VW Golf IV GTI: Tuning von 034Motorsport

VW Golf IV GTI: Tuning von 034Motorsport

Über-Golf mit bis zu 1400 PS

Rennstrecken-Performance mit locker 800 PS, bei Drag-Rennen sind es sogar 1400 PS. Was nach Ferrari oder Bugatti klingt, ist ein wahnsinniger Umbau auf Basis des Golf IV GTI.
Wie Phönix aus der Asche: Tuner 034Motorsport verwandelt den unspektakulĂ€ren VW Golf IV GTI in einen wahren Spitzensportler und beweist damit eindrucksvoll, was mit dem biederen Kompakten leistungstechnisch möglich ist. Etwa 60.000 US-Dollar kostete die mehr als Vervierfachung der Serienleistung des GTI auf unfassbare 800 PS. Aber warum gerade ein GTI als Basis? Die Amis brauchten ein ausgewogenes Auto mit ausreichend Platz fĂŒr einen großen Motor. Aber von Anfang an war klar: Die Zeiten des Frontkraxlers und 1.8-Turbos sind vorbei, stattdessen sind Mittelmotor und Heckantrieb angesagt.

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Basis der brachialen Leistung ist ein 2,7-Liter-V6-Turbo aus dem 2001er Audi S4. Um aber die 800 PS ĂŒberhaupt möglich zu machen, war noch einige Arbeit notwendig: So wurde der Hubraum auf drei Liter vergrĂ¶ĂŸtert. Und das war erst der Anfang des Liedes der Vernichtung, das dieser Über-Golf jetzt aus seinen fetten Auspuffrohren spielt. Der Motor wurde nach allen Regeln der Kunst aufgebaut: neue Pleuel, neue Lager, bessere Ventile aus dem Motorsport und ein AnsaugkrĂŒmmer vom RS4. Auch das LadeluftkĂŒhler-System wurde aufgerĂŒstet. Beim Turbo ging 034Motorsport einen ganz eigenen Weg und entschied sich, nur einen zu verbauen – dafĂŒr aber in zwei Varianten. Je nach Einsatz kommt der kleinere Turbo Precision GT35R fĂŒr eine Leistung von bis zu 800 PS oder der grĂ¶ĂŸere Garrett GT45R fĂŒr unvorstellbare 1400 PS zum Einsatz.

VW Golf IV GTI: Tuning von 034Motorsport

Aber was nĂŒtzt die grĂ¶ĂŸte Motorleistung ohne entsprechendes Getriebe? Also griffen die Tuner aus Fremont bei San Francisco nicht auf Standards zurĂŒck, sondern konstruierten auf Basis des 6-Gang-Getriebe eines Audi 100 ein eigenes. Das wurde komplett ĂŒberholt und per Carbon-Bauweise fĂŒr den Rennsport optimiert, dazu gab's Porsche Boxster-SchaltzĂŒge und -Gangschaltung. Porsche war auch Teilespender beim Antrieb: Eine komplette Hinterachse des Porsche 996 Turbo sitzt unter dem Heck, in dem auch der V6 sein neues Zuhause fand. Die Kraft ĂŒbertragen 18-Zöller auf 996-Turbo-Felgen, unter denen – man ahnt es schon – Porsche-Bremsen den nötigen Platz fanden. Rennsport-BremsbelĂ€ge rundum und Bremsleitungen aus Edelstahl sorgen fĂŒr maximale Verzögerung.

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"Maximal" sind auch die Reifen: wahnsinnige 325er hinten und 255er vorne. Klar, dass diese RĂ€der nicht einfach so unter die KotflĂŒgel des Golfs passen. Um den elf Zoll breiten RĂ€dern ausreichend Raum zu geben, mussten die RadhĂ€user deutlich wachsen. Die StoßfĂ€nger vom VW R32 wurden der massiven Verbreiterung in Serienoptik angepasst, dazu gab's noch Votex Seitenschweller. Damit der Golf nicht bei der ersten Belastungsprobe wie ein Kartenhaus in sich zusammenfĂ€llt, waren aber noch weitere umfangreiche Eingriffe in der Karosserie notwendig. So verschweißten die Jungs von 034Motorsport in die hintere Bodengruppe einen röhrenförmigen Hilfsrahmen. Damit wĂ€re das 800-PS-Monster fĂŒr die Rennstrecke gerĂŒstet.

Die irrsten Golf-Umbauten

Autor: Alexander Koch

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