VW und Suzuki im Streit
Neuer Hieb aus Japan

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Ob das jemals wieder zu kitten ist? Im Streit zwischen Volkswagen und Suzuki gibt es neue Vorwürfe, diesmal aus Japan in Richtung Wolfsburg. VW behält sich juristische Schritte vor.
(dpa/cj) Nun steht Aussage gegen Aussage: Seit Wochen liegen Volkswagen und Suzuki im Clinch, jetzt haben sich die Fronten erneut verhärtet. Nachdem die Wolfsburger dem Partner vor einem Monat den Bruch des gemeinsamen Kooperationsvertrags vorgeworfen hatten, schoss das Suzuki-Management mit derselben Anschuldigung zurück. In einer Mitteilung an die Deutschen würden mehrere Verletzungen des Ende 2009 geschlossenen Rahmenabkommens moniert, hieß es am Freitag (14. Oktober 2011) aus der Konzernzentrale in Hamamatsu. Genau dies hatte zuvor auch Volkswagen behauptet, weil die Japaner entgegen der Vereinbarung Dieselmotoren bei Fiat bestellt haben sollen.

Konzernchef Osamu Suzuki forderte VW auf, die Anteile zurückzugeben, sollte Suzuki keine technische Einblicke bekommen.
Bild: Werk
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Kernpunkt des Konflikts ist die Frage, ob Suzuki ausreichenden Zugang zur Technologie der Niedersachsen bekam. Die gegenseitige Kapitalverflechtung der beiden Autobauer – VW stieg mit knapp 20 Prozent bei Suzuki ein, Suzuki mit 1,5 Prozent bei VW – war für Konzernpatriarch Osamu Suzuki vor allem dazu gedacht, Einblick in die technische Entwicklung bei Europas größtem Hersteller zu erhalten. Da sich VW hier angeblich sperrte, sieht Suzuki seinerseits den Vertrag ad absurdum geführt: "Ich bleibe enttäuscht darüber, dass wir nicht bekommen haben, was uns versprochen wurde. Wenn Volkswagen keinen Zugang gewährt, müssen sie ihre Anteile zurückgeben", schimpfte der Suzuki-Chef. Die von VW Anfang September angezeigte Vertragsverletzung wegen Fremdgehens bei Fiat hatte er barsch zurückgewiesen – und Suzukis Ehre "verunglimpft" gesehen.
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