Weltrekord mit 321 km/h
Nobler Eisbrecher

Mit einem 560 PS starken Bentley Continental GT knackte Rallye-Ass Juha Kankkunen den Geschwindigkeitsrekord auf Eis: 321 km/h!
Weiß, so weit das Auge reicht. Die Sonne schimmert verschwommen durch den trüben Himmel, lässt einen schmalen, bläulichen Streifen aufblitzen, der sich durch die flache Schneewüste zieht. Der Wind pfeift stetig, wirbelt immer wieder den pulvrigen Schnee auf. Dann rauscht es vehement aus einer Richtung, lauter und lauter. Ein pechschwarzer Bentley Continental GT nähert sich wahnwitzig schnell. Wie aus dem Nichts fegt er über die Piste im Schnee, die bis auf das darunter liegende Eis frei gekratzt ist. Hinter dem Steuer sitzt der vierfache Rallye-Weltmeister Juha Kankkunen. Sein Ziel: das Guinnessbuch der Rekorde. Und dafür muss er schneller sein als 296,34 km/h, die bisher eingetragene Höchstgeschwindigkeit auf Eis.
Zwölf Kilometer über das Meer
MAT-Team (Mäkela Auto-Tuning) hat schon viele Motorsport-Disziplinen in Skandinavien gewonnen. Doch diesmal gilt es, sich mit völlig anderen Vorraussetzungen anzufreunden. Keine Rennstrecke, sondern das zugefrorene Meer muss mit Vollgas befahren werden. Möglich ist das nur im hohen Norden, wie hier, am Golf von Bothnia. Zwischen Schweden und Finnland, einfacher gesagt unter dem Bauch des sibirischen Tigers, sind die Bedingungen ideal: Minus 30 Grad Celsius haben die Wellen erstarren lassen und eine 70 Zentimeter dicke Eisschicht auf die hohe See gezaubert. Eine zwölf Kilometer lange Strecke räumten die Rekordjäger vom Schnee. Kankkunen muss Anlauf nehmen, denn die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem festgelegten Kilometer zählt. In beiden Richtungen gemessen, alles innerhalb einer Stunde.
Bloß in der Spur bleiben

Ein Rekord für das Regal

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