Wiesmann MF5 GT: Gebrauchtwagen
Extrem seltener Wiesmann MF5 GT mit BMW-V10 zu verkaufen

Bild: Autohaus Weishaupt GmbH & Co. KG
Kennen Sie Wiesmann noch, die kleine, aber feine Sportwagenschmiede der Brüder Martin und Friedhelm Wiesmann? Nach der Insolvenz im Jahr 2013 sind die Sportwagen im Retro-Look, die stets auf BMW-Technik setzten, mehr oder weniger in Vergessenheit geraten. Doch auf dem Gebrauchtwagenmarkt gibt es nach wie vor das eine oder andere Exemplar zu entdecken!
Rückblick: 1988 als Wiesmann GmbH gegründet, beschäftigte sich die Firma in den ersten Jahren mit dem Bau von Hardtops für Cabrios. Doch bereits 1993 wurde das erste eigenständige Auto präsentiert. Die Idee hinter dem Erstlingswerk: einen formschönen Roadster mit analogen Fahreigenschaften zu kreieren, der vollends in Deutschland entstehen sollte. Das Projekt kam ins Rollen, innerhalb von zwei Jahren entstanden insgesamt elf Autos, vier MF25 mit 2,5-Liter-Vierzylinder und sieben MF35 – bei den Motoren setzten die Wiesmann-Brüder von Beginn an auf BMW-Aggregate.
Der MF3 war der Bestseller
Richtig erfolgreich wurde Wiesmann schließlich mit dem ab 1995 angebotenen MF3 Roadster, der auf größere Motoren aus dem BMW M3 (anfänglich E36 und zuletzt E46) setzte. Mit seinem Retro-Look und der modernen BMW-Technik avancierte der MF3 zum Bestseller. Bis 2011 sollen mehr als 900 Exemplare (insgesamt entstanden etwa 1600 Wiesmann-Modelle) gefertigt worden sein.

Weiß ist Trumpf: Karosserie und Felgen sind komplett weiß. Sicherlich Geschmackssache, aber auf jeden Fall individuell.
Bild: Autohaus Weishaupt GmbH & Co. KG
2005 debütierte der Wiesmann MF4 GT, das erste Coupé der Marke. Der MF4 war größer als der MF3 und setzte ebenfalls auf BMW-Technik. Statt eines Reihensechszylinders fand jedoch ein 4,8-Liter-V8-Sauger (N62) mit 367 PS unter der langen Haube Platz, der ab 2010 durch einen V8-Biturbo (N63) ersetzt wurde. Es folgten konsequent der MF4 Roadster, der MF4-S sowie die Topmodelle MF5 GT und MF5 Roadster, ehe Wiesmann in finanzielle Schräglage geriet und 2013 Insolvenz anmelden musste.
Kein Wiesmann unter 100.000 Euro
Bis heute sind die Autos etwas für Individualisten, die über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen. Denn ein Wiesmann ist nicht günstig, aktuell wird in Deutschland kein Modell unter 100.000 Euro angeboten – nach oben endet die Skala erst bei über 300.000 Euro. Ungeachtet dessen gibt es mit knapp 50 Autos ein überraschend großes Angebot an gebrauchten MF3, MF4 und MF5.

Zwei mittige Endrohre und ein fest stehender Flügel kennzeichnen den 1,94 Meter breiten MF5.
Bild: Autohaus Weishaupt GmbH & Co. KG
Am oberen preislichen Ende bewegen sich die Topmodelle MF5 GT und Roadster mit dem legendären 5,0-Liter-V10-Sauger (S85) aus dem BMW M5 E60/E61 und dem M6 E63/E64. Der leistet 507 PS und 520 Nm. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt der nur etwa 1400 Kilo schwere MF5 GT in 3,9 Sekunden, der Topspeed beträgt 310 km/h. (Der Wiesmann MF5 GT im AUTO BILD-Fahrbericht.)
Den MF5 gab es mit V10 oder V8
Zwischen 2007 und 2010 wurden lediglich 57 MF5 GT mit V10 (plus 43 MF5 Roadster mit V10) gefertigt. Ab 2011 kam im MF5 der 4,4-Liter-V8-Biturbo (S63T) aus dem M5 F10 und X5 M E70 zum Einsatz, da BMW die Produktion des S85 eingestellt hatte. Der S63T bietet mit 555 PS und 680 Nm zwar nominell mehr Leistung, damit ist der MF5 aber praktisch nicht schneller unterwegs. Vom MF5 GT mit V8-Biturbo entstanden bis 2013 nur 21 Stück, vom Roadster immerhin 63.
Mit insgesamt nur 184 gebauten Exemplaren ist der MF5 eine absolute Rarität. Bemerkenswert, dass das "Autohaus Weishaupt GmbH & Co. KG" als Spezialist nicht nur 22 Wiesmann, sondern sogar gleich acht MF5 im Angebot hat. Hier haben die Kunden die maximale Auswahl: Coupé oder Roadster, V8-Biturbo oder V10-Sauger?

Die schwarze Innenausstattung wurde mit weißen Kedern und Applikationen auf die Außenfarbe abgestimmt. Dieser MF5 hat zwei Airbags.
Bild: Autohaus Weishaupt GmbH & Co. KG
Der hier gezeigte MF5 GT ist gleich in mehrfacher Hinsicht besonders. Zum einen handelt es sich um ein 2010er-Auto, also einen MF5 mit dem V10. Dazu kommt die besondere Farbkombination aus mattweißer Lackierung (keine Folie!) und den passend dazu in Wagenfarbe lackierten BBS-FI-Felgen in 20-Zoll. Abgerundet wird der Look von den ebenfalls in Wagenfarbe lackierten Anbauteilen (verlängerte Frontlippe und größerer Heckflügel). Nach knapp 15 Jahren stehen rund 26.000 Kilometer auf dem Tacho. Bedeutet: Dieser Wiesmann hat sich nicht als reines Sammlerfahrzeug
die Räder eckig gestanden.
die Räder eckig gestanden.
Zu den Ausstattungshighlights zählen: Liftsystem, Gewindefahrwerk, Becker-Indianapolis-Pro-Navi, Sportbremse und eine Klappenabgasanlage mit TÜV. Somit dürfte der einstige Neupreis bei deutlich über 200.000 Euro gelegen haben, los ging es 2007 bei mindestens 179.800 Euro.
289.000 Euro soll dieser MF5 GT kosten
15 Jahre später entpuppt sich der MF5 GT zumindest nicht als schlechtes Investment, denn das hier gezeigte Exemplar soll aktuell 289.000 Euro kosten.
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