Wertverfall bei Elektroautos
Morgen Elektroschrott?

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Ob BMW i3 oder VW E-Golf: Der aktuellen Elektroauto-Generation droht die
Entwertung. Die Reichweite wächst rasant, und die Batteriekosten sinken.
Entwertung. Die Reichweite wächst rasant, und die Batteriekosten sinken.
Bild: Frank Stange
Geschmeidig und kraftvoll – im direkten Vergleich lässt der neue VW E-Golf seine konventionellen Geschwister alt aussehen. Von zwei eklatanten Nachteilen mal abgesehen: der mit 130 bis 190 Kilometern zu geringen Reichweite und dem mit 34.900 Euro zu hohen Preis. Alles wird besser, verspricht jetzt Volkswagen-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer. Was optimistisch klingt, wird wahrscheinlich beim Wiederverkauf zum Bumerang für die Besitzer. Deutliche Sprünge bei der Batterieentwicklung können zu einem hohen Wertverlust der zurzeit topmodernen Autos führen.
Stromspeicher wachsen, Preise sinken

"Die Restwerte von E-Autos liegen um 25 bis 30 Prozent niedriger", sagt Bettina Heinen von LeasePlan.
Bild: Werk
Upgrade bei Batterien?
Eckhard Fahlbusch vom Bundesverband Elektromobilität sieht die Gefahr einer Entwertung dagegen nicht: "Die Hersteller geben lange Garantien auf die Batterien." Beim E-Golf etwa sind es acht Jahre oder 160.000 Kilometer. "Wir sprechen also von 2022. Der scheinbar negative Effekt sinkender Preise bei steigender Kapazität kommt dann auch den Bestandsautos zugute", so Fahlbusch. Wenn der Neuwagen-Akku günstig und speicherstark ist, ist er das für den Gebrauchten als Ersatzteil genauso. Aus technischer Sicht ist also auch ein Upgrade vorstellbar – vorausgesetzt, zukünftige Batteriesysteme werden, wie in der Softwarebranche üblich, abwärtskompatibel konstruiert. Bei Volkswagen jedenfalls gibt man sich gelassen: "Sollte der Markt Nachrüstlösungen fordern, werden wir diese zu einem späteren Zeitpunkt anbieten."
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