VW Atlas Cross Sport (2020): Gebrauchtwagen
Dieses VW-SUV gab es nie in Deutschland

Der VW Atlas Cross Sport wurde nie offiziell in Deutschland vertrieben – und dennoch wird hier ein Exemplar des großen SUV-Coupés angeboten!
Bild: HCB Hemy Cars & Bikes GmbH
Hierzulande wird der für den US-Markt und Kanada entworfene VW Atlas (der in anderen Nicht-EU-Ländern als Teramont vermarktet wird) nicht vertrieben. Dennoch wird aktuell ein VW Atlas Cross Sport im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt mit deutscher Zulassung und frischem TÜV angeboten. Wer also auf der Suche nach einem echten Exoten mit VW-Logo ist, der ist hier genau richtig.

Trotz des coupéartigen Hecks bietet der Atlas Cross Sport bis zu 2200 Liter Kofferraumvolumen. Da kann man nicht meckern.
Bild: HCB Hemy Cars & Bikes GmbH
Bevor wir uns diesen Atlas Cross Sport aber genauer anschauen, werfen wir einen Blick auf die Modellhistorie. 2016 wurde der VW Atlas als "Midsize-SUV" in den USA vorgestellt. Die Bezeichnung ist allerdings irreführend, denn was die Amis unter Midsize verstehen, geht hierzulande als XXL-SUV durch. Der Atlas ist in jeder Version über fünf Meter lang und bietet sieben Personen Platz. Bei der Markteinführung im Jahr 2017 gab es die Basisversion zum Preis von 30.500 Dollar, was unser ehemaliger AUTO BILD-Kollege Hauke Schrieber damals so ausdrückte: "Das ist dann Touareg-Platz zum Tiguan-Tarif."
Seit 2019 ist der VW Atlas auch als "Cross Sport" erhältlich
Zum Modelljahr 2021 wurde das SUV grundlegend überarbeitet, ehe es drei Jahre später ein weiteres Facelift für den Atlas gab. Zusätzlich wurde 2019 der Atlas Cross Sport (baugleich mit dem Teramont X) ins Programm aufgenommen. Hierbei handelt es sich um ein sportlich anmutendes SUV-Coupé, das ohne dritte Sitzreihe auskommt, jedoch immer noch über fünf Meter misst.
Der Vierzylinder-Turbo ist die bessere Wahl
Angeboten wurde der Atlas wahlweise mit einem 280 PS starken 3,6-Liter-V6 oder einem 2,0-Liter-Vierzylinder, der anfänglich 238 PS und später 273 PS leistete. Im AUTO BILD-Fahrbericht aus September 2021 konnte der Sechszylinder nicht überzeugen: "Der V6-Sauger ist in Kombination mit der zappeligen Achtstufenautomatik weder spritzig noch komfortabel, dafür ruppig. Für ausreichend Schub muss er hoch drehen, und dann wird er durstig, also insgesamt nicht empfehlenswert."

2021 urteilte der ehemalige AUTO BILD-Kollege Hauke Schrieber über den Innenraum: "Die Materialauswahl ist nicht auf allzu hohem Niveau, aber irgendwoher muss der Preis ja kommen. Das Cockpit ist VW-routiniert und stellt keine Fragen."
Bild: HCB Hemy Cars & Bikes GmbH
Gut, dass der hier angebotene VW Atlas Cross Sport aus dem Baujahr 2020 mit dem Vierzylinder-Turbo ausgestattet ist. Im Inserat ist die Leistung fälschlicherweise mit 252 PS angegeben, doch der kleine Vierzylinder dürfte in Kombination mit Allrad und Automatik deutlich besser in den deutschen Straßenverkehr passen.
Auf den Inseratsfotos ist zu erkennen, dass der Atlas Cross Sport einen Kilometer-Tacho hat, vermutlich handelt es sich um ein kanadisches Modell. Seit Erstzulassung im März 2020 wurde das SUV-Coupé gerade mal 15.315 Kilometer gefahren. Das erklärt auch den auf den ersten Blick hervorragenden Zustand. Weder außen noch innen sind Beschädigungen zu erkennen. In der Ausstattungslinie "SE R-Line" sind zudem zahlreiche Features serienmäßig an Bord. Zu den nennenswerten Ausstattungs-Highlights zählen unter anderem Leder, LED-Scheinwerfer, Zweizonen-Klimaautomatik, Sitzheizung, Einparkhilfe mit Rückfahrkamera, Apple CarPlay und Android Auto sowie eine elektrische Heckklappe.
Der gebrauchte Atlas ist nicht billig
Kosten soll der VW Atlas Cross Sport 37.999 Euro, womit er nicht gerade ein Schnäppchen ist. Für diesen Preis gibt es hierzulande auch einen gepflegten Tiguan Allspace, und auch ein brandneuer VW Tayron kostet in der Basisausstattung "Life" nur rund 7500 Euro mehr (ab 45.475 Euro). Aber die haben auch keinen Exoten-Status in Deutschland.
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