Ein ferngesteuertes Modellauto steht auch dieses Jahr sicherlich unter so manchem Weihnachtsbaum. Nicht aber bei Thomas Wellner. Der deutsche Youtuber dachte größer, viel größer – und baute seinen Golf 5 Variant zum ferngesteuerten Auto um!
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Auf seinem Kanal "Tomary" zeigte der 24-jährige – der als Kind übrigens nie ein ferngesteuertes Auto besaß – bislang etwa, wie man sich Motorschuhe baut oder ein Windrad aufs Autodach setzt, das beim Bremsen Energie erzeugt. Jetzt läuft also auch die Golf-"Operation" im Programm.
So lief der Umbau: Als Erstes kümmert Wellner sich um die Lenkung. Dazu dient ihm ein kreisrundes, mit Löchern gespicktes Brett, das er mit Kabelbindern am Lenkrad befestigt. In der Mitte des Bretts sitzt eine Riemenscheibe, die per Zahnriemen mit einem auf dem Fahrersitz befestigten E-Motor verbunden wird.
Ein kreisrundes, mit Löchern gespicktes Brett, wurde mit Kabelbindern am Lenkrad befestigt.

Als Nächstes sind Gas und Bremse dran (der Golf von Wellner ist ein Automatik-Modell). Um die betätigen zu können, verschraubt er zwei E-Motoren auf einem Brett im Fahrerfußraum, die jeweils über eine Metallstange auf die Pedale wirken. Das Brett beschwert er mit einem Amboss, damit es nicht verrutscht.
Ein Amboss dient zur Beschwerung der Fernsteuerungstechnik.
Zur Befestigung der Elektronik dienen Teile aus dem 3D-Drucker. Die Fernbedienung stammt von einem Modellflugzeug, deren Funktionen sich individuell belegen lassen.
Die Fernbedienung stammt von einem Modellflugzeug.

Als alles soweit funktionstüchtig scheint, wagt Wellner sich mit seinem Golf auf den gut vier Kilometer langen Salzburgring. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten – die Bremsleistung reicht anfangs nicht aus, um den Kombi vor dem Losrollen zu sichern – gelingt es tatsächlich, das Auto über die Rennstrecke zu steuern. 
Zwar nicht ganz sauber, da der Golf etwas träge auf Fahrtrichtungsänderungen reagiert und so das eine oder andere Mal im Gras neben der Strecke landet, aber ohne dabei zu crashen!
Echte ferngesteuerte Autos hatten auch schon einmal einen Auftritt in einer Top-Gear-Folge, wo sich das britische Moderatoren-Trio gegenseitig auf einem matschigen Sandplatz durch die Gegend fuhr. Unter Youtubern ist so ein Projekt bislang scheinbar einzigartig.

Von

Jonas Uhlig