VW Golf II von Maik Kallenbach
Macht hoch die Tür

In der Youngtimer-Szene wird der Golf II momentan als Geheimtipp gehandelt. Noch gibt es sehr gut erhaltene Exemplare zu überschaubaren Preisen. Doch diese Tatsache ruft auch Freunde extremer Umbauten auf den Plan. Sie sind ebenfalls begeistert von einer rostfreien Substanz, von einem Auto also, das es nicht erst zu restaurieren gilt, bevor man ihm Flügel verleiht!
- Helmut Horn
1999 kaufte sich Maik Kallenbach einen Golf GTI 16V Edition One. 20 Lenze zählte er damals und in diesen jungen Jahren hat man weder Respekt vor dem Alter, noch kommt man auf die Idee, einen gebrauchten VW als technisches Kulturgut zu betrachten. Diesem Umstand ist zu verdanken, dass der Wagen heute ein leuchtendes Beispiel dafür abgibt, was die Generation Golf zu leisten vermag. Vergessen Sie also, was Ihnen das Fernsehen als GTI-Fans präsentierte. Maik Kallenbach ist ein begeisterter Anhänger des VW-Bestsellers, fuhr den Golf aber nur im Sommer – im Winter reifte das Gefährt zum automobilen Juwel.
Der Schrauber kaufte einen VR6-Motor, dessen Hubraum durch Erweiterung der Bohrung und den Einsatz größtmöglicher Kolben auf knapp drei Liter anwuchs. Die Krönung allerdings stellt ein bearbeiteter Spezialzylinderkopf von Schrick dar. Er brachte spezielle Ventile, doppelte Ventilfedern, starre Stößel und Sportnockenwellen mit sich. Dazu gab es einen Fächerkrümmer nebst Gruppe-A-Rohrwerk und -Schalldämpfern. Selbstverständlich wurde das elektronische Motormanagement den neuen Gegebenheiten angepasst, sodass jetzt circa 210 PS auf das von einem Corrado VR6 stammende Fünfganggetriebe einwirken. Selbstredend bedurfte der hochkarätige Antriebsstrang einiger Verankerungen, die beim Golf II ab Werk nicht vorhanden sind.
Der Schrauber kaufte einen VR6-Motor, dessen Hubraum durch Erweiterung der Bohrung und den Einsatz größtmöglicher Kolben auf knapp drei Liter anwuchs. Die Krönung allerdings stellt ein bearbeiteter Spezialzylinderkopf von Schrick dar. Er brachte spezielle Ventile, doppelte Ventilfedern, starre Stößel und Sportnockenwellen mit sich. Dazu gab es einen Fächerkrümmer nebst Gruppe-A-Rohrwerk und -Schalldämpfern. Selbstverständlich wurde das elektronische Motormanagement den neuen Gegebenheiten angepasst, sodass jetzt circa 210 PS auf das von einem Corrado VR6 stammende Fünfganggetriebe einwirken. Selbstredend bedurfte der hochkarätige Antriebsstrang einiger Verankerungen, die beim Golf II ab Werk nicht vorhanden sind.
Raum ist in der kleinsten Hütte: 6 Zylinder im Golf II

An der Hinterachse sind 30 Millimeter starke Spurplatten zwischen Bremsscheiben und Rädern verschraubt. Über der Hinterachse wurden Radläufe vom Golf I verschweißt. Vorn trieb man das Originalblech nach außen. Zudem wurden Audi-Türklinken statt der üblichen Golf-Griffe verbaut, die Regenrinnen beseitigt sowie das Heck von jeglichem "Unrat" befreit.
Die Verbreiterung der Karosserie ließ sich nicht vermeiden

Momentan steht die Installation eines Airride-Fahrwerks und die Umstellung auf 18-Zoll-Räder an. Darüber hinaus ist der Einbau eines Kompressors geplant, mit dem die 300-PS-Marke keine Hürde mehr darstellt. Trotzdem gedenkt der handwerkliche Überflieger Maik Kallenbach auch weiterhin auf dem Boden zu bleiben!
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