VW Amarok Canyon: Fahrbericht
Erste Fahrt im Lifestyle-Amarok

Vom Nutzfahrzeug zum Abenteuer-Mobil: VW stattet den Amarok mit dicken Geländereifen, Überrollbügel und Flutlichtanlage aus – und nennt ihn Canyon.
Wuchtige All-Terrain-Reifen, dicke Rohre an den Seitenschwellern und Flutlichtanlage auf dem Dach – das Zubehör des VW Amarok Canyon schreit geradezu nach Abenteuer. Mit dem Sondermodell bekommen die Kunden mehr als ein biederes Nutzfahrzeug. Ob der aufgemotzte Pick-up etwas in der Praxis taugt, klärt der erste Fahrbericht!
Video: VW Amarok Canyon
Der Canyon rockt die Piste
Auf dem Prüfstand: Fahrberichte und Vergleichstests
Das Cockpit erinnert in Sachen Komfort und Gestaltung mehr an ein Oberklasse-SUV, als an die Doppelkabine eines Nutzfahrzeugs. Die Blende der Instrumententafel ist in einem matten Chrom abgesetzt, die straffen Teilledersitze sind zweifarbig gestaltet und geben guten Halt. Die Einfassungen der Lüfterdüsen, die Gurtbänder, Ziernähte an den Sitzen, am Dreispeichen-Lederlenkrad und am Schalthebel nehmen den "Copper orangen" Farbton auf – leider auch dann, wenn die Karosserie in grau oder schwarz lackiert ist.

Beim 180-PS-Diesel und 6-Gang-Schaltgetriebe wird ab 1500 Touren ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern erreicht.
Bild: Werk
Überblick: Alles zum VW Amarok
Das komfortable Fahrwerk überzeugt auf der Straße und abseits befestigter Wege. Mit permanentem Allradantrieb, 23 Zentimetern Bodenfreiheit und Sperrdifferenzial an der Hinterachse kraxelt der Pick-up locker über Geröll. Im eingeschalteten Offroad-Modus verkürzt das ABS merklich den Bremsweg. Unterhalb von 30 km/h schaltet sich zudem der Bergabfahrassistent ein, der die Geschwindigkeit auf steilen Gefällstrecken über gezielte Bremseingriffe konstant hält. So endet auch für Offroad-Neulinge und Hobby-Abenteurer der Spaß im Gelände nicht gleich am nächsten Baum.Das kostet er Im Jahr 2012 war der Amarok das erfolgreichste Fahrzeug in der VW Nutzwagensparte. In Deutschland ließ der Pick-up mit 5000 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 35 Prozent Konkurrenten wie Ford Ranger oder Toyota Hilux deutlich hinter sich. Der neue Amarok Canyon geht ab Ende August an den Start – aber nicht gerade als Schnäppchen. Während der Amarok mit Single Cap für knapp 25.000 Euro zu haben ist, startet das Sondermodell mit 140-PS-Diesel bei 38.370 Euro. Der gefahrene 2.0 TDI mit 180 PS und 6-Gangschaltung fängt bei 41.120 Euro an, kostet mit Radio-Navi, Standheizung, Parkassistent und weiteren Komfort-Extras schnell über 50.000 Euro.
Technische Daten Amarok Canyon 2.0 TDI • Motor 4-Zylinder-Turbodiesel • Leistung 180 PS • 0–100 km/h 11,0 Sekunden • Spitze 178 km/h • 6-Gang-Schaltgetriebe • Verbrauch 7,8 l D • CO2 194 g/km • Preis ab 41.120 Euro.
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