Vans sind nicht besonders cool oder schick, aber viele Jahre lang waren sie enorm wichtig. Nach und nach verabschieden sich allerdings immer mehr Van-Modelle in den Ruhestand, und nun trifft es mit dem VW Touran auch einen der beliebtesten Kompaktvans in Deutschland. Die Frage ist: Wieso sind Vans heute nicht mehr so gefragt?
Mit dem VW Touran, der Ende April 2026 eingestellt wurde, stirbt mehr als nur ein einzelnes Modell. Er steht sinnbildlich für die Ausrichtung des gesamten Automarkts. Früher standen Opel Zafira, Ford C-Max, Renault Scénic oder VW Sharan für vernünftige Familienmobilität mit viel Platz auf kleiner Fläche. Heute dominieren SUV das Straßenbild – selbst dann, wenn sie objektiv oft weniger praktisch sind.
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Der Wandel zeigt sich unter anderem auch bei den Modellnamen. Der Renault Espace etwa war früher einer der bekanntesten Großraumvans Europas. Heute steckt hinter dem Namen ein SUV. Auch andere Hersteller haben sich schrittweise vom klassischen Van-Konzept verabschiedet und die Modelle durch höhergelegte Crossover ersetzt. Der praktische Familienlaster wurde zum Lifestyle-Auto.

Vom VW Touran sind nur noch Lagerfahrzeuge verfügbar

Beim Touran spielte am Ende auch die Technik nicht mehr mit. Der Van würde ab Juli 2026 die strengeren EU-Sicherheitsvorgaben für Neuwagen nicht mehr erfüllen. Eine umfassende Modernisierung hätte sich offenbar nicht mehr gerechnet. Deshalb lief Ende April in Wolfsburg der letzte Touran vom Band. Konfigurierbar ist das Modell bereits nicht mehr, übrig bleiben nur noch Lagerfahrzeuge.
Ganz ausgestorben ist die Fahrzeuggattung trotzdem nicht: BMW bietet mit dem 2er Active Tourer weiterhin einen relativ klassischen Kompaktvan an. Dazu kommen Hochdachkombis wie Renault Kangoo oder VW Caddy. Doch die große Zeit der Familienvans ist vorbei.
Der Abschied des Touran ist mehr als nur das Ende eines einzelnen VW-Modells. Er markiert das langsame Verschwinden jener Autos, bei denen Praktikabilität wichtiger war als Status. Das machte sie einst so erfolgreich.