VW Passat 1.9 TDI 4motion von Seikel

Mehr Luft unter dem VW-Bauch

VW-Spezialist Seikel verhilft dem Allrad-Passat zu satten 55 mm mehr Bodenfreiheit. Das reicht fĂŒr fiese Waldwege.

LĂ€ngere Federn, neue StoßdĂ€mpfer

Bis vor einigen Jahren gab es bei VW ab Werk das Schlechtwege-Paket. Das brachte ein paar Zentimeter mehr Bodenfreiheit. Gut fĂŒr JĂ€ger, Almwirte und Förster, die den Komfort und die UnauffĂ€lligkeit eines Golf oder Passat schĂ€tzten, aber mehr Luft unter dem Bauch im GelĂ€nde brauchten. Dieses Paket gibt es nicht mehr. Ersatz bietet Peter Seikel, seit Jahrzehnten ein rĂŒhriger VW-Kenner. Er liftet auf Wunsch ab sofort nicht nur VW Busse, sondern auch den Passat 4motion. Mit einem sorgfĂ€ltig abgestimmten Fahrwerkskit wĂ€chst die Bodenfreiheit um insgesamt 55 auf 205 Millimeter.

Mehr bietet auch mancher ernsthafte GelĂ€ndewagen wie der aktuelle Toyota LandCruiser nicht. Mit vier lĂ€ngeren Federn und vier neuen StoßdĂ€mpfern bringt Seikel in Freigericht (Telefon 06055/ 8 20 72) die Passat-Karosserie 35 Millimeter in die Höhe. Das schafft in den RadhĂ€usern zudem Platz fĂŒr grĂ¶ĂŸere RĂ€der. Auf den VW-Serienfelgen montieren die Hessen die Dimension 205/70 R 15, was gegenĂŒber den Serienreifen weitere 20 Millimeter Bodenfreiheit einbringt. Diese ReifengrĂ¶ĂŸe hat außerdem den Vorteil, dass es hier auch recht gelĂ€ndetaugliche Profile gibt.

Lohnende Investition fĂŒr Passat-Fans

Der Test-Passat war mit Yokohama Geolandar A/T ausgerĂŒstet. Eine gute Wahl: noch akzeptabel auf der Straße und mit ausreichend Grip auf verschlammten Waldwegen. Was der Seikel-Passat hier kann, verblĂŒfft auch Kenner. Mit den griffigen Reifen und dem wirksamen 4motion-Allradsystem mit zusĂ€tzlicher Antriebsschlupfregelung erklimmt der unauffĂ€llige Passat TDI Steigungen, die ihm kaum jemand zutraut. Das Ende ist erst erreicht, wenn die Motordrehzahl in den Bereich des Turbolochs abfĂ€llt. Dann ist schlagartig Schluss mit dem Vortrieb.

Der erste Gang ist zu lang. Die wesentlich grĂ¶ĂŸere Bodenfreiheit nimmt endlich auch ausgefahrenen Waldwegen ihren Schrecken. Man sitzt nur noch ganz selten auf. Gegen Blessuren an der Unterseite bei ĂŒbertriebenem Einsatz hilft ein vorderer Aggregateschutz (230 Euro) und der hintere Differenzialschutz (100 Euro). Das Fahrwerk selbst kostet mit Einbau 1499 Euro, die Yokohama-Reifen 441 Euro, die Eintragung mit Tachoangleichung insgesamt 551 Euro. Eine lohnende Investition fĂŒr Passat-Fans.
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