E-Autos an mehreren Wallboxen

Wallbox: Förderung, Zuschuss, private Ladestation

So bekommen Sie 900 Euro Zuschuss für Ihre private Ladestation

Seit dem 24. November 2020 gibt es 900 Euro Zuschuss für private Ladestationen. So kommen Sie an das Geld für Ihre Wallbox – und weitere Infos zur Förderung!
Bis 2030 sollen auf Deutschlands Straßen zehn Millionen Elektroautos unterwegs sein. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert der Bund die Anschaffung, den Einbau und den Anschluss privater E-Auto-Ladestationen, sogenannte Wallboxen, mit 900 Euro. Seit dem 24. November 2020 können dafür Anträge bei der staatlichen KfW-Bank gestellt werden. Bereits in den ersten 24 Stunden wurden 16.000 Interessenten registriert, das Zuschussportal der KfW war zeitweise überlastet. Da der Bund davon ausgeht, dass künftig die meisten Ladevorgänge zu Hause stattfinden werden, soll so der Weg geebnet werden, Elektromobilität für Privatpersonen attraktiver zu machen. Laut Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sind zunächst 200 Millionen Euro Fördergeld vorgesehen. Das würde für 222.222 Ladepunkte reichen. (Alle Informationen zur privaten Ladestation finden Sie hier!)

Mehrere Ladepunkte möglich, je 900 Euro Zuschuss

Bei mehreren Ladepunkten ist auch eine mehrfache Förderung von jeweils 900 Euro drin.

©ADAC

Die Ladevorrichtungen selbst kosten zwar teilweise nur um die 500 Euro, allerdings kommen in der Regel noch erhebliche Kosten für die Bereitstellung des Anschlusses und eventuelle Umbaumaßnahmen hinzu. Für den Erhalt des Zuschusses "Lade­stationen für Elektro­autos – Wohngebäude" müssen die Gesamtkosten bei mindestens 900 Euro liegen. Wenn die Lade­station mehrere Lade­punkte hat, können Sie für jeden davon diesen Betrag als Zuschuss erhalten – voraus­gesetzt, Ihre Gesamt­kosten betragen mindestens 900 Euro pro Lade­punkt. (Weitere Informationen zur Förderung und Antragstellung finden Sie bei der KfW-Bank.)

So läuft das Prozedere beim Beantragen

Zuschüsse genehmigt die staatliche KfW-Bank.

©KfW/Rüdiger Nehmzow

Voraussetzung für den Erhalt der Förderung ist der Bezug von 100 Prozent Ökostrom. Und, ganz wichtig: Der Antrag muss vorher gestellt werden! Wurde der Zuschuss bestätigt, können Sie die Lade­station bestellen und die Installations­arbeiten beauftragen. Zudem können Sie die Identifizierung durchführen, zum Beispiel per Schufa-Identitäts-Check. Zu guter Letzt laden Sie Ihre Rechnungen hoch, bestätigen die Umsetzung Ihres Vorhabens, geben Ihre Bankverbindung an und veranlassen die Aus­zahlung des Zuschusses.

Welche Wallboxen werden gefördert?

Die 900 Euro Förderung gibt es für den Kauf, Einbau und Anschluss einer 11-kW-Wallbox. Wer eine Ladestation mit höherer Ladeleistung kauft, muss sie auf 11 kW "drosseln" lassen, um nach wie vor berechtigter Empfänger der Förderung zu sein. Zudem ist eine intelligente Steuerung der Wallbox Voraussetzung. Hier gibt es eine Liste der geförderten privaten Ladestationen, die ständig aktualisiert wird.

Für wen gibt es die Förderung?

Die Förderung ist für private Ladestationen vorgesehen, die Wallbox darf nicht öffentlich zugänglich sein. Auch die gewerbliche Nutzung ist ausgeschlossen. Berechtigt sind: private Eigentümer, Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften, Mieter, Vermieter (Privat­personen, Unter­nehmen, Wohnungs­genossen­schaften).

Weitere Förderungen für Wallboxen

Aktuell gibt es zahlreiche regionale und lokale Förderprogramme für die Anschaffung von Elektroautos oder die Installation einer Wallbox. Weitere Förder­mittel können Sie nutzen, wenn Sie eine Photovoltaik-Anlage für Solar­strom installieren, den Stellplatz oder die Garage sowie die Zugangs­wege barrierefrei umbauen oder Haus und Garage gegen Einbruch schützen.

Wallbox-Förderungen

Förderungsprogramme der Länder

Bayern: 200 Euro, Voraussetzung: Installation einer Photovoltaik-Anlage. Mehr Infos: 10.000-Häuser-Programm Bayern
Schleswig-Holstein: 400 Euro für die Wallbox + 400 Euro für den Anschluss (max. 50 Prozent), 600 Euro in Kombination mit PV-Anlage. Mehr Infos: IHK Schleswig-Holstein
Nordrhein-Westfalen: 60 Prozent der Kosten für die Installation, maximal 2000 Euro, Voraussetzung: Strom aus erneuerbaren Energien oder Ökostrom. Mehr Infos: E-Mobilität NRW

Regionale/lokale Förderungsprogramme

Aachen: 500 Euro, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos und Installation über Stawag Aachen. Mehr Infos: Stawag Aachen
Dachau: 125 Euro, Voraussetzung: Strombezug über Stadtwerke. Mehr Infos: Stadtwerke Dachau
Darmstadt: 200 Euro, Voraussetzung: Kauf einer Entega-Ladebox und Ökostrom-Tarif. Mehr Infos: Entega
Diepholz: 1000 Euro, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos und Ökostrom-Tarif. Mehr Infos: Stadtwerke Huntetal
Düsseldorf: 20 Prozent der Kosten bis max. 500 Euro, Voraussetzung: Laden mit Ökostrom oder vorhandene Solaranlage. Mehr Infos: Umweltamt Düsseldorf
Frankfurt/Main: 100 Euro, Voraussetzung: Kauf einer Mainova-Wallbox. Mehr Infos: Mainova
Frankfurt/Oder: Bis zu 500 Euro bzw. 300 Euro für Hybrid, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos oder Plug-in-Hybriden, Laden mit Ökostrom. Mehr Infos: Stadtwerke Frankfurt a. d. Oder
Hannover: 500 Euro, Voraussetzung: Kauf einer Enercity-Wallbox, Laden mit Ökostrom. Mehr Infos: Enercity
Hildesheim: 500 Euro, Voraussetzung: Installation und Ökostrom-Tarif durch EVI. Mehr Infos: EVI
Jena: 300 Euro, Voraussetzung: Kauf oder Pacht einer Wallbox der Stadtwerke. Mehr Infos: Stadtwerke Jena
Karlsruhe: 100 Euro, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos und Anbringen von SWK-Stickern am E-Auto. Mehr Infos: Stadtwerke Karlsruhe
Limburg: 300 Euro. Mehr Infos: Stadt Limburg
Lindau: 200 Euro Gutschrift auf die Stromrechnung. Voraussetzung: Kauf eines E-Autos. Mehr Infos: Stadtwerke Lindau
Mainz: 400 Euro, Voraussetzung: Laden mit Ökostrom. Mehr Infos: Mainzer Stadtwerke
Marburg (Stadt): 750 Euro, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos. Mehr Infos: Stadtwerke Marburg
Marburg (Kreis): 400 Euro, bei eigenem Ökostrom 500 Euro. Mehr Infos: Landkreis
Merseburg: 500 Euro. Mehr Infos: Stadtwerke Merseburg
München: Bis zu 6000 Euro. Voraussetzung: Planung und Einbau von Ladeinfrastruktur. Mehr Infos: Stadt München 
Neuwied: 500 Euro, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos. Mehr Infos: Stadtwerke Neuwied
Nürnberg: 250 Euro, Voraussetzung: Bezug der Wallbox über N-ERGIE. Mehr Infos: N-ERGIE
Rastatt: 100 Euro, Voraussetzung: Strombezug über Stadtwerke Rastatt. Mehr Infos: Stadtwerke Rastatt
Schwedt: 200 Euro, 300 Euro bei Kombination mit Solaranlage. Mehr Infos: Stadtwerke Schwedt
Sigmaringen: 150 Euro, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos. Mehr Infos: Stadtwerke Sigmaringen
Solingen: 100 Euro. Mehr Infos: Stadtwerke Solingen
St. Wendel: 300 Euro Nachlass auf Stromrechnung, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos. Mehr Infos: Stadtwerke St. Wendel
Unterschleißheim: 40 Prozent der Gesamtkosten, max. 500 Euro, Voraussetzung: Kauf/Leasing (mind. 36 Monate) eines E-Autos. Mehr Infos: Stadt Unterschleißheim
Versmold: 300 Euro, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos. Mehr Infos: Stadtwerke Versmold
Wiesbaden: 500 Euro, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos, Strom über ESWE. Mehr Infos: ESWE
Wuppertal: 150 Euro, Voraussetzung: Fünfjahres-Vertrag mit der WSW Energie & Wasser AG. Mehr Infos: WSW online
Zweibrücken: 500 Euro, Voraussetzung: Kauf eines E-Autos. Mehr Infos: Stadtwerke Zweibrücken
*kein Anspruch auf Vollständigkeit, Stand: 24. September 2020

Fotos: ADAC

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