VW stoppt Pick-up-Pläne
Benzinpreis-Opfer

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Erst der Microbus, jetzt der Pick-up: Volkswagen stoppt die Pläne für einen trendigen Transporter, der in Hannover gebaut werden sollte. Der "Robust" für Südamerika soll aber kommen.
(dpa) Angesichts der hohen Spritpreise und schlechter Absatzchancen hat Volkswagen den im Nutzfahrzeugwerk Hannover geplanten Bau eines Pick-up für den europäischen Markt gestoppt. Ein Sprecher von VW Nutzfahrzeuge sagte am Freitag (5. Juli), eine Analyse habe ergeben, dass der Markt keine ausreichende Stückzahl für das geplante schwere Fahrzeug mit großer Ladefläche hergebe. Mit Blick auf die hohen Benzinpreise sagte er, die Rahmenbedingungen für den geplanten geschlossenen Pick-up hätten sich "radikal verändert". An dem im argentinischen Werk Pacheco geplanten Bau eines robusteren, offenen Pick-up – vornehmlich für Schwellenländer – halte VW aber fest.
Jetzt braucht Hannover ein Ersatzprodukt

Bild: Automedia
"Robust" auch für Europa

In den USA wollte VW die Pick-ups nicht auf den Markt bringen. Der US-Automarkt ist derzeit auf Talfahrt, vor allem auch weil angesichts der hohen Spritpreise der Absatz von Geländewagen und Pick-ups zurückgeht. US-Kunden kaufen zunehmend kleinere, sparsamere Autos. VW hatte 2005 angekündigt, in den lange vernachlässigten Markt der Pick-ups einzusteigen. Die kleinen Transporter auf Pkw-Basis mit offener Ladefläche sind bislang eine Domäne japanischer und amerikanischer Hersteller. Die Marke VW Nutzfahrzeuge war nach einem Rekordjahr 2007 gut ins neue Jahr gestartet. In den ersten fünf Monaten des Jahres lieferte die Marke rund 216.000 Fahrzeuge aus – rund 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. VW Nutzfahrzeuge baut zum Beispiel die Modelle T5 (Transporter), Caddy und Crafter sowie schwere Lastwagen in Brasilien.
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