Wasserstoff als grüner Kraftstoff? Was im Pkw-Bereich aktuell nur eine Randerscheinung ist, könnte für Nutzfahrzeuge eine echte Alternative werden. Zumindest entwickeln immer mehr Hersteller neue Aggregate mit dem flüchtigen Gas als Kraftstoff. So auch der italienische Entwicklungsableger der belgischen Punch Gruppe, "Punch Hydrocells".
Die Ingenieure haben vor, bis 2024 einen Motor aus dem GM-Regal umzurüsten und so bereit für eine Zukunft ohne Diesel zu machen. Konkret handelt es sich um den 6,6-Liter-Duramax-V8. Allerdings soll der Motor vorerst nur in Booten zum Einsatz kommen, ein Einsatz in Kleintransportern oder Pick-up-Trucks ist erst später denkbar. Leistungsdaten sind aktuell noch nicht bekannt.
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Große Tanks verhindern Einsatz im Pkw

Wer sich jetzt auf einen Wasserstoff-V8 für den Pkw-Einsatz gefreut hat, wird enttäuscht werden. Punch plant nicht, das Aggregat auch für kleinere Fahrzeuge einzusetzen. Der begrenzende Faktor ist hier die Größe der Tanks.
Dass Punch Hydrocells auf einen Motor von General Motors zurückgreift, ist nicht überraschend. 2020 erwarb der italienische Arm der Punch Gruppe einen Entwicklungskomplex von GM und damit die Rechte, den Duramax-V8-Diesel für alle Märkte außerhalb der USA zu bauen.
Der Duramax 6,6-Liter-Dieselmotor soll nach der Punch-Behandlung zum Wasserstoffmotor werden.

Wasserstoffumbauten werden salonfähig

Dass Hersteller im Nutzfahrzeugsektor immer mehr auf umgebaute Dieselaggregate setzen, verwundert nicht. Mit relativ wenig Aufwand lassen sich bereits konstruierte Diesel-Motoren auf Wasserstoff umrüsten. Vor allem die Kolben, die Einblasung und die Turbolader müssen im Wesentlichen angepasst werden, aber auch die Zündung wird neu abgestimmt.
Erst 2021 kündigte der Kölner Motorenhersteller Deutz einen Wasserstoff-Motor für 2024 an, der mitunter auch mit Know-how des Münchner Start-ups "Keyou" umgerüstet wird. Auch andere Zulieferer arbeiten an Umrüstlösungen, mit dem Ziel, Nutzfahrzeuge in Zukunft nachhaltig zu betrieben.