Es dürfte zweierlei Arten von Interessenten für einen Pick-up wie den Amarok geben. Da sind Reiter, Landwirte, Jäger, Handwerker und Gleichgesinnte – nennen wir sie die Anspruchsvollen; und es gibt die, die gern Auto fahren und einen Geländewagen mit offener Ladefläche einfach nur spannend finden: die Interessierten. Erstere dürften genau wissen, was sie vom Amarok zu erwarten haben, schätzen seinen hohen Nutzwert und freuen sich über die souveränen, seit gut einem Jahr angebotenen V6- Motoren aus Touareg und Co.
Gebrauchtwagensuche: VW Amarok
VW Amarok Style DC 3.0l TDI Automatik 4MOTION
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VW Amarok Style DC 3.0l TDI Automatik 4MOTION
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177 KW (241 PS)
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VW Amarok Aventura DC 3,0TDI 177kW 4M ROLLCOVER IQ
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VW Amarok Aventura DC 3,0TDI 177kW 4M ROLLCOVER IQ
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177 KW (241 PS)
05/2026
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VW Amarok Style DC 3.0 TDI 4MOTION Automatik
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VW Amarok Style DC 3.0 TDI 4MOTION Automatik
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177 KW (241 PS)
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VW Amarok DoubleCab PanAmericana 3.0TDI 241PS NAVI.LEDER.AHK
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VW Amarok DoubleCab PanAmericana 3.0TDI 241PS NAVI.LEDER.AHK
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VW Amarok DoubleCab PanAmericana 3.0TDI 241PS NAVI.LEDER.AHK
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VW Amarok Style DC 3.0 TDI 4MOTION Automatik
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VW Amarok Aventura 3.0TDI 4Motion Autom. Klima Navi
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VW Amarok Aventura 3.0TDI 4Motion Autom. Klima Navi
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VW Amarok PanAmericana 3.0 TDI Hardt. Standh
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VW Amarok PanAmericana 3.0 TDI Hardt. Standh
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VW Amarok 3.0 TDI 4Motion Automatik Style AHK Navi
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VW Amarok 3.0 TDI 4Motion Automatik Style AHK Navi
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VW Amarok Life DC 151 kW 2.0 TDI 4Motion permanent 10-Gang Automatik 4MOT
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VW Amarok Life DC 151 kW 2.0 TDI 4Motion permanent 10-Gang Automatik 4MOT
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Rechtliche Anmerkungen
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Verkauft als Lkw, besteuert meist als Pkw

VW Amarok
Ungewohnt: Es gibt serienmäßig keinen abschließbaren Kofferraum. Viele schätzen daher Hardtops, die wie ein Kombidach aufgesetzt werden.
Letztere müssen beim Erstkontakt mit einem solchen Fahrzeug zunächst umdenken. Hier finden sich Pkw-Fahrern so unbekannte Aspekte wie die Lkw-Steuer, die überraschenderweise für den Amarok nicht gilt. Durch mehr als drei Sitzplätze und eine Höchstgeschwindigkeit von über 140 km/h wird er seit 2017 fast ausschließlich als Pkw besteuert. VW selbst verkauft den Amarok zwar als Lkw, hat aber keinen Einfluss auf die Steuereinstufung im Einzelfall. Die Werkseinstufung als Nutzfahrzeug der Klasse N1 erlaubt es VW, den Amarok bis August 2019 nur mit Euro-6b-Norm zuzulassen – eigentlich ein Unding. Eine weitere ungewohnte Situation: Es gibt – zumindest serienmäßig – keinen abschließbaren Kofferraum. Die Amerikaner im Mutterland des Pick-ups wissen genau, welche Kleinigkeiten nie jemand von einer offenen Pritsche entwenden würde. In Deutschland befürchten dagegen viele beim nächsten Ampelstopp ausgeraubt zu werden und installieren Abdeckungen auf ihren Pritschen. Viele schätzen hier die sogenannten Hardtops, die wie ein Kombidach auf die Seitenwände der Pritsche aufgesetzt werden. Mit Verglasung und abschließbarer Heckscheibe kosten sie von verschiedenen Herstellern um die 2000 Euro. Wer die praktische Offenheit nicht verlieren möchte, nimmt ein Rollcover, die gibt es ab 1500 Euro. VW verlangt für das robuste Alurollo über 3000 Euro.
Überblick: Alles zum VW Amarok

Man verliebt sich schnell in den Amarok

Zäumen wir das Pferd aber nicht von hinten auf, schauen wir lieber auf den Alltagsnutzen des Amarok. Wer gewöhnlich Pkw fährt und einen Amarok einige Tage leihweise bewegt, wird sich schnell verlieben. Der V6 läuft seidig, marschiert eisern los und ist im Alltag problemlos mit gut neun Litern fahrbar; das Fahrwerk gibt sich trotz hinterer Starrachse SUV-haft entspannt, die Lenkung wahrt die nötige Balance zwischen leichter Indirektheit fürs Gelände und sauberem Ansprechverhalten auf der Straße. Anders als oft knochig rustikal zu fahrende Japan-Pick-ups könnte der Amarok auch ein Ram- oder Chevrolet-Emblem am Grill tragen, so satt und amerikanisch fährt er sich.

Opulentes Raumgefühl dank großer Scheiben und enormer Breite

VW Amarok
Auf neuestem Stand ist das Cockpit nicht, auch die Menge an Hartplastik ist generös. Der Amarok bleibt ein Nutzfahrzeug, aber mit hohem Anspruch.
Viel Bodenfreiheit und die auf einem Leiterrahmen sitzende Kabine sorgen für einen recht hohen Einstieg. Für Kurzbeinige empfehlen sich Trittstufen oder Schwellerrohre, Große würden sich aber unnötig die Hosenbeine daran beschmutzen. Oben angekommen werden die Insassen von VW-typisch guten Sitzen empfangen. Für ein opulentes Raumgefühl sorgen nicht nur die großen Scheiben, sondern auch die enorme Wagenbreite, die viel Schulterfreiheit bietet. Im Fond schaut die Welt dann nicht mehr ganz so rosig aus. Speziell wenn die Vordersitze weit hinten stehen, bleibt hinten nur wenig Beinfreiheit. Für einen Pick-up ist dieses Verhältnis noch überdurchschnittlich gut, im Vergleich zum Pkw aber nur ausreichend. Immerhin lässt sich Kleinkram wie Bordwerkzeug oder Extrakleidung hinter und unter der Rückbank verstauen. Für sperrige Güter ist sie zudem einteilig vorklappbar. Der Materialmix wirkt adäquat. Zwar bestehen Instrumententräger und Türtafeln aus hartem Kunststoff, doch ist die Dämmung tadellos, sodass dadurch keinerlei Klapper- oder Dröhngeräusche aufkommen. Für die Sitze empfehlen wir durchaus das 1892 Euro teure Ledergestühl. Das ist luxuriös, bequem und zur Not auch abwischbar. Das volle Programm mit elektrischer Einstellung, Sitzheizung und besagtem Leder liegt dann aber bereits bei üppigen 3141 Euro. Die Luxusversion Aventura mit der Option auf die 258-PS-Ausbaustufe des V6 TDI (58.072 Euro) wartet serienmäßig mit weichem Nappaleder auf.

Ein Dämpfer für die Heckklappe wäre wünschenswert

Zugegeben, beim Pick-up geht es nicht um Nappa, sondern um eine zweckmäßige Pritsche. Ihre Platzverhältnisse sind klar. Wir vermissen aber eine Trittstufe in der Stoßstangenecke. In höheren Ausstattungslinien wäre auch ein Dämpfer für die Heckklappe wünschenswert, die bei jedem Amarok mit Vorsicht heruntergelassen werden will. Sie ist mit 200 Kilo belastbar. Nur bei Canyon und Aventura ist die Pritschenbeschichtung aus abriebfest aufgespritztem Kunststoff serienmäßig; sie ist absolut empfehlenswert und kostet 844 Euro. Der Bügel hinter der Kabine – Serie bei Canyon, ähnlich bei Aventura – eignet sich zur Aufnahme langer Ladung und kostet im Paket mit Trittbrettern ab 1862 Euro. Hier gilt das Credo: Wenn schon Pick-up, dann aber richtig! Cowboystiefel sind übrigens nicht serienmäßig.

Fazit

von Andreas Jüngling
Es ist gar nicht einfach, sich für den richtigen Amarok zu entscheiden. Nützlich ist er immer, doch auch sein Verwöhnpotenzial ist nicht zu verachten. Ärgerlich, dass der Basismotor nicht für alle Versionen erhältlich ist. Solange der Amarok aber noch mit der Euro-6b-Norm hantiert, raten wir am ehesten zum Gebrauchtkauf – dann auch gern mit guter Ausstattung.