ADAC-Test: Wallboxen

ADAC-Test: Wallboxen

Wallbox-Test: Förderung, Kosten, Hersteller, 11 kW, Zähler

Sechs förderfähige 11-kW-Ladestationen im Wallbox-Test

Nur mit einer Wallbox lassen sich Elektroautos zu Hause günstig und schnell aufladen. Ob Funktion, Ausstattung oder Sicherheit: Hier sind sechs förderfähigen Modelle im ADAC-Test.
Um sein Elektroauto zu Hause günstig und schnell aufzuladen, sollte man eine Wallbox installieren an. Das ist eine spezielle Steckdose an der Wand für das schnelle und komfortable Laden von E-Autos. Sie lädt den Akku bis zu zehnmal schneller wieder auf als eine Haushaltssteckdose. Der ADAC hat sechs förderfähige 11-kW-Modelle getestet.
Die Bewertung erfolgte nach Noten von 1,0 (sehr gut) bis 5,0 (mangelhaft). Gewichtung: Lieferumfang und Montage (10 Prozent), Sicherheit (30 Prozent), Funktion 30 Prozent), Ausstattung (20 Prozent) und die App (10 Prozent). Dabei ist das Urteil jedoch nie besser als die Einzelnote in "Sicherheit".

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Die "Kostad TX-1000" ist der Testsieger

Testsieger: Die Kostad TX-1000

©ADAC e.V.

Insgesamt konnten fünf von sechs Wallboxen im Test überzeugen. Testsieger wurde die "Kostad TX-1000" (Note 1,8). Laut Test funktioniert die Wallbox zuverlässig und ist sicher und umfangreich ausgestattet. Ihre Bedienung wird als einfach beschrieben. Das Kabelmanagement ist exzellent und eine Steckergarage vorhanden. Auch die App überzeugte im Test mit einer komfortablen Energieanzeige. Das Starten und Stoppen des Ladevorgangs ist auch zeitgesteuert per App möglich. Die Kostad ist allerdings inzwischen nicht mehr erhältlich. Sie basiert aber auf der "Terra AC-Wandladestation von ABB", die weiterhin verfügbar ist. So sind laut ADAC die Testergebnisse auch wahrscheinlich auf diese Wallbox übertragbar.

Drei Wallboxen schlossen mit einem guten Ergebnis ab

Volkswagen-ID. Charger Connect: die günstigste Wallbox im Test liefert eine ausgewogene Vorstellung ab.

©ADAC e.V.

Gute Ergebnisse erlangten auch die "Vestel EVC04-AC11SW-T2P" (Note 2,1), der "Volkswagen ID. Charger Connect" (Note 2,1) und die "Hesotec Electrify eBox wr30 rechts 11kw" (Note 2,2). Die Vestel überzeugt mit einer sehr guten App, umfangreicher Ausstattung und zuverlässiger Funktion. Die günstigste Wallbox im Test stammt von Volkswagen und liefert eine ausgewogene Vorstellung ab. In der Kategorie Sicherheit konnte sie mit der Note 1,5 zusammen mit der Wallbox von Kostad das beste Ergebnis im Test erzielen. Die VW-Wallbox glänzt auch zusammen mit der Kostad im Bereich Sicherheit. Der ADAC lobte das Kabelmanagement bei der Vestel und VW-Box. So lässt sich das Kabel einfach um die Boxen wickeln und bei der Vestel sogar in einer Steckergarage parken. Die Design-Wallbox von Hesotec kommt im hochwertigen Edelstahlgehäuse, schwächelt aber etwas bei der Ausstattung und ist zudem recht teuer. Sie überzeugt aber mit sicherer und zuverlässiger Funktion und einer attraktiven Statusanzeige.

Bei der EVBox-Elvi löste der Schutzschalter nicht aus

Mangelhafte Sicherheit: EVBox Elvi.

©ADAC e.V.

Mit einem befriedigenden Ergebnis schloss die "Stark-in-strom.de Wallbox Pro Connect 11 kw" ab. Sie ist modular aufgebaut und daher sehr reparaturfreundlich. Die anderen Testkandidaten haben integrierte Platinenlösungen. Allerdings gab es laut Test bei diesem Modell Abweichungen zwischen verbauter und bei der Bestellung versprochener Sicherheitstechnik. Mit mangelhaftem Ergebnis ging die "EVBox Elvi (E3160-A35062-10.2)" aus dem Test. Die Tester begründen das mit unzureichenden Sicherheitshinweisen, die schlimmstenfalls zu Fehlern bei der Installation führen können. Sie liegt zwar mit guter Ausstattung, Funktion und App nahezu auf dem Niveau des Testsiegers, aber der integrierte Fehlergleichstrom-Schutzschalter Typ A löste bei einer Messreihe nicht aus. Für Kunden, die bereits eine solche Box gekauft haben, hat der Hersteller bereits ein kostenfreies Firmware-Update in Vorbereitung. Der ADAC empfiehlt, dass sich betroffene Kunden direkt an den Hersteller wenden. Zudem gibt es seit Kurzem eine neue Version.

Wie viel wird gefördert?

Der Kauf von Elektroautos wird mit dem Umweltbonus von Bund und Autoherstellern schon seit 2016 unterstützt. Seit dem 24. November 2020 gibt es auch einen staatlichen Zuschuss zur privaten Ladestation. Pro Ladepunkt sind für Anschaffung, Einbau und Anschluss 900 Euro zu holen. Nach einer abermaligen Aufstockung um 100 Millionen Euro ist der Fördertopf mit 500 Millionen Euro für insgesamt 555.556 Ladepunkte gefüllt. Der Antrag zur Förderung wird direkt bei der staatlichen KfW-Bank gestellt. Voraussetzung ist allerdings der Betrieb der Wallbox mit 100 Prozent Ökostrom sowie eine maximale Ladeleistung von 11 kW. Dazu gibt es vielerorts andere Zuschüsse für die Wallbox. Jedoch sind die Prämien häufig an die Stromabnahme von bestimmten Energieversorgern gekoppelt und zudem in der Regel regional begrenzt. Bevor man sich von einem Bonus locken lässt, lieber genau nachrechnen, ob dazu nicht der Wechsel in einen deutlich teureren Stromtarif erforderlich ist. Tipp: Auch Freiberufler und Unternehmer können von Förderprogrammen profitieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) etwa gewährt günstige Kredite für entsprechende Investitionen.

ADAC-Test: Wallboxen

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Fotos: ADAC/Ralph Wagner

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