Wagenheber im Einsatz

Wagenheber: Test und Typvergleich

Elf Rangierwagenheber im Test

AUTO BILD hat elf Rangierwagenheber für Hobbyschrauber und Profis getestet. Außerdem: Welche Wagenhebertypen gibt es, und was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle?
Für den Reifenwechsel in Eigenregie benötigt man einen Wagenheber. Am komfortabelsten ist dafür der klassische Rangierwagenheber. Doch welcher ist der richtige für den Job? Die Auswahl ist riesig, das zeigt auch das AUTO BILD-Testfeld: Elfmal so teuer wie der günstigste Rangierwagenheber von Cartrend (22 Euro) ist der teuerste dieses Vergleichs: Der Bahco 2,0 BH 12.000 kostet 245 Euro. Sind die Unterschiede so groß und eindeutig, wie der Preisunterschied vermuten lässt?

Test: Was können die günstigen Wagenheber?

Zunächst lässt sich das Testfeld in zwei verschiedene Typen aufteilen. Die günstigsten Heber von Michelin (68 Euro), Dunlop (63 Euro) und Cartrend (22 Euro) sind kompakte, rund zehn Kilogramm schwere Heber mit einem Regulierungsventil, das getrennt von der Hydraulik-Pumpe angeordnet ist. Alle drei eint, dass die Stange wackelig in der Hubvorrichtung und am Ventil sitzt. Vorteil dieser kleinen Heber: Sie lassen sich aufgrund ihres geringen Gewichts und der kompakten Maße auch im Kofferraum mitnehmen. Die anderen acht Heber sind mit Gewichten bis zu 45  Kilogramm und Längen bis zu 70 Zentimeter so schwer und sperrig, dass sie sich vor allem für den stationären Gebrauch in Werkstätten oder in der Garage eignen.
# Wagenheber im Test
1.

Kunzer WK 1075 FSH

Preis*: 143,00 Euro

Testurteil: sehr empfehlenswert

2.

Güde GRH 2,5 510 L 18033

Preis*: 176,00 Euro

Testurteil: empfehlenswert

3.

Unicraft SRWH 2500 LFH

Preis*: 180,00 Euro

Testurteil: empfehlenswert

4.

Bahco 2,0 BH 1200

Preis*: 245,00 Euro

Testurteil: empfehlenswert

5.

KS-Tools 161 0367

Preis*: 195,00 Euro

Testurteil:empfehlenswert

6.

Michelin 92416

Preis**: 68,00 Euro

Testurteil: empfehlenswert

7.

Dunlop 2,0 41791

Preis*: 63,00 Euro

Testurteil: empfehlenswert

8.

Cartrend 144000

Preis*: 22,00 Euro

Testurteil: bedingt empfehlenswert

9.

AWZ 2,5 096099

Preis*: 119,00 Euro

Testurteil: bedingt empfehlenswert

10.

BGS 2889

Preis*: 177,00 Euro

Testurteil: bedingt empfehlenswert

11.

AC DK20 3601500

Preis*: 219,00 Euro

Testurteil: bedingt empfehlenswert

*Einkaufspreis des Testprodukts

Teure Wagenheber punkten mit guter Verarbeitung

Konstruktiv unterscheiden sie sich von den günstigen Hebern durch ein Regulierungsventil, das über eine feste Hubstange betätigt wird und in den Hubmechanismus integriert ist. Die Stange muss also nicht wie bei den drei günstigen Hebern im Test auf das Ventil gefummelt werden. So ist das nebenbei auch präziser zu bedienen. Der Bahco für 245 Euro setzt mit seinem hochwertigen Chassis die Maßstäbe bei Verarbeitung und Materialqualität in diesem Testfeld. Die Schweißnähte am Chassis sind perfekt ausgeführt, die Lackierung ist gleichmäßig aufgetragen, die Lager der Räder sind leichtgängig, die Dosierbarkeit des Ventils ist sehr gut und der Hubhebel nahezu spielfrei. Aber er ist nicht der beste Heber.

Kunzer WK 1075 FSH wird Testsieger

Der Testsieger von Kunzer ist dank 75 Millimeter minimaler Hubhöhe auch für tiefe Autos geeignet.

Der kommt, mit großem Punkte-Vorsprung, von Kunzer. Verarbeitet ist er ebenfalls gut, wenn auch nicht perfekt. Aber er hat mit 75 mm die geringste Minimal-Hubhöhe, ein wichtiges Merkmal bei Autos mit geringer Bodenfreiheit. Dazu die höchste Hubgeschwindigkeit (90 mm je Hubbewegung), ein sehr präzise zu betätigendes Regulierventil und eine komplette Ausstattung. Der Kaufpreis von 143 Euro wirkt da angemessen. Überraschung: Bei sieben Hebern lösten die Sicherheitsventile nicht exakt aus. Bei AWZ und Unicraft erlaubt es viel zu hohe Hublasten. Folge: Beim Belastungstest verformten sich deren Chassis. Die billigen Kleinen haben den Test dagegen schadlos gemeistert. Die Ergebnisse im Detail finden Sie in der Bildergalerie.
Fazit von Lars Busemann: Es gibt keinen Totalausfall durch Bruch, das ist eine positive Überraschung. Aber: Die Chassis von Unicraft und AWZ verformen sich beim Belastungstest. Kunzer gewinnt mit niedrigster Minimal-Hubhöhe und höchster Hubgeschwindigkeit, ist perfekt dosierbar und gut ausgestattet. Wer nur gelegentlich einen Heber nutzt, und ihn im Auto mitnehmen möchte, greift zum kompakten Michelin für 68 Euro.

So hat AUTO BILD getestet

Für den Test der Rangierwagenheber war schweres Gerät nötig: Unter anderem eine rund 100 kg schwere Hydraulikpresse, die eine Presskraft von bis zu 20 Tonnen leisten kann. Getestet haben wir in einer Autowerkstatt in Zusammenarbeit mit der Kfz-Sachverständigenorganisation KÜS. Sämtliche Wagenheber haben wir über Amazon bezogen.
Kommen wir gleich zur ersten Testdisziplin: der Betriebsanleitung. Ist sie auf Deutsch und gut verständlich? Nach der teilweise nötigen Komplettierung der Heber prüfen wir die Ausstattungsmerkmale, schauen uns die Verarbeitung an, wiegen und nehmen alle Maße. Neben der maximalen Hubhöhe ist hier vor allem die minimale Hubhöhe wichtig, um auch flache Autos anheben zu können.
Der Belastungstest ist der wichtigste Teil: Halten die Heber die Zielbelastung aus, ohne Bruch- oder Verformungsschäden? Die Zielbelastung ergibt sich daraus, wie exakt die Sicherheitsventile arbeiten. Sie sollten möglichst genau dann ansprechen, wenn die höchste zulässige Maximallast erreicht ist. Konkret: In dem Moment, in dem ein Heber seine Maximallast von zum Beispiel 2000 kg erreicht, sollte das Sicherheitsventil öffnen und weiteres Anheben verhindern. Mit einem zwischen der Hydraulikpresse und dem Hebearm eingeklemmten Druckkraftmessgerät haben wir die Kräfte ermittelt. Erschreckend: Bei sieben von elf Hebern löst das Sicherheitsventil viel zu spät aus! In den heftigsten Fällen, AWZ und Unicraft, sogar um über 700 kg. In beiden Fällen handelt es sich um 2,5-Tonnen-Heber, deren Sicherheitsventil erst bei rund 3260 kg statt bei rund 2500 kg öffnet. Nach dem Prüfverfahren laut DIN-Norm 1494 prüfen wir mit dem eineinhalbfachen der Auslöselast. Bedeutet: AWZ und Unicraft bekommen per Hydraulikpresse bei halb ausgefahrenem Hebearm eine Last von 4,8 Tonnen. Die beiden Heber sind es auch, die dieser Last nicht standhalten. Beide Chassis haben sich um wenige Millimeter durchgebogen.

Welcher Wagenheber-Typ ist der richtige?

Dabei stellt sich die Frage: Reicht dafür der Serien-Wagenheber aus dem Kofferraum? Oder sollte ein hochwertigeres Gerät angeschafft werden? Die Auswahl ist groß. AUTO BILD hat den Reifenwechsel mit verschiedenen Wagenheber-Typen durchgeführt und erklärt die Stärken und Schwächen. Außerdem: Die Wagenheber-Typen im Detail.Reifenwechsel bei der AUTO BILD-C-Klasse. Aber welcher Wagenheber-Typ ist der richtige für den Job? AUTO BILD hat vier verschiedene Modelle ausprobiert:
• Fahrzeugwagenheber (Mercedes): Keine Überraschung, der Mercedes-Heber passt perfekt in die Wagenheberaufnahme und steht sicher unter dem Auto. Er lässt sich ohne viel Kraftaufwand kurbeln und hebt den Benz mit 33 Zentimeter überraschend hoch.
Stärken: Platzsparend im Kofferraum, passt perfekt in die Aufnahme, stabil
Schwächen: Lässt sich nicht oder nur mit Abstrichen an anderen Autos verwenden
• Stempelwagenheber: Unser Stempelheber stemmt fünf Tonnen, ist damit das Krafttier. Leider passt er nicht unter den Schweller der C-Klasse, 19,5 Zentimeter Höhe ist zu viel.
Stärken: Leichter Wagenheber, benötigt wenig Platz, hohe Tragkraft
Schwächen: Baut (zu) hoch, daher bei einigen Autos nicht anwendbar. Kleine Aufnahme
• Scherenwagenheber: Der kompakte Wagenheber ist leicht und preiswert, lässt sich flach zusammenkurbeln und passt damit auch bei geringer Bodenfreiheit unters Auto. Der Heber von Norauto lässt sich aber unter Last nur mit viel Kraftaufwand kurbeln.
Stärken: Sehr flach, damit auch bei wenig Bodenfreiheit geeignet, leicht und preiswert
Schwächen: Nicht bei allen Aufnahmen geeignet, hoher Kraftaufwand beim Kurbeln
• Rangierwagenheber: Die Aufnahme des Rangierwagenhebers lässt sich sehr tief absenken, ist daher auch für Autos mit geringer Bodenfreiheit geeignet. Hebt den Benz 36 Zentimeter hoch und damit drei Zentimeter höher als der Original-Mercedes-Wagenheber.
Stärken: Stabil, steht sicher unter dem Auto. Breite, gummierte Aufnahme
Schwächen: Hoher Preis, schwer, benötigt Platz, eher nichts für den Kofferraum
Fazit: Wer nur die Räder wechseln möchte, kommt mit dem Original-Wagenheber aus, zumindest bei der C-Klasse ist er stabil genug. Wer mehr schraubt, sollte einen Rangierwagenheber kaufen.

Die unterschiedlichen Wagenheber-Typen im Detail

• Scherenwagenheber – meist schon an Bord

Einen Scherenwagenheber gibt es in dieser Rautenform oder als einarmigen Storz-Wagenheber.

Der Scherenwagenheber ist der einfachste und günstigste (ca. 10 bis 70 Euro) unter den Wagenhebern. Er ist in Form einer Raute konstruiert, die mit einer der vier Seiten am Boden aufliegt. Durch die längere der beiden Achsen führt eine Gewindestange, an die eine Kurbel angebracht wird. Das System arbeitet nach dem Kniehebelprinzip. Mit dem Drehen der Kurbel wird das Auto angehoben. Der Scherenwagenheber kommt ohne hydraulische Unterstützung aus, jedoch wird es durch das lange Kurbeln meist anstrengend. Dafür ist er kompakt und als Pannenhelfer schnell einsetzbar. Eine Abwandlung des Scherenwagenhebers, der Storz-Wagenheber, befindet sich in vielen Autos serienmäßig an Bord. Der Storz-Wagenheber ist dank nur eines Arms zwar noch platzsparender als der rautenförmige Scherenwagenheber, steht dafür allerdings nicht so stabil.
Tragkraft/Hubhöhe: Bis 1,5 Tonnen, elektrische Modelle bis zwei Tonnen/90 bis 360 mm
Vorteile: Kompakt und platzsparend, schnell einsetzbar und damit geeignet als Pannenhelfer. Preisgünstig und hilfreich bei tiefergelegten Autos.
Nachteile: Erfordert erheblichen Kraftaufwand, geringere Tragkraft, daher nur für Klein- und Mittelklassewagen geeignet. Weniger stabil als hydraulische Wagenheber.
• Rangierwagenheber – die komfortabelste Variante

Rangierwagenheber: bereits ab 20 Euro zu haben. Profi-Geräte für die Werkstatt kosten deutlich über 100 Euro.

Der Rangierwagenheber arbeitet in den meisten Fällen hydraulisch, also mittels Öldruck. Der besondere Vorteil ist seine Manövrierfähigkeit. Er ist mit vier Rollen ausgestattet, von denen zwei wie bei einem Einkaufswagen frei beweglich sind. Wird das Auto mittig an einer Achse angehoben, lässt es sich so mit Hilfe des Wagenhebers manövrieren. Beim Anheben wird mittels eines demontierbaren Hebelarms eine Hydraulikpumpe betätigt, wodurch sich der Arm des Wagenhebers hebt. Der Wagenheberteller, der an der Karosserie ansetzt, verfügt bei besseren Modellen über eine Gummiauflage. Das Absenken geschieht ebenfalls mittels des Hebelarms. Durch Drehen eines Ventils neben der Pumpe lässt sich der Hebearm absenken. Für einen optimalen Stand bewegt sich der Rangierwagenheber beim Heben und Senken leicht zum Auto hin oder vom Fahrzeug weg. Das erfordert einen ebenen Boden. Der Rangierwagenheber ist komfortabel und kräftesparend in der Handhabung, jedoch nur für den stationären Einsatz geeignet. Hochwertigere Modelle besitzen eine sogenannte "Quick-Lift-Funktion": Durch ein seitlich angebrachtes Pedal oder eine Umschaltvorrichtung am Wagenheber kann das Auto schnell und mit wenigen Pumpvorgängen auf die maximale Höhe gehoben werden. Der Rangierwagenheber ist der teuerste Wagenhebertyp. Je nach Qualität und Ausführung liegen die Preise zwischen 20 und etwa 300 Euro.
Tragkraft/Hubhöhe: zwei bis vier Tonnen/80 bis 800 mm
Vorteile: Einfache und kraftsparende Bedienung, manche Modelle mit Extras wie LED-Beleuchtung oder Schnellhubpedal. Auf festem Untergrund universell einsetzbar.
Nachteile: Groß und schwer, daher vorwiegend stationär im Einsatz und nicht für unterwegs geeignet.
• Hydraulischer Stempelwagenheber – der Herkules

Der Stempelwagenheber kommt vor allem bei schweren Fahrzeugen zum Einsatz.

Stempelwagenheber sind die leistungsstärksten Vertreter ihrer Klasse mit einer Tragkraft von etwa zwei bis 30 Tonnen. Der Stempelwagenheber arbeitet entweder hydraulisch oder pneumatisch – Profigeräte nutzen häufig die Luftdruck-Variante. Aufgrund der hohen Tragkraft kommen Stempelwagenheber häufig im Nutzfahrzeugbereich oder bei großen Wohnmobilen zum Einsatz. Nachteil ist die teilweise nur geringe Hubhöhe, die sich bei manchen Modellen jedoch mit einem Spindelgewinde erweitern lässt. Stempelwagenheber mit einer Tragkraft ab zwei Tonnen gibt es bereits für rund 20 Euro. Diese Modelle reichen für das Heben von Pkw aus. Profi-Geräte für den Werkstattbereich mit pneumatischem System können deutlich über 100 Euro kosten.
Tragkraft/Hubhöhe: Zwei bis 20 Tonnen/180 bis 470 mm
Vorteile: Relativ kompakt, besonders leistungsstark und robust, stemmt auch schwere SUVs oder Transporter.
Nachteile: Teilweise nur geringe Hubhöhe, erfordert viel Achtsamkeit beim Ansetzen und kann leichter kippen.
• Ballon- oder Luftkissenwagenheber

Der Skurrilste unter den Wagenhebern: ein Ballonwagenheber hebt das Auto mit Hilfe der Abgase.

Hier ist es tatsächlich ein Ballon, der den Wagen anhebt, genauer ein Sack aus reißfestem Kunststoff, versehen mit einem Schlauch. Der Schlauch wird auf das Auspuff-Ende des Fahrzeugs aufgesteckt, nach dem Starten des Motors pumpen die Abgase den Ballon auf – der Wagen hebt sich also durch Druckluft. Diese Art Wagenheber eignet sich besonders für Reifenpannen. Das Anheben des Wagens mittels Ballonwagenheber erfordert keine Kraft, dazu kann der Heber auch auf einem unebenen Untergrund eingesetzt werden. Der Nachteil: Der Kunststoffsack kann leicht beschädigt werden. Zudem steht der Wagen auf dem Ballonwagenheber nicht sehr stabil. Daher sollte das Fahrzeug zusätzlich abgesichert werden. Ballonwagenheber gibt es ab etwa 50 Euro, stabilere Versionen, mit denen sich auch schwere SUVs heben lassen, kosten bis zu 150 Euro.
Tragkraft/Hubhöhe: Bis drei Tonnen/0 bis 600 mm
Vorteile: Schnell einsetzbar, keine Kraftanstrengung, platzsparend und geringes Gewicht. Somit optimal als Pannenhelfer und auch auf weichem Untergrund einsetzbar.
Nachteile: Ballon kann leicht beschädigt werden, Schlauch kann sich vom Auspuff lösen. Fahrzeug muss stets zusätzlich gesichert werden. Nicht für regelmäßigen Einsatz geeignet.

Wagenheber - So setzen Sie richtig an

Allgemeine Hinweise

Damit das Auto beim Anheben mit Wagenheber keinen Schaden nimmt und sicher steht, muss der Wagenheber richtig angesetzt werden. Wie das geht, steht in der Bedienungsanleitungen (Wagenheber und Auto). Allgemein gilt: Auto und Wagenheber müssen – unabhängig vom Wagenheber-Typ – auf einer ebenen Fläche stehen. Dann die Handbremse anziehen, ersten Gang einlegen (Automatik auf P) und erst dann Auto anheben.

Scherenwagenheber

Der Scherenwagenheber ist meist Teil des Bordwerkzeugs und auf die Wagenheber-Aufnahmen am Fahrzeug abgestimmt. Diese liegen in der Regel außen am Schweller im Bereich der Radhäuser, können sich aber auch unter dem Auto befinden. Oft kennzeichnen Pfeile die Stelle, an der der Wagenheber angesetzt werden soll. Wagenheber und Aufnahmen passen häufig nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip zueinander: Viele Scherenwagenheber besitzen eine Mulde (Klaue), die in die Falz am Schweller passt.

Rangierwagenheber

Rangierwagenheber sind nicht auf ein Automodell angepasst. Hochwertigere Modelle haben einen gummierten Teller für eine rutschfeste Verbindung zwischen Wagenheber und Auto. Teilweise berücksichtigt der Rand des Wagenhebertellers durch Aussparungen die üblichen Ansetzpunkte am Schweller. Alternativ kann ein flaches aber stabiles Brett als Unterlage dienen. Zudem kann der Teller des Rangierwagenhebers an vielen tragenden Teilen des Fahrwerks angesetzt werden.

Hydraulischer Stempelwagenheber

Für den hydraulischen Stempelwagenheber gelten die gleichen Ansetzpunkte wie für den Rangierwagenheber. Zu beachten ist lediglich, dass dieser Wagenhebertyp häufig nur einen sehr kleinen Teller besitzt. Dadurch kann der Wagenheber trotz nur eines Standbeins nicht so schnell kippen. Als Unterlage kann hier ebenfalls ein Holzstück zum Einsatz kommen. Im Bereich des Unterbodens befinden sich bei einigen Fahrzeugmodellen Aussparungen, die als Aufnahme für den Stempelwagenheber dienen.

Ballon- oder Luftkissenwagenheber

Beim Luftkissenwagenheber muss sich der Großteil des Luftsacks auch im aufgeblasenen Zustand unter dem Auto befinden. Ansonsten steht das Fahrzeug nicht stabil. Anhand der Nähte lässt sich die Expansionsrichtung erkennen. Um ein Platzen zu verhindern, darf das Kissen nie voll aufgeblasen werden. Da sich die einzelnen Modelle teilweise stark unterscheiden, sollte beim Ballonwagenheber vor Gebrauch ein besonders genauer Blick in die Bedienungsanleitung geworfen werden.

Worauf beim Kauf achten?

Wagenheber gibt es in verschiedenen Varianten, Größen, Leistungsstärken, Qualitätsstandards und natürlich auch Preisklassen. Auf der Suche nach dem passenden Wagenheber sind daher zunächst Fragen wie Fahrzeugtyp, Einsatzgebiet und Anforderung zu klären. Denn es gibt einige Unterschiede bei Bedienung, Tragkraft und Hubhöhe. Die Tragkraft ist wohl das entscheidendste Kriterium, meistens reichen etwa zwei Tonnen. Die Hubhöhe ist ebenfalls ausschlaggebend (die benötigten Werte stehen in der Regel im Fahrzeug-Handbuch). Beim Kauf sollte ebenfalls bedacht werden, welches Einsatzgebiet der Wagenheber haben wird: Eher gelegentlich für den Einsatz bei Pannen, für die heimische Hobbywerkstatt oder gar die Verwendung durch einen Profischrauber? Wichtig: Generell sollte man vom Kauf von Wagenhebern absehen, die weder ein GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit), TÜV-Siegel oder eine CE-Kennzeichnung aufweisen.
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