 von Edmund Rumpler präsentiert) auf dem Scheiterhaufen verbrannt, nein: Jetzt sieht man auch einen Parkplatz mit den futuristischen Wagen und Georgy am Steuer.
Bild: dpa
64/94
Christine (USA 1983): Horror in Blech: Schon beim Bandablauf in Detroit 1957 hackt die Motorhaube des rot-weißen Plymouth Fury einem Arbeiter die Hand halb ab. 20 Jahre und eine Kohlenmonoxid-Leiche später rettet der pubertierende Arnie die runtergekommene Christine vor der Presse. Ihr kaltes Blechherz macht ihn zu einem Mittäter diverser Todesfälle.
Bild: dpa
65/94
Erst ein Radlader beendet ultimativ das Entknautschungstalent der roten Bestie.
Bild: dpa
66/94
Autos die Paris auffraßen (Australien 1974): Ein Stachelkäfer, ein 58er DeSoto Firesweep und diverse Holden terrorisieren das australische Städtchen Paris. Zum Schreien – vor Angst und Vergnügen gleichzeitig.
Bild: AUTO BILD
67/94
Bang Boom Bang (BRD 1999): Fette Ruhrpott-Klamotte. Legendäre Szene: Dauerkiffer Kek (Oliver Korittke) schleift mit seinem Knudsen-Taunus (Kennzeichen DO-PE 69) einen geklauten Tresor hinter sich her und wird dabei geblitzt.
Bild: Privat
68/94
"Is' der geil! Junge ich sach' dir, da tippse nur einmal ganz vorsichtig aufs Gas und 'Pang!' hasse die Schallmauer durchbrochen." Die Rede ist vom Mercedes SEC der Baureihe 126, dem Traumauto von Bankräuber Kalle Grabowski (Ralf Richter).
Bild: Privat
69/94
Charlie staubt Millionen ab (GB 1969): Meisterdieb Charlie zieht einen Goldraub durch, trickst sogar die Turiner Mafia aus: mit einem durch drei Mini Cooper S spektakulär inszenierten Verkehrschaos. 2003 neu verfilmt.
Bild: dpa
70/94
Blues Brothers (USA 1980): Das groovt! Schwarzer Humor, Hut und Ray-Ban, R & B und 20 geile Minuten, in denen sich Geschwader von Polizeiautos auf der Jagd nach dem 74er Dodge Monaco-"Bluesmobil" verschrotten.
Bild: dpa
71/94
Auf dem Highway ist die Hölle los (USA 1981): Und wie. Stunts und Verfolgungsjagden quer durch die USA. Burt Reynolds fährt denselben Dodge-Krankenwagen, der schon beim echten Cannonball mitraste.
Bild: Privat
72/94
Die Drei von der Tankstelle (D 1930): Die Leichtigkeit dieses Streifens war für die Nazis unerträglich. Sie verboten den UFA-Erfolgsfilm im Jahr 1937. Doch ewige Jugend haben sich "Die Drei von der Tankstelle" bis heute bewahrt. Das mag an zeitgeschichtlichen Ähnlichkeiten liegen, die Komödie im Operettenstil spielt mitten in einer Weltwirtschaftskrise.
Bild: dpa
73/94
Die Handlung ist schlicht, das war schon zu Uropas Zeiten ein Rezept für große Erfolge, aber die Darsteller machen das wett. Heinz Rühmann, Willy Fritsch und Oskar Karlweis spielen Schnösel, die ihr Vermögen verlieren und vom letzten Geld eine Tankstelle eröffnen. Sie lachen die Pleite einfach weg.
Bild: dpa
74/94
"Die drei Tankjungens werden sicher populär werden, ihr Frohsinn wirkt ansteckend", schrieb ein Kritiker zur Premiere im September 1930. Tipp für Nostalgiker: Noch heute steht am früheren Drehort in Berlin (Zehlendorf, Lindenthaler Allee 42) eine Tankstelle.
Bild: dpa
75/94
Theo gegen den Rest der Welt (BRD 1980): Theo (Marius Müller-Westernhagen) lässt sich während der Pinkelpause den Sattelzug mit Volvo-Zugmaschine klauen. Die Verfolgungsjagd im klapprigen Peugeot 404 Kombi bildet den gesamten Autobestand der 70er-Jahre ab.
Bild: dpa
76/94
Zurück in die Zukunft (USA 1985): Der mit "Fluxkompensator" zur Zeitreisemaschine geadelte DeLorean DMC-12, Bj. 81, der Marty McFly ins Jahr 1955 befördert, wurde oft zum besten Filmauto aller Zeiten gekürt.
Bild: dpa
77/94
Das Mädchen Rosemarie (BRD 1958): Eigentlich kein Komödienstoff, der elende Tod des Callgirls Rosemarie Nitribitt. Dass den Deutschen das Lachen nicht im Halse stecken blieb, sagt viel über die bleierne Zeit der 50er. Die Filmsatire mit Nadja Tiller als SL-Kurtisane wollte böse sein und zeigt doch stolz die Prestigeobjekte des Wirtschaftswunders – darunter natürlich der 190 SL.
Bild: dpa
78/94
Neben dem 190 SL kommen viele andere Klassiker mit Stern im Film vor. Die musste sich das Filmteam damals von privaten Besitzern leihen: Mercedes verweigerte jede Zusammenarbeit. Zum Trost gab's internationalen Ruhm: In Amerika räumte Rosi 1958 einen Golden Globe ab.
Bild: dpa
79/94
Go Trabi Go – Die Sachsen kommen (D 1991): Auf den Spuren von Goethes "Italienischer Reise" rumpelt Familie Struutz im Trabi nach Neapel. Reichlich Ost-Klischees.
Bild: dpa
80/94
Manta Manta (D 1991): Der junge Til Schweiger ist Bertie, der seinen getunten Manta fast mehr liebt als Uschi, seine Friseusen-Freundin. Für ein Rennen gegen einen viel stärkeren Mercedes 190 E setzt er das gesamte Ersparte aufs Spiel. Ey, boah, ey!
Bild: dpa
81/94
Dick und Doof (USA 1926-1956): Stan Laurel und Oliver Hardy spielten zwar meist arme Schlucker, aber irgendwie schafften es die beiden Slapstick-Ikonen in diversen Stumm- und Tonfilmen, an ein Ford Model T zu kommen. Die Tin Lizzy galt schon in den 20er-Jahren als veraltet, ließ Stan und Ollie also in den späten 20er-, frühen 30er-Jahren rückständig aussehen.
Bild: dpa
82/94
Besonders witzig ist einer ihrer letzten stummen Kurzfilme, "Das große Geschäft" ("Big Business", 1929), wo sie als fahrende Händler an Haustüren Weihnachtsbäume verkaufen wollen und ein erboster Kunde ihnen Zug um Zug das Auto zerpflückt, während sie dessen Haus demolieren – bis alle heulen.
Bild: dpa
83/94
Natürlich die Autofahrer (BRD 1959): Heinz Erhardt als autofeindlicher Wachtmeister Dobermann, gedreht 1959 in Göttingen und Kassel, macht auch noch Spaß, wenn man jeeeeden Gag schon mitsprechen kann.
Bild: dpa
84/94
Tschitti Tschitti Bäng Bäng (GB/USA 1968): Vorbild für Ian Flemings Kinderstory um ein alleskönnendes Fantasieauto (Basis: wahrscheinlich Crossley) waren Graf Zborowskis Rennwagen mit Mercedes-Flugzeugmotoren (1920).
Bild: dpa
85/94
Little Miss Sunshine (USA 2006): Im klapprigen T2 fährt die schräge Familie Hoover quer durch die USA. Auszug der Probleme an Bord: selbst auferlegtes Schweigegelübde, Selbstmordversuch, Heroinsucht. Der VW hält übrigens durch, Opa nicht. Zwei Oscars.
Bild: dpa
86/94
Cars (USA 2006): Die von den Pixar-Studios animierte Geschichte von Rennwagen Lightning McQueen und seinen Freunden ist der einzige Film der Kinogeschichte, in dem nur Autos mitspielen. Das fulminante Ergebnis jahrelanger Recherchen von 850 Filmschaffenden.
Bild: dpa
87/94
Wie bewegt sich ein Porsche, der durch ein Schlagloch fährt? Wie wirkt Scheinwerferlicht auf nassem Asphalt? Wie schimmert ein hellgelber Fiat 500 im Licht der untergehenden Wüstensonne? Selbst einer der schnellsten Computer der Welt braucht zwischen sechs und 90 Stunden für ein einziges Bild – eines von über 167.000!
Bild: dpa
88/94
Am Ende kam die perfekte Illusion einer Welt der Autos. Belohnt mit Golden Globe und Oscar-Nominierung. 2011 bringt Pixar die Fortsetzung in die Kinos.
Bild: dpa
89/94
Ein toller Käfer (USA 1968): Seit 1968 spielt Herbie mit überdurchschnittlichen Kräften die Hauptrolle in sechs Filmen und einer TV-Serie. Er hat liegende Scheinwerfer, die Nummer 53 – und läuft und läuft und läuft und ...
Bild: dpa
90/94
Lohn der Angst (F 1953): Der Film ist so spannend wie sein Thema, zwei Lkw-Ladungen Nitroglyzerin über 500 Kilometer schlechte Straßen zu transportieren. Einer der Laster liegt noch immer am Drehort bei Nîmes.
Bild: dpa
91/94
Thelma und Louise (USA 1991): Den sollten Frauen mit ihrer Freundin gucken, nicht nur wegen Brad Pitt. Vor grandioser Grand-Canyon-Kulisse geben Geena Davis und Susan Sarandon im 66er Ford Thunderbird Gas, hinein in die allerletzte Freiheit.
Bild: dpa
92/94
Fluchtpunkt San Francisco (USA 1971): Ein 1970er Dodge Challenger R/T, am Steuer Ex-Rennfahrer Kowalski, 15 Stunden Zeit für die Strecke Denver-San Francisco: Ein wildes Rennen gegen Gesetz und Polizei beginnt.
Bild: dpa
93/94
Atemlos (USA 1983): Jesse (Richard Gere) klaut einen Porsche 356, rockt am Steuer zu Jerry Lee Lewis und erschießt auf dem Weg zu seiner Freundin Monica (Valérie Kaprisky) einen Cop. Er flüchtet – mal im 59er Caddy, mal im 55er T-Bird.
Bild: dpa
94/94
Nachts auf den Strassen (BRD 1951): Die junge Hildegard Knef und der blonde Haudegen Hans Albers, das ist schon mal ein reizvolles Kinopaar, aber das Filmprogramm von 1951 nennt "in weiteren wichtigen Rollen: der Fernlastzug und die Autobahn". Mit seinen Actionszenen, zahlreichen Nachtaufnahmen und viel nassem Asphalt wirkt der deutsche Krimi betont amerikanisch.