Erstmals bringt VW den Golf GTD auch als Variant. Sein Selbstverständnis: Sportlicher Dauerläufer statt Sprinter mit Schnappatmung. Ist der Variant sogar besser? Fahrbericht!
Christopher Clausen
Der verchromte Doppelauspuff weist auf die stärkste Motorisierung hin. Ansonsten zurückhaltendes Heck.
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Ein rassiger Sportwagen, das will der Golf GTD Variant gar nicht sein. Kein Sportler, dem nach dem schnellen Sprint umso schneller die Puste ausgeht, sondern ein Dauerläufer: Mit einer Balance aus Kraft und Kondition. Und als Variant eben der Familienbegleiter für sportliche Fahrer samt Kind und Kegel, die Platz brauchen und zumindest beim Verbrauch aufs Geld achten.
Der Großraumdiesel mit Sportfahrwerk liegt im Vergleich zum Standard-Golf 15 Millimeter näher am Asphalt, hat breitere Front- und Heckschürzen und ein Doppelendrohr. In Anlehnung an die GT-Modelle hat auch der GTD Variant die gewohnten Karo-Sitze, die kräftig Seitenhalt bieten, etwas beleibtere Fahrer und Beifahrer aber einengen könnten. Weniger eng ist der Kofferraum, der mit 1620 Litern ordentlich Gepäck fasst.
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Sechs starke Diesel im Vergleich
Der GTD trägt das typische Karomuster auf den Sitzbezügen.
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Wie der herkömmliche GTD hat auch der Variant den 184 PS starken Zweiliter-Turbodiesel unter der Haube (kennen wir auch aus dem Skoda Octavia RS und Seat Leon ST). Dank 380 Nm Drehmoment zwischen 1750 und 3250 Touren zieht der Variant kräftig nach vorne, ist in seiner Brachialität und seiner Spritzigkeit aber um Längen entfernt von seinem benzingetriebenen Bruder Golf R Variant, der mit 300 PS ans Werk geht. Auf der Autobahn ist der GTD dafür ein guter Begleiter, obwohl das optionale DSG eine kleine Gedenksekunde braucht, bevor es dann ruckelfrei herunter- und wieder hochschaltet. Mit dem sechsstufigen Schaltgetriebe lässt sich der GTD dafür sehr schaltfaul fahren. In Verbindung mit den optionalen Fahrmodi spricht die progressive Lenkung im Sport-Modus knackig an und gibt die Bewegungen direkt an die serienmäßigen 17-Zoll-Felgen mit 225er Reifen. Schadet das Plus an Heck der Fahrdynamik? Nein. Andersherum tun die gut 70 Kilo Mehrgewicht auf der Hinterachse der Stabilität gut. Und der Maximalgeschwindigkeit. Die liegt bei 231 km/h (mit DSG 229 km/h, je ein km/h mehr als beim herkömmlichen GTD), den Sprint meistert der Sportkombi mit Vorderradantrieb laut Datenblatt in 7,9 Sekunden. Das sind wiederum 0,4 Sekunden mehr als bei der Limousine Und wer es extra sportlich braucht, kann das ESP per Knopfdruck in einen Sportmodus versetzen, das elektronische Differenzial XDS+ bremst in Kurven die Innenliegenden Räder aus, um die Traktion zu erhöhen.
Große Klappe: Wie der normale Variant hat auch die sportliche Diesel-Version 1620 Liter Laderaumvolumen.
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Beim Klang allerdings besteht Nachholbedarf – zumindest, wenn man auf Sound steht. Anders als sein Bruder GTD hat der Variant nämlich keinen sogenannten Sound-Aktor, der den Klang der Auspuffanlage via Lautsprecher in den Innenraum trägt. Der Diesel brabbelt also leise, bei niedrigtouriger Fahrweise grummelig, aber weitgehend unauffällig. Schade einerseits, für schnell gefahrene Langstrecken aber auch angenehm. Was auch für den GTD spricht: 4,4 Liter Verbrauch auf dem Prüfstand, je nach Fahrweise dürften in der Praxis durchschnittlich rund sechs Liter auf dem Bordcomputer stehen. Spätere Tests auf unserer genormten Verbrauchsrunde dürften genauere Werte ergeben. Bei 30.275 Euro geht der sportliche Dieselspaß los – inklusive Sportsitzen, Bi-Xenon, Radio, Klimaautomatik.Technische Daten: 2.0-Liter TDI, 135 kW/184 PS. Manuelles 6-Ganggetriebe, optional DSG. Maximales Drehmoment 380 Nm bei 1750 bis 3250 U/min. 0-100 km/h in 7,9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 231 km/h (mit DSG: 229 km/h). Verbrauch: 4,4 Liter/100 km (DSG: 4,8 Liter). CO2-Ausstoß: 115 g/km (DSG: 125 g/km). Preis: ab 30.275 Euro (ohne DSG, mit DSG 32.225 Euro).
Fazit
von
Christopher Clausen
Wenn Golf GTD, dann den Variant. Denn der fährt sich nicht anders als sein kleinerer Bruder, bietet aber deutlich mehr Platz. Auch wenn es ein bisschen am sportlichen Sound fehlt: Der GTD Variant ist ein flotter Alltagsbegleiter fernab von Eitelkeiten.
Sechs starke Diesel im Vergleich
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Von ihrer Power träumen alle Dieselfahrer, vom Verbrauch die GTI-Piloten, von den Preisen eigentlich niemand: Opel Astra, Seat Leon, Volvo V40, Mercedes A-Klasse, VW Golf und BMW 1er (von links) treten mit starken Selbstzündern zum Vergleich an. Kaufberatung Kompaktwagen mit starkem Diesel
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Biturbo steht groß und stolz am Heck: Mit 195 PS liegt Opels neuer Top-Diesel in diesem Feld vorn. Endlich Frischblut für den müden Astra! Der Zweiliter im Bug dreht munter hoch, mit einem Extra-Kick bei 4500 Touren ...
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... schafft er immerhin 233 km/h Spitze. Aber zwischen Brennkammer und Breitreifen verfliegt der ganze schöne Dampf, auf der Straße kommt wenig an, ...
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... denn sowohl beim Sprint (8,9 Sekunden, klar schlechter als Werksangabe) als auch auf der Sparrunde (5,0 Liter) fährt der Doppellader hinterher. Die Ursache? Wohl wieder mal das Übergewicht des Opel (1595 Kilo).
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Und die miese Laufkultur ist keine Diesel-Folklore, sondern einfach nur störend. Der ist ja nicht besser als die Vorgänger! Blutdoping misslungen, da müssen die Motoren-Entwickler in Rüsselsheim noch mal ran.
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Biturbo steht auch für Opels neue Top-Linie. Die bringt wenig Neues (Seitenschweller, Alupedale), gleichzeitig wird Nützliches wie Assistenzpaket oder Fahrradträger nicht angeboten.
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Immerhin verwöhnen die Komfortsitze ähnlich wie die vielgerühmten AGR-Rückenschoner.
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Der Astra liegt satt und hat reichlich Grip für die 400 Newtonmeter – sein ESP muss später eingreifen als bei der Konkurrenz. Doch Sportfahrwerk und 18-Zoll-Räder ...
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... knabbern am Komfort der variablen Dämpferverstellung FlexRide (990 Euro). Selbst auf Softie-Position "Tour" holpert der Opel über Flickenteppiche.
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Schade, denn Astra-Schwächen wie enger Fond, kleiner Kofferraum (370 bis 1235 Liter) und überladene Mittelkonsole stören auch im Biturbo.
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Platz sechs mit 453 von 700 Punkten: Der neue Biturbo enttäuscht: rau, durstig und müder als versprochen. Der Opel Astra 2.0 CDTI (ab 31.580 Euro) ist schwer, nimmt Kurven aber sicher.
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Der V40 sticht heraus: technisch mit fünf Töpfen, akustisch mit seiner rauchigen Stimme, die nach mehr Hubraum klingt. Passende Begleitmusik für den V40, ...
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... der gern der feinere, andere Kompakte wäre. Sein Design jedenfalls stellt Optik wie die lange Haube, schräge Frontscheibe und hohes Heck ...
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... über Nutzwerte wie Platz (Kofferraum: 335 bis 1032 Liter) oder gute Sicht – beides keine Stärken des V40. Da wir gerade beim Mosern sind: Auch den unpraktisch großen Wendekreis (12,4 Meter) ...
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... oder die Bedienlogik haben die Schweden schon mal besser hinbekommen.
Bild: Christian Bittmann
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Und die sportlich straffe Federung passt nicht zu diesem soliden, sicheren Komfort-Kokon (sogar mit Außen-Airbag!), ...
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... der in besseren Momenten wirkt, als hätte Volvo seine großen Modelle auf Kompaktformat geschrumpft. Da verwöhnen ausladende Polster, ...
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... es knistert nichts – und wenn, glaubt man, das Kaminfeuer sei an. Falscher Alarm, der Tacho arbeitet nur gerade im roten Sportmodus.
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Der Diesel (177 PS, 400 Nm) gefällt mit seinem quicklebendigen Hochdrehen, da verzeiht man gern das fühlbare Turboloch unter 2000 Touren – doch Opel und Mercedes sind da besser.
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Beim Verbrauch fordert der Fünfzylinder einen Zuschlag. Mehr innere Reibung passt nicht zum Spar-Anspruch – Minimalverbrauch: 4,8 Liter, ...
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... und dabei gehört der schicke Schwede mit 8,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und 220 km/h Spitze eher zu den langsamen Testkandidaten.
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Eine Überraschung gibt es dafür beim Preis, denn ab 32.840 Euro steht der V40 Summum schon mit komfortabler Top-Einrichtung da: Lederpolster und elektrische Sitzverstellung gehören ebenso dazu wie Regensensor oder Frontscheibenheizung. Ja, hier sticht der V40 wirklich heraus.
Bild: Toni Bader
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Platz fünf mit 471 von 700 Punkten: Der Volvo V40 D4 ist ein unpraktischer Exot mit rauchigem Fünfzylinder und Luxus-Ausstattung. Leider eng – und dynamisch keine Leuchte.
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Die Mercedes A-Klasse ist ein extremer Typ. Extrem eng hinten, extrem straff, extrem teuer. So weit die wichtigsten Nachteile.
Bild: Bader
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Dummerweise ist der A 220 CDI auch nur mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zu haben, dessen Wählhebel sich hinter dem Lenkrad befindet – nicht gerade sportlich.
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Der größte Motor im Feld (2143 cm³) klingt, als rufe jemand von hinten: "Zum Hauptbahnhof, bitte!" Dabei muss sich der Selbstzünder (170 PS, 350 PS) aus der C-Klasse nicht verstecken, ...
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... mit seinem Temperament macht er Freude. Beim Sprint von null auf 100 km/h (7,6 s) nimmt er sogar dem GTD ein Zehntel ab. Maximal sind 220 km/h drin.
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Spartalent hat er auch. Unterstützt vom Getriebe, das immer im Ecomodus startet und schnell in die hohen Gänge schaltet, ...
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... kommt der CDI auf der Sparrunde mit 4,6 Litern aus. Allerdings macht der Antrieb mit langen Schaltpausen nur Phlegmatiker froh, erst der S-Modus (S wie Sport) weckt ihn wieder.
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Gelernt hat Mercedes beim harten Fahrwerk, ab September 2013 gibt es die sanftere Feder-Dämpfer-Abstimmung des CLA. Die passt besser zum typischen Mercedes-Gefühl, ...
Bild: Bader
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... das sich im A 220 breitmacht: Schalter, Lüftungsringe, Sitzverstellung, sogar der Schlüssel wollen eine Brücke zu den Nobellimousinen schlagen.
Bild: Bader
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Das erledigt im Zweifel aber auch der ernüchternde Preis von 34.094 Euro, bei dem immerhin Tempomat, 17-Zoll-Räder und Freisprecheinrichtung serienmäßig sind. Macht 5950 Euro Aufpreis zum kleinen A 200 CDI – was wiederum so extrem klingt, als wolle Mercedes den 220er gar nicht verkaufen.
Bild: Bader
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Platz vier mit 472 von 700 Punkten: Sparsam und knurrig. Zu straff gefedert, komfortable Automatik. Teuer, dafür sicher. Der Mercedes A-Klasse fehlt als 220 CDI die Rundum-Reife.
Bild: Bader
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Mit einem sparsamen Motor und kleinen Rädern fährt der BMW 1er nach vorn. Der Spaß hat allerdings wie bei Mercedes seinen Preis.
Bild: Bader
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Geht es um Leistung, lassen sich die Münchner selten lumpen. Der Zweiliter-Diesel schafft als Biturbo 218 PS, derzeit Klassen-Rekord. Zum Test tritt er mit nur einem Lader und 184 PS an. Anfangs ein rauer Bursche, ...
Bild: Bader
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... dessen ungehobeltes Nageln im Stadtverkehr gar nicht zum Premium-Anspruch des 120d passt. Erst jenseits von Tempo 100, das der Sprintsieger 1er in 7,1 Sekunden erreicht, legt sich das Knurren, und der BMW gibt den Komfort-Sportler.
Bild: Bader
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Seine Achtstufenautomatik reicht die passende Fahrstufe schon an, wenn der Fahrer nur "Schalten!" denkt – sanfter und sicherer als jeder Rivale mit Doppelkupplung.
Bild: Roman Raetzke
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BMW hat das Testauto klug aufgerüscht, das adaptive Fahrwerk (1100 Euro extra) lässt sich am Fahrerlebnisschalter breitbandig verstellen, ...
Bild: Sven Krieger
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... bei "Sport" gibt es härtere Dämpfer, wacheres Gas und höheres Ausdrehen, "Komfort" bringt – Komfort. Mehr als im Golf, ...
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... auch weil die 16-Zoll-Räder des Bayern sanfter und leiser abrollen. Angenehm, ...
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... da der BMW doch sonst seine Sportgene betont. Der Fond ist eng, die Sicht nach schräg hinten mäßig.
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Verarbeitung und Materialien am Arbeitsplatz des 1er kommen nicht an den Golf heran. Das Sportlenkrad kostet 450 Euro extra.
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Der einzige Hecktriebler hier bietet eine feine Lenkung, die in den Fingern kribbelt. Ohne Antriebseinflüsse – das weiß man in diesem Kraftpaket beim Beschleunigen aus engen Kurven zu schätzen. Der Diesel kann nicht nur powern (234 km/h Spitze), ...
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... sondern auch knausern: nur 4,3 Liter auf der Sparrunde.
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An der Spitze liegen auch die Preise, 34.990 Euro sind ein stolzer Kurs für den 120d-Testwagen, dessen Grundpreis mit 29.400 Euro deutlich darunter liegt. Dabei lässt sich BMW die Euro-6-Tauglichkeit mit 1190 Euro extrateuer bezahlen. Das erledigen Mercedes und VW umsonst!
Bild: Bader
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Platz drei mit 487 von 700 Punkten: Im zweiten Anlauf zeigt der 1er (120d) die nötige Reife: komfortabel, agil, sparsam. Im Antrieb mit Automatik dem Golf überlegen.
Bild: Bader
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Endlich putzt VW seine spanische Tochter heraus. Der Leon ist ein ansehnlicher Kompakter geworden, mit klaren Kanten, ...
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... eigenständigem Gesicht (diese LED-Augen! – für 990 Euro extra) und fast vollständiger Golf-DNA.
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Es gibt reichlich Platz selbst hinten, gute Sitze und den Beweis, dass ohne die vorderen Dreieckfenster wie am VW die Rundumsicht noch besser wird.
Bild: Christian Bittmann
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Die 17-Zoll-Räder zeigen, wie Seat aus der GTD-Basis eine attraktive Essenz aufkocht. Auch ohne Verstellfahrwerk bietet der FR bei sportlicher Grundtendenz genug Restkomfort, ...
Bild: Bader
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... Lenkung und Gas lassen sich auf Knopfdruck anschärfen oder alltagsgerecht zähmen.
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Den bärigen Diesel (184 PS, 380 Nm) samt Start-Stopp-System und feiner Sechsgangschaltung gibt’s fast unverändert aus dem VW-Regal.
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Umso überraschender, dass der Leon FR sowohl beim Extremsparen als auch im Testverbrauch 0,5 Liter weniger schluckt als der Golf – das wird Wolfsburg gar nicht gefallen, ...
Bild: Bader
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... aber immerhin hält der kompakte Spanier beim Prestigesprint von 0 auf Tempo 100 (8,1 s) einen kleinen Respektabstand zu seinem deutschen Genspender.
Bild: Bader
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Dem Leon fehlen im Vergleich zum Golf die elektronische Differenzialsperre, der Soundgenerator, das große Acht-Zoll-Display, der verstellbare Ladeboden, die größeren GTD-Sitze und weitere Kleinigkeiten, ...
Bild: Bader
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... nur machen diese Dinge den Kohl nicht fett – wohl aber den Golf GTD. Um 49 Kilo oder 3490 Euro. So steht der Seat für 27.110 Euro als das sportliche Schnäppchen unter den Power-Dieseln da. Wer Dynamik und Sparsamkeit will, dabei auf das letzte Quäntchen Komfort verzichten kann, fährt Leon FR.
Bild: Bader
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Platz zwei mit 508 von 700 Punkten: Es soll kein Golf sein? Hier ist VW-Technik im Designer-Look zum Sparpreis: Der Seat Leon 2.0 TDI FR ist agil, sparsam und sehr nahe am Original.
Bild: Bader
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Viele kleine Qualitäten machen den VW Golf GTD aus. Er übertreibt nur bei seinen Extras, ...
Bild: Bader
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... so erzeugt er zum Beispiel beim Gasgeben im Endtopf einen Extra-Sound, der ernster, angriffslustiger klingt. Solche Fisimatenten im Sportpaket für 955 Euro Aufpreis hat der Klassenprimus gar nicht nötig, weil er mit einem Strauß breiter Qualitäten besticht.
Bild: Bader
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Zunächst ist er (mit Zwilling Seat) der einzige Vollwert-Viersitzer mit dem meisten Platz, ...
Bild: Bader
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... dem größten, variablen Kofferraum (380 bis 1270 Liter) ...
Bild: Bader
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... und einfacher Bedienung. Man steigt ein und stellt erfreut fest: Alle Knöpfe und Griffe sind dort angebracht, wo sie intuitiv hingehören. Dieses Auto ist über die Jahre gereift.
Bild: Angelika Emmerling
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Die Vorzüge lassen sich mit Fingern greifen: an breiten, vielfach verstellbaren Sitzen oder der Verarbeitung, die fast Audi-Qualität erreicht.
Bild: Hersteller
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Zudem langen die Wolfsburger tief in die Trickkiste und werten das dynamische Können des Golf mit Extras wie Verstellfahrwerk DCC (1000 Euro) oder 18-Zoll-Rädern auf.
Bild: Bader
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Halt, damit bereitet sich VW selbst Probleme, denn die optisch leckere Kombination vermiest den Abrollkomfort. Der GTD federt nicht so souverän wie seine bürgerlichen Brüder oder der BMW, ...
Bild: Bader
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... auch bei Beschleunigung (7,7 s) oder Testverbrauch (5,5 l/100 km) ...
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... kann der neue 184-PS-Diesel mal nicht den gewohnten Platz an der Sonne einnehmen. Aber das bleibt Mäkelei im Detail, ...
Bild: Angelika Emmerling
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... was dem runden Gesamtpaket von VW keinen Abbruch tut. Das sollte die 30.600 Euro Grundpreis wert sein, würde nicht der leicht abgespeckte, günstigere Seat das Fragezeichen setzen.
Bild: Bader
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Platz eins mit 515 von 700 Punkten: Der Champion gewinnt mit dem überlegenen Auto – geräumig, sicher, ausgewogen. Der starke Diesel des Golf GTD ist gut, der Preis hoch.
Bild: Bader
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Das Fazit von AUTO BILD-Redakteur Joachim Staat: "Faszinierend, die Bandbreite dieser Top-Diesel: supersparsam, rasant schnell. VW, Seat und BMW zeigen, dass Europas Antwort auf den Hybridantrieb mehr kann. Im Konzert der besten Kompakten fehlt Mercedes die Erfahrung, ...
Bild: Bader
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... Volvo der Raum und Opel eine Diät. Und die möglichen hohen Autobahn-Tempi werden beim Kauf und Tanken teuer bezahlt. Die kleineren 150-PS-Diesel können kaum weniger."