Das Reifenformat 195/65 R 15 gehört zu den meistgekauften Reifengrößen – je nach Motorisierung und Ausstattung passt es auf zahlreiche aktuelle Kleinwagen, aber auch auf viele ältere Kompaktmodelle. AUTO BILD hat mehr als 50 Winterreifen dieser Größe getestet. Alle Reifen wurden anonym im Handel gekauft. Im Testfeld dabei: mehrere Billigreifen. Wir wollen wissen, wie sich die No-Name-Produkte im direkten Vergleich mit den teuren Premium-Marken schlagen. (Unseren aktuellen Winterreifen-Test 2019 finden Sie hier.)

21 Reifen wegen zu langer Bremswege disqualifiziert

Alle Winterreifen wurden in einer Qualifikationsrunde einem Sicherheitstest unterzogen: Dazu wurden die Bremswege auf nasser Piste (aus 80 km/h, Testfahrzeug VW Golf) und auf Schnee (aus 50 km/h) gemessen. Von insgesamt 51 Winterreifen wurden 21 bereits nach dem ersten Durchgang auf nasser Fahrbahn aussortiert – zu lange Bremswege. Nach dem zweiten Durchgang auf Schnee schieden weitere zehn Reifen aus. Nur die zwanzig Winterreifen mit den kürzesten addierten Bremswegen aus beiden Durchgängen kommen in die Endrunde.

Dunlop Testsieger – vier Winterreifen sind vorbildlich

Dort müssen die Winterreifen ihre Qualitäten in 14 Einzeldisziplinen unter Beweis stellen – etwa beim Handling auf Schnee, Nässe und trockener Fahrbahn oder auf der Aquaplaning-Teststrecke. Natürlich haben wir auch die Wirtschaftlichkeit gecheckt und einen Abriebtest gemacht. Testsieger 2018 wird am Ende der Dunlop Winter Sport 5. Er zeigt keine Schwächen, überzeugt mit stabilen Handling-Qualitäten bei allen Witterungsbedingungen und liegt auch bei der Wirtschaftlichkeit ganz vorn. Neben dem Dunlop-Reifen erhalten auch der Continental Winter Contact TS 860, der Kleber Krisalp HP 3 und der Fulda Kristall Control HP 2 das Urteil "vorbildlich". Mit "gut" bewertet wurden die Reifen Hankook Winter i'cept RS2, Goodyear UltraGrip 9, Debica Frigo HP2 und Falken Eurowinter HS01.

Gute Winterreifen müssen nicht teuer sein

Alle Billigreifen und No-Names sind bei unserem Sicherheitscheck bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Trotzdem müssen gute Winterreifen nicht teuer sein: Günstig und ohne Tadel präsentieren sich die preiswerten Reifen der Zweitmarken Kleber (ca. 240 Euro pro Satz) und Fulda (ca. 255 Euro pro Satz). Noch günstiger sind die Reifen von Debica (ca. 235 Euro pro Satz) und Falken (ca. 225 Euro pro Satz).

Beim Kauf auf die richtige Kennzeichnung achten

Winterreifen-Kennzeichnung
Winterreifen-Kennzeichnung: links das Alpine-Symbol, rechts die "M+S"-Kennzeichnung.
Bereits 2017 ist für Winterreifen und Ganzjahresreifen eine neue Regelung in Kraft getreten: Wintertauglich im Sinne des Gesetzgebers sind Reifen, die mit dem sogenannten Alpine-Symbole (Berg-Piktogramm mit Schneeflocke) gekennzeichnet sind. Die zuvor maßgebliche "M+S"-Kennzeichnung (Matsch und Schnee) reicht bei Reifen, die ab Januar 2018 produziert worden sind, nicht mehr aus. Ältere Reifen, die nur eine "M+S"-Kennzeichnung haben, aber vor 2018 produziert wurden, dürfen allerdings noch bis Ende September 2024 auch bei winterlichen Straßenverhältnissen eingesetzt werden.
Die Bewertungen der 20 Winterreifen, die es in die Finalrunde geschafft haben, finden Sie unten in der Tabelle. In der Bildergalerie haben wir außerdem die Stärken und Schwächen der 20 Finalisten sowie die Bremswerte aller getesteten Reifen zusammengefasst. Den ausführlichen Testbericht mit allen Details und Messwerten gibt es auch als PDF-Download im Online-Artikelarchiv.

Bildergalerie

Winterreifen-Test 2018
Winterreifen-Test 2018
Winterreifen-Test 2018
Kamera
Winterreifen-Test 2018