W-Series: Diese Frauen haben es in die Serie geschafft.

W Series

„Mein Vorbild ist Lewis Hamilton“

Naomi Schiff startet als einzige Fahrerin mit deutscher Lizenz in der neuen Frauenserie W Series. Nicht nur wegen ihrer Hautfarbe ist Lewis Hamilton ihr Vorbild.
Eigentlich war Naomi Schiff ein ganz normales Mädchen. Sie ging gern Schwimmen, sie war in einem Judo-Verein. Dann feierte einer ihrer Freunde Geburtstag, auf einer Kartstrecke. Es war der Moment, der ihr Leben veränderte. Denn fortan war für die heute 24-Jährige klar: Sie will Rennfahrerin werden. Wenn im Mai die W Series, die Frauen-Formel, mit ihren 270 PS starken Formel-3-Rennwagen das erste Rennen austrägt, dann ist Schiff die einzige im 18-köpfigen Fahrerfeld, die die deutsche Flagge vertritt.
Dabei deutet ihre Hautfarbe schon an: Sie ist Multi-Kulti. Geboren in Belgien, als Tochter des belgischen Hobby-Rennfahrers David Schiff und einer ruandischen Mutter. Aufgewachsen ist sie in Südafrika. Heute lebt sie in Bayern.
In der südafrikanischen Formel-Volkswagen bestritt Schiff 2010 ihre ersten Rennen. Immer die Formel 1 im Blick. Und da vor allem einen Fahrer: Lewis Hamilton. „Was er macht, macht er gut. Und er macht es auf seine Art und Weise“, erklärt sie.
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Mit diesem 270-PS-Flitzer fährt Naomi Schiff

Hamilton war der erste dunkelhäutige Formel-1-Weltmeister, Naomi Schiff will die erste dunkelhäutige Formel-1-Rennfahrerin werden. Schiff: „Das ist sehr, sehr schwer zu erreichen und es wird immer mein Traum bleiben. Aber ob es wirklich realistisch ist, weiß ich nicht.“
Ein wichtiger Schritt wäre, sich in der W Series gegen die 17 anderen Frauen durchzusetzen. Dazu trainiert sie mehrere Stunden täglich im Fitnessstudio. „Aber manchmal ist das etwas fad“, gibt sie zu. „Dann will ich etwas machen, was mehr als nur meine Muskeln stimuliert. Ich mach dann Thai-Boxen, da trainiere ich, habe aber auch richtig Spaß.“
Ihre größten Erfolge bisher: 2014 wurde Naomi Schiff Meisterin im chinesischen Clio-Cup, außerdem holte sie sich auf einem Wolf-Sportwagen-Prototyp Rang zwei bei den 24 Stunden von Zolder 2014. Zuletzt war sie in der europäischen GT4-Meisterschaft in einem KTM X-Bow unterwegs.
Was sie am Rennsport besonders mag: „Leistungsstarke Autos zu beherrschen und ans Limit zu treiben, den Kick dabei zu spüren.“ Ab 4. Mai erlebt sie den in der W Series im Rahmenprogramm der DTM beim Saisonstart in Hockenheim.

W-Series: Diese Frauen haben es in die Serie geschafft.


 

Fotos: Instagram/Schiff

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