VW New Beetle RSi versteigert
Dieser New Beetle auf Steroiden kostet so viel wie ein Porsche 911

Nur 250 Exemplare wurden vom VW New Beetle RSi gebaut. Die Nummer 176 hat jetzt in den USA einen neuen Besitzer gefunden. Dieser zahlte für den Wolfsburger eine satte Summe.
Bild: Bring a Trailer
Der VW Käfer formte die Marke Volkswagen, die Neuauflage unter dem Namen New Beetle konnte aber nie an den Hype des Urmodells anknüpfen. Etwas anders dürfte sich das beim New Beetle RSi verhalten – eine Sonderedition, die aus dem runden Kompaktwagen einen waschechten Sportler machte.
Nur 250 Stück wurden vom New Beetle RSi gebaut, die Nummer 176 wurde jetzt über Bring a Trailer für eine enorme Summe versteigert. Der neue Besitzer darf sich über einen VW mit echter Motorsporthistorie freuen.
Die Idee zum RSi entstand aus einer Rennserie
Der RSi stammt aus einer Zeit, in der VW noch viel Geld für ein Sondermodell in die Hand nahm. Ende der 1990er Jahre gab es den "New Beetle Cup" – eine Rennserie, in der nur New Beetles in Tourenwagenform unterwegs waren. Bei den Wolfsburgern entstand die Idee, die "Rennkäfer" als Straßenautos herauszubringen – der New Beetle RSi war geboren.
2001 wurde der streng limitierte Kompaktsportler vorgestellt. Unter der Haube sitzt ein 3,2-Liter-VR6-Motor – eines der außergewöhnlichsten Aggregate, das jemals in Niedersachsen entwickelt wurde. Später fand dieser Motor seinen Weg unter anderem auch in den legendären Golf 4 R32.

Der im New Beetle RSi verbaute 3,2-Liter-VR6-Motor sorgt auch heute noch für Begeisterung bei Autoenthusiasten.
Bild: Bring a Trailer
Legendärer Motor mit 224 PS
Im New Beetle RSi liefert der Sechszylinder 224 PS und 320 Nm. Während es den Basis-Beetle nur als Fronttriebler gab, verfügt die RSi-Version über einen Allradantrieb mit Haldex-Kupplung.
Das Außenkleid ist praktisch identisch mit der Cup-Version. Verbreiterte Kotflügel und Schürzen sowie ein großer Heckflügel machen deutlich, dass dieser New Beetle nicht von der Stange ist.

Durch die verbreiterte Karosserie und den großen Heckflügel sieht der RSi aus wie ein Cup-Auto mit Straßenzulassung.
Bild: Bring a Trailer
Auch im Innenraum wurde der kleine Wolfsburger auf Motorsport getrimmt. Carbon-Einsätze in den Türtafeln sollen das Gewicht reduzieren. Obendrauf gibt es Recaro-Ledersportsitze in Orange, Pedale aus Aluminium und einen Sportschaltknauf mit dem sich durch die sechs Gänge wechseln lässt.

Neben den Carbon-Einsätzen sind die Recaro-Sportsitze charakteristisch für den RSi.
Bild: Bring a Trailer
Von Japan über Deutschland in die USA
Die Nummer 176 blickt auf eine bewegte Historie zurück: Erstmals zugelassen wurde der sportliche New Beetle 2001 in Japan. Später ging er zurück in seine Heimat Deutschland und war Teil einer privaten Autosammlung, ehe er jetzt bei einer Auktion in Miami unter den Hammer kam.

Neben dem Handbremshebel ist die Modellnummer 176 von 250 eingraviert.
Bild: Bring a Trailer
Satte 158.000 US-Dollar legte der neue Besitzer für den RSi auf den Tisch. Umgerechnet sind das rund 145.000 Euro – für diese Summe bekommt man hierzulande auch einen neuen Porsche 911 Carrera.
New Beetle RSi in den USA durch Import-Regel noch gefragter
Als der New Beetle RSi vor rund 25 Jahren auf den Markt kam, kostete er 135.950 DM. Da das Auto streng limitiert war, findet man den kleinen Wolfsburger heute nur äußerst selten auf dem Gebrauchtwagenmarkt.
In den USA ist er umso begehrter, da das Sondermodell dort nie offiziell verkauft wurde. Eine Regel in den Vereinigten Staaten erlaubt den Import ausländischer Fahrzeuge, die sich keinen aufwendigen US-Sicherheits- und Abgastests unterzogen haben, erst, sobald diese 25 Jahre alt sind. Deshalb konnte der New Beetle RSi erst 2026 nach Amerika importiert werden – und ist aufgrund seiner Rarität auch so teuer.
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