VW Passat R-Line im Test

VW Passat R-Line im Test

VW Passat R-Line (2019): Test, Motor, Preis

So sportlich ist der Passat R-Line

Zum Facelift wird der VW Passat edel und sportlich: In der R-Line Edition ist er
grau – aber keine graue Maus. Der erste Test!
Das Facelift im Schnelldurchlauf: Der VW Passat hat ab September 2019 serienmäßig LED-Licht an Bord, optional gibt's Matrix-LED mit 44 LED-Zellen. Hinten trägt er seinen Namenszug unterm VW-Emblem. Die Rückleuchten haben eine neue Grafik, gegen Aufpreis rennt das Blinklicht so wie bei Audi. Innen hat VW die Analoguhr rausgeworfen – "zu altmodisch". Stattdessen gibt's jetzt MIB 3 (Modularer Infotainment Baukasten). Das heißt: Künftig fährt immer eine SIM-Karte mit, der Passat zieht seine Navi-Updates automatisch. Somit wäre alles gesagt.

Die Passat-Sonderserie gibt es als Benziner oder Diesel

Limitiert: Von der R-Line Edition wird es nur 2000 Sück geben. Sie kommt zum Passat-Facelift auf den Markt.

Dass der Text hier noch nicht zu Ende ist, liegt an Keno Mennebäck. Keno ist Maschinenbau-Ingenieur, arbeitet im VW-Werk Emden, also da, wo auch der Passat vom Band rollt. Vor ein paar Monaten hatte er den Auftrag für eine Kleinserie: "Im Herbst kommt der Facelift-Passat", sagte ihm der Chef, "sieh mal zu, dass du eine Lecker-Variante baust, so als kleine Fingerübung." Machte er natürlich, und sein Auto wird gebaut. Lack "Mondsteingrau", Dach schwarz; Grill, Lufteinlässe, Dachreling und alles, wo sonst Chrom glänzt, auch. Sogar die 19-Zöller mit 235er-Reifen glitzern in Schwarz. Die R-Line Edition ist eine auf 2000 Exemplare limitierte Sonderserie. Wenn der Passat im September in die Showrooms fährt, gibt es ihn als Benziner 2.0 TSI mit 272 PS und als 2.0 TDI mit 240 Diesel-Pferdchen. Immer mit Allrad, immer mit Siebengang-DSG.

Bei den Fahrleistungen gibt sich der VW sportlich

Geht richtig gut: In 6,1 Sekunden ist der R-Line Edition mit dem TDI auf Tempo 100. Vmax: 247 km/h.

Sie wissen ja: Der Passat ist Deutschlands Dienstwagen Nummer eins. Acht von zehn haben das Kombi-Heck, über die Hälfte wird gewerblich genutzt, meist als 2.0 TDI mit 150 oder 190 PS. Überlegen Sie also schon mal, wie Sie den Chef vom Keno-Passat überzeugen – 240 PS, 500 Nm, in 6,1 Sekunden auf 100 km/h, 247 Spitze. Sagen Sie einfach: "Damit wir noch schneller beim Kunden sind." Aber es wäre ein teuer erkaufter Vorteil: 52.605 Euro für den Diesel, unser Testwagen mit Ausstattung "einmal mit alles, auch mit scharf" kostet sogar 63.700 Euro. So viel Geld! Für einen Passat! Warum denn nicht? Du sitzt vorzüglich auf perfekt konturierten Sportsitzen, automatisch verstellbar, nur die Kopfstützen ziehst du von Hand raus. Du hältst ein Leder-Sportlenkrad in den Händen, unten abgeflacht; du steigst Stunden später aus und fragst: War was?
Ja, der Passat zählt zu den angenehmen Reiseautos, federt komfortabel, lässt dich entspannen. Und kann auch ganz anders. Unser Super-TDI hat Verstelldämpfer, und die sind jetzt mal so richtig verstellbar. Das liegt an der Slider-Funktion: Damit sind nicht mehr nur die Fahrwerksabstimmungen "Komfort", "Normal" und "Sport" anwählbar, sondern auch die Zonen dazwischen. Bisschen mehr Sport als "Normal", aber nicht zu viel – kann er jetzt!

Nur ein paar kleine Fehler ärgern den Fahrer

Ärgerlich: Der Bildschirm sitzt zu tief, das Head-up-Display wirkt billig. Ansonsten passt alles.

Und so beherrscht der Passat den Spagat zwischen cruisen und flitzen wie nur wenige in dieser Liga. Er fühlt sich mit der direkten, aber feinfühligen Progressivlenkung sogar eine ganze Nummer kleiner an, als es 4,77 Meter Länge vermuten lassen. Und er geht wie Sau, um es noch mal klar zu sagen. Aber irgendwas ist ja immer. Auch hier, und Keno kann nix dafür. Der Bildschirm ist eine Etage zu tief eingebaut, er hat beim großen Navi-System "Discover Pro" zwar eine tolle Grafik, aber keinen Drehregler für laut und leise. Und wer so verrückt ist, für 565 Euro das Head-up-Display zu bestellen, der guckt auf eine billige Scheibe, die am besten gar nicht erst aus dem Cockpit ausfahren sollte. Wir enden versöhnlich, sagen: gut gemacht, Keno! Aber der Normalo-Passat ist ja auch nicht schlecht. Sehr gut sogar. Im AUTO BILD-Dauertest kam er kürzlich auf eine 1–, war so problemlos, dass wir 150.000 statt 100.000 km fuhren. Auch irgendwie wow!
Das Fazit von Andreas May: "Der Passat ist Seriensieger in Kombi-Vergleichstests. Mit dem Facelift wird er seinen Siegeszug fortsetzen. Und er leistet sich teuren Luxus: So sportlich, so sexy wie der R-Line Edition war der Passat noch nie!"
AUTO BILD-Testnote: 1-

VW Passat R-Line im Test

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