Winterreifen-Test: 215/55 R 17
AUTO BILD testet über 50 Reifen im Winterreifen-Test
AUTO BILD hat im Winterreifen-Test 56 Winterreifen in der Größe 215/55 R 17 getestet – die Reifendimension für zahlreiche Mittelklasse-Modelle. Das Urteil "vorbildlich" erhielten fünf Winterreifen. Hier kommen alle Ergebnisse!
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Inhaltsverzeichnis öffnen

1.
Hankook
Winter i*cept RS3 215/55 R17 98V
1,2
sehr gut
- kurze Bremswege bei Schnee und Nässe
- gute Aquaplaningreserven
- schnell im Trockenhandling
- niedrigeres Energiesparpotenzial

1.
Goodyear
UltraGrip Performance 3 215/55 R17 98V
1,2
sehr gut
- ausgewogener Alleskönner
- hervorragende Traktion auf Schnee
- sehr leise
- langsamer im Trockenhandling

3.
Vredestein
Wintrac Pro+ 215/55 R17 98V XL
1,3
sehr gut
- meistert alle Disziplinen souverän
- etwas lautes Vorbeifahrgeräusch

3.
Continental
WinterContact TS 870 P 215/55 R17 98V XL
1,3
sehr gut
- solider Allrounder
- kraftstoffsparender Rollwiderstand
- relativ hoher Kaufpreis

3.
Goodyear
UltraGrip Performance + 215/55 R17 98V XL, SealTech
1,3
sehr gut
- Spitzenleistung auf verschneiter Piste
- ausgewogener Fahreigenschaften bei Nässe und Trockenheit
- gute Wirtschaftlichkeit
- durchschnittlicher Komfort

6.
Dunlop
Winter Sport 5 215/55 R17 98V XL FR
1,4
sehr gut
- Scheeprofi
- stabile Fahreigenschaften auf nasser und trockener Piste
- gute Zugkraft
- präzises Handling auf Schnee
- gute Kilometerleistung
- erhöhtes Preisniveau

7.
Cooper Tire
Discoverer Winter 215/55 R17 98V XL
1,5
gut
- preisgünstig
- ausgewogenes Leistungsprofil
- überzeugende Schneetauglichkeit
- stabiles Trockenhandling
- kurze Trockenbremswege
- durchschnittlicher Komfort

8.
Kumho
Wintercraft WP52 Plus 215/55 R17 98V
2,1
gut
- Preisschnäppchen
- kurzer Trockenbremsweg
- wenig Aquaplaning-Reserven in Kurven

8.
Bridgestone
Blizzak LM 005 215/55 R17 98V
2,1
gut
- überzeugende Handlingqualität bei Trockenheit und Nässe
- präzises Einlenken
- kurze Nass- und Trockenbremswege
- mäßige Laufleistung
- lautes Abrollgeräusch

10.
Michelin
Alpin 7 215/55 R17 98V XL
2,2
gut
- Schneespezialist
- gutes Handling auf winterlichen Straßen
- geringer Rollwiderstand
- hoher Preis

11.
Bridgestone
Blizzak 6 215/55 R17 98V XL Enliten EV
2,3
gut
- gute Fahrleistung auf Schnee
- langer Nassbremsweg

11.
Pirelli
Cinturato Winter 2 215/55 R17 98V XL
2,3
gut
- hoher Abrollkomfort
- beste Traktion im Schnee-Slalom
- hoher Rollwiderstand

13.
Falken Reifen
Falken Eurowinter HS02 215/55 R17 98V XL
2,4
gut
- Trockenspezialist
- etwas langsamer beim Schnee- und Nasshandling

13.
BF-Goodrich
G-Force Winter 2 215/55 R17 98V
2,4
gut
- sehr gute Fahrleistung auf festgefahrener Schneedecke
- gute Aquaplaningreserven
- angenehm leiser Fahrkomfort
- leicht verlängerte Nassbremswege
- hoher Preis
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Der Winter bringt nicht ausschließlich Schnee und Eis mit sich – daher führt Auto Bild einen umfangreichen Winterreifen-Test durch, in dem mehr als 50 Modelle auf ihre Allround-Eignung für die kalten Monate geprüft werden. Alle 56 Teilnehmer müssen sich zuerst in einer Vorprüfung auf nasser Fahrbahn beweisen. Diejenigen, die bei diesem Sicherheitscheck scheitern, scheiden sofort aus. Die 30 besten Fahrer im Nassbremsen qualifizieren sich für die nächste Runde der Vorprüfung, den Bremstest auf Schnee. Die 20 Kandidaten, die insgesamt die kürzesten Bremswege aufweisen, erreichen die Hauptrunde, die fahrdynamische Tests und weitere Prüfdisziplinen umfasst (Details dazu finden sich im Abschnitt "So haben wir getestet"). AUTO BILD hat 2022 Winterreifen in der Dimension 215/55 R 17 getestet. Die Testergebnisse sind nach wie vor aktuell.
Testsieger werden am Ende die Reifen von Michelin (Alpin 6) und Pirelli (Cinturato Winter 2) – beide überzeugen mit ausgewogenen Leistungen auf hohem Niveau bei jeder Witterung. Auch die Reifen von Goodyear, Dunlop und Cooper erhalten das Testurteil "vorbildlich". Das Testurteil "gut" gibt es für die Winterreifen von Hankook, Continental, BF Goodrich, Semperit, Kleber, Vredestein, Falken, Nexen und Maxxis. Der Titel "Eco-Meister" geht an den Reifen von Kumho (Wintercraft WP52) – er erzielt nicht nur höchste Kilometerlaufleistung, sondern liegt auch bei der Kostenkalkulation über 1000 Kilometer vorn.
Es ist schon erstaunlich, was moderne Winterreifen leisten. Auf dem Arctic-Falls-Testgelände in der schwedischen Provinz Norrbotten können sich die Winterspezialisten auf festgefahrener Schneedecke von ihrer besten Seite präsentieren. Die Schneegreifer mit den besten Handlingeigenschaften kommen von Uniroyal und Kleber, in der Schnee-Kapitelnote liegen sie gleichauf mit den Winterspezialisten von Goodyear und BF Goodrich. Mit gerade noch befriedigender Leistung landet ein zum Vergleich mitgetesteter Billigreifen jeweils am unteren Ende der Skala, auf Sommerreifen endet der Fahrversuch dagegen kläglich in einer Schneewehe.
Wie sicher man mit guten Winterreifen mittlerweile auf nasser Piste unterwegs ist, zeigt der Vergleich mit einem Sommerreifen. Lediglich beim Bremsen kann er die Vorteile seiner stabilen Profilstruktur noch ausspielen. Auf dem rutschigen Asphalt des Nasshandling-Parcours sorgt die weiche Gummimischung der Winterexperten, allen voran der Blizzak LM005 und Pirellis Cinturato Winter 2, jedenfalls für bessere Haftung. Wie auf Schmierseife rutscht unserer Test-Passat dagegen auf den Billigreifen über die bewässerte Piste – Sicherheit hat eben ihren Preis.
Auf trockener Piste sammeln die Kandidaten von Bridgestone, Kumho und Continental mit direkter Lenkung und dynamischem Fahrverhalten hinter dem Sommerreifen die meisten Pluspunkte. Beim Handling zeigt sich sogar der Billigreifen einmal von der guten Seite, beim Bremsen landet er allerdings auf dem letzten Platz. Die teuren Fabrikate der Premiumhersteller Bridgestone und Michelin können das deutlich besser, sie kommen im Ernstfall schon eine ganze Wagenlänge eher zum Stehen.
Bei der Fahrgeräuschmessung überzeugen die Leisetreter von Nokian und Nexen. Beim Wirtschaftlichkeits-Check erreicht der WP52 von Kumho nicht nur die höchste Kilometerlaufleistung, auch bei der Kostenkalkulation über 1000 Kilometer liegt er vorn. Der TS 870 P von Continental schlägt mit einem doppelt so hohen Betrag zu Buche.
Zu Beginn des Winterreifen-Tests mussten sich die 56 Reifen in einem ersten Sicherheitscheck beweisen, gestartet wurde mit einem Bremstest auf nasser Strecke aus einem Tempo von 80 km/h. Die 26 Reifen mit den längsten Bremswegen wurden hier bereits aussortiert. Die übrigen 30 Winterreifen wurden anschließend auf festgefahrener Schneedecke aus 50 km/h abgebremst. Auch danach wurde wieder aussortiert – nur die 20 Reifen mit den in Summe kürzesten Bremswegen aus beiden Bremstest wurden für die Finalrunde des Tests berücksichtigt.
In der Finalrunde wurden die 20 Winterreifen 13 weiteren Testdisziplinen unterzogen:
• Auf Schnee: Traktion, Slalom und Handling
• Auf nasser Strecke: Aquaplaning, Kurvenaquaplaning, Kreisbahn und Handling
• Auf trockener Strecke: Bremsen (aus 100 km/h), Handling und Vorbeifahrgeräusch
• Kosten: Laufleistung, Preis pro 1000 km Laufleistung, Rollwiderstand
• Auf Schnee: Traktion, Slalom und Handling
• Auf nasser Strecke: Aquaplaning, Kurvenaquaplaning, Kreisbahn und Handling
• Auf trockener Strecke: Bremsen (aus 100 km/h), Handling und Vorbeifahrgeräusch
• Kosten: Laufleistung, Preis pro 1000 km Laufleistung, Rollwiderstand
Winterreifen-Test 2022: 215/55 R 17 – Ergebnisse*
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
In Deutschland herrscht eine situative Winterreifenpflicht: Bei winterlichen Straßenverhältnissen müssen Winterreifen aufgezogen sein. Man erkennt sie am Alpine-Symbol, einem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Auch Ganzjahresreifen, die dieses Symbol tragen, erfüllen die Anforderungen des Gesetzgebers.
Bis zum 30. September 2024 gelten auch Reifen mit M+S-Kennzeichnung als wintertauglich (bei Herstellung bis 31. Dezember 2017). Wann ein Reifen produziert wurde, ist anhand der sogenannten DOT-Nummer auf der Reifenflanke zu erkennen (DOT steht für Department of Transportation, das US-Verkehrsministerium). Die etwas abgesetzten letzten vier Ziffern der Nummer geben den Produktionszeitraum des Reifens an: Die ersten beiden Ziffern stehen für die Woche, das zweite Ziffernpaar für das Herstellungsjahr. Stehen am Ende der DOT-Nummer zum Beispiel die Ziffern 0517, wurde der Reifen in der fünften Woche des Jahres 2017 hergestellt.

Kurzer Bremsweg auf Schnee? Das muss bei einem guten Winterreifen in 215/55 R 17 sichergestellt sein.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Unser Test wurde unterstützt von: Avon, BF Goodrich, Bridgestone, Continental, Dunlop, Falken, Firestone, Fulda, General, Gislaved, Giti Tire, Goodyear, GT Radial, Kenda, Kleber, Maxxis, Michelin, Nexen, Nokian, Pirelli, Semperit, Toyo, Uniroyal, Vredestein und Yokohama. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie hier.
Fazit
Winterreifen sind mit ihrer soften Gummimischung und den vielen kleinen Einschnitten in den Profilblöcken (Lamellen) für optimale Haftung auf Schnee und Eis konzipiert, müssen aber ebenso zuverlässig auf nasser wie trockener Piste funktionieren. Gegenüber einem Sommerreifen müssen da natürlich Abstriche akzeptiert werden. Mit ausgewogenen Leistungen auf hohem Niveau krönen wir am Ende unseres Tests die Winterspezialisten von Michelin und Pirelli zu den Winterkönigen der Saison, dicht gefolgt von Goodyear, Dunlop und Cooper.
Service-Links





























