Fahrbericht VW Atlas Cross Sport

VW Atlas Cross Sport 2.0 TSI AWD: Fahrbericht, Test

So fährt der VW Atlas Cross Sport

Der nordamerikanische VW Atlas bekommt mit dem Cross Sport eine sportlichere Variante. Er bleibt aber ein typischer Ami.
In Europa hat Volkswagen das große Aushängeschild Touareg. Darunter positioniert ist die Kunterbunt-Familie der SUVs, die auf dem höchst variablen Querbaukasten basiert. Doch hier ist mit dem rund 4,70 Meter langen Tiguan Allspace Schluss. Wer einen größeren VW sucht, wird in Nordamerika fündig: Mit dem 5,04 Metern langen Atlas gibt es dort einen ebenso preiswerten wie üppig dimensionierten Crossover. Und jetzt bekommt der Siebensitzer einen sportlicheren Ableger – den Atlas Cross Sport.

Das Platzangebot im Fond ist überaus großzügig

Der Cross Sport ist kürzer als der normale Atlas und hat auch nur fünf Sitze. Das Platzangebot ist dennoch üppig.

Mit 4,97 Metern ist die neue Atlas-Variante ein Stück kürzer und mit der hinter der zweiten Sitzreihe abfallenden Dachlinie etwas dynamischer gezeichnet. Damit entfällt aber auch die dritte Sitzreihe, und ein wenig Laderaum geht verloren. Eine enge Höhle sieht jedoch anders aus: Da Vorderwagen und vor allem der Radstand unverändert bleiben, ist der Platz im Fond üppiger denn je. Und wer die Rücksitzlehnen komplett umklappt, kann gigantische 2203 Liter Stauraum nutzen. Mit dem Start des Atlas Cross Sport bekommt die Atlas-Familie eine dezente Modellpflege mit sichtbaren Änderungen an Front, Heck und Schürzen. Nichts geändert hat sich an den beiden verfügbaren Motorvarianten. Wahlweise stehen ein zwei Liter großer Vierzylinder-Turbobenziners mit 235 PS (175 kW) und ein 3,6-Liter-V6 mit 276 PS (203 kW) zur Verfügung. Der deutlich moderne 2,5-Liter-V6 mit Turboaufladung bleibt dem anspruchsvolleren Chinamarkt vorbehalten, wo der Atlas als nahezu baugleicher Teramont unterwegs ist. Europa schaut bisher noch in die Röhre, ein Marktstart des Atlas hierzulande ist wohl kein Thema.

Fahrdynamisch bleibt der Atlas ein typischer Ami

Entspannter Cruiser: Der VW setzt auf komfortable Abstimmung. Sport gibt es nur im Namen

Fast unschlagbar und damit für amerikanische Kunden sehr attraktiv ist der Preis des Atlas Cross Sport, der inklusive 18-Zöllern, LED-Scheinwerfern, Regensensor, 6,5-Zoll-Bildschirm, WLAN und verschiedenen Assistenzsystemen als Vierzylinder-Variante mit Frontantrieb bei nicht einmal 34.000 Dollar liegt. Selbst in Komplettausstattung mit dem empfehlenswerten Allradantrieb und dem beliebten Sechszylinder knackt das Topmodell Atlas Cross Sport SEL Premium R-Line so gerade die 50.000-Dollar-Marke. Dafür gibt es unter anderem beheizte Ledersitze vorne und hinten, elektrische Heckklappe, Navigation, 21 Zoll große Alufelgen und neben einem breiten Angebot von Assistenzsystemen allerhand sportlichen Zierrat, für den sich die Nordamerikaner ebenso erwärmen können wie die Kunden in Europa. Hier und da fasst man zwar preiswertes Hartplastik an, doch das verbaute Kunstleder an Armaturenbrett und Verkleidungen holt einiges heraus.
Fahrdynamisch gibt es keine nennenswerten Unterschiede zum normalen Atlas. Zwar hat der Cross Sport einen rund sieben Zentimeter kürzeren Überhang am Heck und spart so ein paar Kilogramm ein, zu spüren ist das aber nicht. Das Fahrwerk ist speziell für den amerikanischen Markt ausgelegt und so ist der Cross Sport ein entspannter Cruiser mit echten Langstreckenqualitäten. Die Abstimmung ist komfortabel, die Lenkung direkt genug und Wankbewegungen halten sich in vertretbaren Grenzen. Aus Kosten- und Kundengründen gibt es keine adaptiven Dämpfer mit einem entsprechenden Wankausgleich.

Fahrbericht VW Atlas Cross Sport

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Autor: Stefan Grundhoff

Stichworte:

SUV

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