Mieten statt kaufen: Das bietet vor allem für Camping-Neulinge zahlreiche Vorteile, um überhaupt erst mal zu testen, ob diese Urlaubsform das Richtige ist. Denn wer sich von tollen Fernsehclips und Instagram-Videos in den "Van-Life-Kosmos" locken lässt, weiß vielleicht noch nicht, dass Wildcampen am Strand fast überall verboten ist und eine Toilettenkassette auch irgendwann mal voll ist. Um sich an das Thema heranzutasten, ist ein Leihfahrzeug ideal, weil man bei der Übergabe eine Einweisung bekommt und sämtliche Fragen loswerden kann.
Vorher sollte man sich Gedanken machen, welche Art von Camper es überhaupt werden soll. Kastenwagen? Teilintegriert? Oder doch der kleine Van? Ist diese Frage beantwortet, kann man bei der Fahrzeugsuche schauen, ob es zum Beispiel ein liebevoll eingerichtetes Privatfahrzeug oder aber das neueste Modell sein soll – mitunter ein entscheidender Kostenfaktor!

Das Reiseziel beeinflusst die Wahl

Auch das Reiseziel ist ein zentraler Punkt. Soll es zu Hause losgehen, oder will ich mir eine lange Anreise sparen und lieber erst vor Ort in den Camper steigen? Viele Anbieter haben inzwischen ein europa- oder sogar weltweites Service-Netz. Dadurch sind Camper-Trips auch in den USA und Kanada möglich. Hier lohnt es sich zu schauen, welcher Anbieter eine Niederlassung an meinem Reiseziel hat.

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Aber auch für erfahrene Reisemobilisten kann sich das Mieten lohnen, wenn zum Beispiel das Kaufinteresse an einem konkreten Modell besteht. Gerade bei höherpreisigen Fahrzeugen kann sich ein vorheriger Testtrip mit dem Mietmobil lohnen und davor schützen, "die Katze im Sack" zu kaufen.

Keine Sorgen um Unterhalt und Organisation

Wer mietet, statt zu kaufen, muss sich außerdem keine Gedanken um die Instandhaltung und damit verbundene Kosten machen. Wo steht das Wohnmobil, wenn es nicht genutzt wird? Wann muss das Fahrzeug zum TÜV oder zur Gasprüfung? Ein Reisemobil bringt eine Reihe von organisatorischen Aufgaben mit sich, die natürlich auch Kosten verursachen. In der Vermietung sind all diese Aspekte abgedeckt. Hinzu kommen Ansprechpartner und fachlicher Rat im Schadensfall.

Finanziell flexibel unterwegs

Des Weiteren ist ein Wohnmobil für viele natürlich eine große Investition, die erst mal gestemmt werden muss. Mit der Zeit kommt es außerdem zu Wertverlust, was auf jeden Fall mit eingeplant werden sollte. Das Mietmobil bietet da einige Vorteile und stellt gerade für Neulinge eine gute Option dar, um sich dem Thema Camping zu nähern.
Mehr als 100 Standorte in 16 Ländern bietet das Unternehmen Roadsurfer. Darunter auch Kanada und die USA.
Bild: Roadsurfer
Wir haben eine kleine Auswahl von etablierten Anbietern für Sie herausgesucht und wünschen: Viel Spaß bei der Suche nach dem richtigen Reisemobil und allzeit gute Fahrt!

Paul Camper: Privatfahrzeuge mit Charme

Der besondere Reiz bei Paul Camper besteht darin, mit einem privaten, liebevoll eingerichteten Camper unterwegs zu sein. Das Angebot reicht von Wohnwagen über Vans bis hin zu teil- und vollintegrierten Reisemobilen und kann zum Beispiel nach Automatikgetriebe oder Dusche gefiltert werden. Über das Portal wird Kontakt mit den Besitzern aufgenommen, die das Fahrzeug persönlich übergeben. Vollkaskoversicherung und Pannenhilfe sind inklusive. Für Wohnmobilbesitzer kann das gelegentliche Vermieten über Paul Camper eine interessante Nebeneinkunft sein. Preis: zwischen 50 und 200 Euro pro Tag.

McRent: Erfahrung aus 20 Jahren

Bei McRent handelt es sich um einen der führenden Wohnmobilvermieter in Europa, und das bereits seit mehr als 20 Jahren. Neulinge bekommen an mehr als 100 Stationen in ganz Europa Fahrzeuge aus der Erwin-Hymer-Gruppe, die maximal zwei Jahre alt, technisch geprüft und sicher sind. Den Fokus legt man bei McRent auf eine einfache Buchung (online oder vor Ort) und eine ausführliche Einweisung in das Fahrzeug. Bei Bedarf lassen sich ergänzende Leistungen wie zum Beispiel Camping-Sets, Parkmöglichkeiten für das eigene Auto oder Transfers zu Stationen hinzubuchen. Preis: zwischen 60 und 160 Euro pro Tag, je nach Saison.

ADAC: der verlässliche Partner

Auch beim Allgemeinen Deutschen Automobil-Club können Wohnmobile für die Urlaubsreise gebucht werden, denn der ADAC arbeitet mit einem bundesweiten Partnernetz aus 75 lizenzierten Caravaning-Fachbetrieben zusammen. Dort erhalten Mieter dann fachkundige Beratung, gewartete Fahrzeuge und Ansprechpartner vor Ort. Die Fahrzeugpalette stammt von namhaften Herstellern und beinhaltet überwiegend neuwertige Fahrzeuge aus allen Reisemobilklassen. Im Mietpreis enthalten sind eine Teil- oder Vollkaskoversicherung sowie ein Schutzbrief für den Pannenfall. Außerdem dürfen in vielen Fahrzeugen Hunde mitgenommen werden. Preis: ab 70 Euro pro Tag, je nach Saison.

Roadsurfer: Global Player mit neuester Flotte

Mehr als 100 Standorte in 16 Ländern (darunter Kanada und die USA) und eine Flotte von 10.000 Fahrzeugen machen Roadsurfer zu einem der Platzhirsche am Markt. Geboten werden sämtliche Reisemobilklassen namhafter Hersteller und die neuesten Modelle. Dank einer Hundepauschale sind alle Modelle auch vierbeinerfreundlich. Neben der normalen Miete für einen Trip besteht außerdem die Möglichkeit, ein Abo abzuschließen und Camper somit auch für einen längeren Zeitraum zu mieten. Ein 24/7-Mobilitätsservice sowie eine App mit eigenen Stellplätzen runden den Service ab. Preis: zwischen 65 und 250 Euro pro Tag, je nach Saison.