(dpa/cj) Der Automanager Karl-Thomas Neumann soll einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) vom 2. November 2012 zufolge neuer Opel-Chef werden. "Neumann an der Spitze wäre gut für Opel. Er hat das Format, das wir brauchen", sagte ein Aufsichtsratsmitglied von Opel der Zeitung. Neumann war noch bis vor wenigen Monaten Chef von VW in China, dann wurde er von Konzernchef Martin Winterkorn ausgetauscht. Wegen seiner Verpflichtungen gegenüber seinem Noch-Arbeitgeber wird der 51-Jährige nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa seinen Dienst vermutlich nicht vor dem Sommer 2013 antreten.
Opel - Thomas Sedran
Thomas Sedran hatte erst im Juli 2012 das Krisenmanagement bei Opel von Vorgänger Karl-Friedrich Stracke übernommen.
Bild: Werk
Neumann hatte zuvor mehrere Jahre beim Autozulieferer Continental gearbeitet, wo er 2008 zum Vorstandschef aufstieg. Ein Jahr später schied er nach einem erbitterten Machtkampf mit Conti-Großaktionär Schaeffler aus. Der Job bei Opel gilt derzeit als einer der schwierigsten der Branche. US-Mutter General Motors erwartet für das Gesamtjahr 2012 einen operativen Verlust in Europa von 1,5 Milliarden bis 1,8 Milliarden Dollar (bis zu 1,4 Mrd Euro). Die Absatzkrise in Europa macht Opel ähnlich wie Ford, Fiat oder Peugeot schwer zu schaffen. Im laufenden Jahr 2012 werden 2600 Stellen abgebaut.

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Bereits im Sommer 2012 hatte GM den erfolglosen Vorstand der Tochter Opel umgekrempelt. Mitte Juli war Opel-Strategievorstand Thomas Sedran zum Interimschef gemacht worden. Er soll die Geschäfte führen, bis ein neuer Opel-Chef gefunden ist. Sein Vorgänger Karl-Friedrich Stracke war nur 15 Monate im Amt. Neben Stracke musste unter anderem auch Finanzvorstand Mark James gehen. Sein Nachfolger Michael Lohscheller kam von VW.