VW Tiguan/Skoda Yeti: Vergleich
Zwei für Naturburschen

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Kantiger, kompakter, am Ende womöglich cleverer: Der Yeti kopiert das erfolgreiche Tiguan-Konzept auf eigene Weise. Liegt der Skoda damit am Ende vielleicht sogar vor dem VW?
Wer den VW Tiguan kauft, macht keinen Fehler. Der hochbeinige Naturbursche aus Wolfsburg verbindet Pkw-ähnliche Fahreigenschaften mit limousinenhaftem Komfort und gutem Raumangebot. Auf den ersten Blick spielt der Yeti von Skoda dieselben Trumpfkarten aus, betont mit einer kastigeren Karosserie sogar noch mehr die Outdoor-Folklore. Doch 20 Zentimeter weniger Außenlänge sorgen für deutliche Unterschiede im Innenraum. Für Fahrer und Beifahrer sind Tiguan und Yeti zwar ausgesprochen großzügig dimensioniert, in der zweiten Reihe jedoch haben Mitfahrer im Skoda spürbar weniger Platz für ihre Beine.
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Bild: Christian Bittmann
Im Fahrbetrieb zeigen sich Unterschiede, die zu den verschiedenen Charakteren der zwei SUVs passen: Der Tiguan als Familienauto federt – auch wegen des Adaptivfahrwerks des Testwagens – komfortabler und lenkt eine Nuance behäbiger ein. Der Yeti wiederum fährt sich viel wendiger und knackiger, ohne deshalb als unkomfortabel in Erinnerung zu bleiben. Perfekte Rollenverteilung also.
Fazit
Der Skoda Yeti profiliert sich hier mit denkbar knappem Vorsprung als das bessere Kompakt-SUV. Er bietet zwar weniger Platz als der Tiguan, kneift aber nie unangenehm. Er fährt sich knackiger, ohne unkomfortabel zu sein. Und trotz weniger Technik-Aufwand (nur fünf Gänge, kein Start-Stopp) ist er temperamentvoll und sogar sparsamer als der VW.
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