Aufmacher Wallbox private Ladestation

Wallbox: Förderung, Zuschuss, private Ladestation, Lieferzeit

So bekommen Sie 900 Euro Zuschuss für Ihre private E-Auto-Ladestation

Wallboxen für E-Autos sind heiß begehrt. Aktuell wurde der Fördertopf um weitere 100 Millionen Euro für private Ladestationen aufgefüllt. So kommen Sie an 900 Euro Wallbox-Zuschuss. Dazu: Sechs Wallboxen im Test!
Viele Besitzer von Elektroautos oder Plug-in-Hybriden wollen ihr Fahrzeug einfach, günstig und sicher zu Hause laden. Daher ist das Interesse an privaten Ladestationen für E-Autos nach wie vor riesig. Ein zusätzlicher Grund für den Zuspruch ist, dass es seit dem 24. November 2020 für Anschaffung und Installation einer Wallbox 900 Euro Zuschuss gibt. Diese Förderung geht nun weiter, denn der Bund füllt seinen Fördertopf erneut um 100 Millionen Euro auf nunmehr eine halbe Milliarde Euro auf. Das ist auch nötig, denn das bisherige Volumen ist ausgeschöpft. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums lagen der staatlichen KfW-Bank bis Anfang Mai 2021 rund 385.000 Anträge für 470.000 Ladepunkte vor. Mit 500 Millionen Euro können insgesamt 555.556 Ladepunkte finanziell bezuschusst werden.
Hintergrund der Fördermaßnahme: Da rund 80 Prozent aller Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz stattfinden, will der Bund die Elektromobilität für Privatpersonen attraktiver machen. Ziel sind zehn Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen bis 2030. Dafür gibt es auch den Umweltbonus beim Kauf der meisten elektrifizierten Fahrzeuge in Höhe von bis zu 9000 Euro.

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Der Andrang für das häusliche Laden ist groß: Durch die hohe Nachfrage sind Wallboxen teilweise ausverkauft, den Kunden drohen wochen- oder sogar monatelange Wartezeiten. "Wir können bestätigen, dass sich die Lieferzeiten einiger Wallboxen deutlich verlängert haben. Wir gehen davon aus, dass dies mit der Förderung durch den Bund zusammenhängt", sagte ein Sprecher des Kompetenzzentrums Elektromobilität NRW gegenüber AUTO BILD. Auch Elektriker Volker Trute vom "E-Werk Sachsenwald" bei Hamburg, seit 30 Jah­ren im Stromgeschäft, berichtet von bislang unbekannten Lieferschwierigkeiten: "Seit Be­ginn der Förderung kommen wir kaum hinterher. Alle Welt will eine Wallbox haben, selbst wer noch gar kein E-Auto hat." (Renault Zoe jetzt mit vergünstigter Wallbox)

Mehrere E-Auto-Ladepunkte möglich, für jeden davon gibt's 900 Euro Zuschuss

Bei mehreren Ladepunkten ist auch eine mehrfache Förderung von jeweils 900 Euro drin.

©ADAC

Die Ladevorrichtungen selbst kosten zwar teilweise nur um die 500 Euro, allerdings kommen in der Regel noch erhebliche Kosten für die Bereitstellung des Anschlusses und eventuelle Umbaumaßnahmen hinzu. Um den Zuschuss mit dem Titel "Lade­stationen für Elektro­autos – Wohngebäude" zu bekommen, müssen die Gesamtkosten bei mindestens 900 Euro liegen. Wenn die Ladestation mehrere Lade­punkte hat, können Sie für jeden davon diesen Betrag als Zuschuss erhalten – voraus­gesetzt, Ihre Gesamt­kosten betragen mindestens 900 Euro pro Lade­punkt. (Weitere Informationen zur Förderung und Antragstellung gibt's bei der KfW-Bank)

So läuft das Beantragen der Wallbox-Förderung

Zuschüsse genehmigt die staatliche KfW-Bank.

©KfW/Rüdiger Nehmzow

Voraussetzung, um die Förderung zu erhalten, ist der Bezug von 100 Prozent Ökostrom. Und, ganz wichtig: Der Antrag muss vor der Installation gestellt werden! Wurde der Zuschuss bestätigt, können Sie die Lade­station bestellen und die Installationsarbeiten beauftragen. Zudem können Sie die Identifizierung durchführen, zum Beispiel per Schufa-Identitäts-Check. Zum Schluss laden Sie Ihre Rechnungen hoch, bestätigen die Umsetzung Ihres Vorhabens, geben Ihre Bankverbindung an und veranlassen die Auszahlung des Zuschusses.

Welche Wallboxen werden gefördert?

Die 900 Euro Förderung gibt es für den Kauf, Einbau und Anschluss einer 11-kW-Wallbox. Wer eine Ladestation mit höherer Ladeleistung kauft, muss sie auf 11 kW drosseln lassen, um nach wie vor berechtigter Empfänger der Förderung zu sein. Zudem ist eine intelligente Steuerung der Wallbox Voraussetzung. Hier gibt es eine Liste der geförderten Wallboxen (wird laufend aktualisiert)

Für wen gibt es die Wallbox-Förderung?

Die Förderung ist für private Ladestationen vorgesehen, die Wallbox darf nicht öffentlich zugänglich sein. Auch die gewerbliche Nutzung ist ausgeschlossen. Berechtigt sind: private Eigentümer, Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften, Mieter und Vermieter (Privat­personen, Unter­nehmen, Wohnungs­genossen­schaften). (Das müssen Mieter und Hausbesitzer über Wallboxen wissen)

Weitere Förderprogramme für Wallboxen

Aktuell gibt es zahlreiche regionale und lokale Förderprogramme für die Anschaffung von Elektroautos oder die Installation einer Wallbox. Weitere Förder­mittel können Sie nutzen, wenn Sie eine Photovoltaik-Anlage für Solar­strom installieren, den Stellplatz oder die Garage sowie die Zugangs­wege barrierefrei umbauen oder Haus und Garage gegen Einbruch schützen.

ADAC-Wallboxen-Test 2021: Welche Wallboxen sind empfehlenswert?

Bleibt am Ende die Frage, welche Wallbox man am besten nimmt. Der ADAC hat jüngst sechs förderfähige 11-kW-Modelle getestet. Dabei wurden die Produkte mit Noten zwischen 1.0 (sehr gut) und 5.0 (mangelhaft) bewertet. Der Lieferumfang und die Montage wurden bei der Bewertung mit zehn Prozent gewichtet, Sicherheit und Funktion mit jeweils 30 Prozent, die Ausstattung mit 20 Prozent und die App wiederum mit zehn Prozent. Die Note im Bereich Sicherheit spielte jedoch immer die Hauptrolle.

Empfehlenswerte Wallboxen

Testsieger wurde die "Kostad TX-1000" mit der Note 1,8. Diese Box ist inzwischen nicht mehr erhältlich, sie basiert aber auf der "Terra AC-Wandladestation" von ABB. Gut schnitten die "Vestel EVC04-AC11SW-T2P" (Note 2,1), der "Volkswagen ID. Charger Connect" (Note 2,1) und die "Hesotec Electrify eBox wr30 rechts 11kw" (Note 2,2) ab. Über ein befriedigendes Ergebnis können sich die Verantwortlichen hinter der "Stark-in-strom.de Wallbox Pro Connect 11 kw" freuen. Das Schlusslicht im ADAC-Test wurde die "EVBox Elvi (E3160-A35062-10.2)". Bei ihr monierten die Tester unzureichende Sicherheitshinweise für die Installation. Darüber hinaus löste der Fehlerstromschutzschalter im Test nicht aus.

Fotos: AUTO BILD / MONTAGE

Hintergrund / ADAC

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