Im beschaulichen Aulendorf lieben sie Revolutionen nicht so sehr. Seit fast einem halben Jahrhundert setzt der von allen Konzernen unabhängige Hersteller eigene Maßstäbe, gönnt Kunden eine riesige Auswahl und verändert sich in evolutionären Schritten.
Das gilt auch für den Modelljahrgang 2027: Vieles bleibt, doch manches Neue kommt und fällt sogar sofort auf.
An der Front hatten die großen Modelle, die Carthago selbstbewusst der Liner-Klasse zuordnet, bereits im vergangenen Jahr einen neuen Auftritt erhalten. Künftig findet sich dieses Sechseck-Motiv auch am Heck wieder: Wer sich den neuen Carthago-Modellen der Baureihen chic e-line, chic s-plus und liner-for-two von hinten nähert, soll sofort den Carthago erkennen.
In der Weite des Raumes liegt es sich noch bequemer, wenn das Polster ausgezogen ist.
Bild: Bernd Hanselmann
Die LED-Leuchtengrafik wirkt mondän, scharf gezogene Linien werfen Schatten. Dazu ziert ein großer, dreidimensionaler Schriftzug das Heck. Selbst den Abschluss nach oben hatten die Carthago-Designer im Blick: Ein schwarzer Dachspoiler integriert elegant die Positions- und Bremsleuchten sowie die Rückfahrkamera. Wahlweise gibt es die seitlichen Zierstreifen nicht mehr nur im typischen Bronzeton, sondern auch in Rot oder Schwarz.

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Auf scharfe Kontraste setzt das Designpaket Black Edition: Dann tritt der Carthago-Liner in weißer Grundfarbe an, zu der viele Anbauteile bewusst schwarze Kontrapunkte setzen.

Auch innen gibt es viel Neues

Das Bewährte hat Carthago erhalten. Dazu zählen ein großzügiges Platzangebot mit viel Laderaum, der sich im riesigen, beheizbaren Doppelboden findet. Ob umfangreiches Sportequipment oder Reisegepäck, alles findet hier gut geschützt und von außen und innen zugänglich seinen Platz.
Schritt für Schritt entdeckt Carthago eine leichtere, moderne Innenarchitektur.
Bild: Bernd Hanselmann
Auch die Möbel folgen einer neuen Linie. Klare Formen, weniger Schnörkel, in der Küche zudem grifflose Schubladen und eine schwebend wirkende, elegante Arbeitsplatte prägen die neuen Topmodelle von Carthago. Serienmäßig sind nun alle Klappen und Schubladen im Bereich der Küche in die Zentralverriegelung integriert. Gegen Aufpreis liefert Carthago eine Geschirrspülschublade, ein Hybrid-Kochfeld, das zusätzlich zu zwei Gasbrennern eine Induktionskochstelle bietet, und einen großen Kompressorkühlschrank.
Optimiert haben die Carthago-Innenarchitekten zudem die Sitzgruppe. Ihr Ziel lag auf mehr Bewegungsraum, einem der wesentlichen Wohlfühl-Aspekte an Bord. Erreicht haben sie das Ziel durch verkürzte Sitztiefen. Damit es sich trotzdem gemütlich vor dem Fernseher lümmeln lässt, bietet Carthago die Option einer ausziehbaren Sitzfläche: So entsteht eine üppig dimensionierte Relax-Liege, die sich ideal zum gemütlichen Fernsehen oder Lesen eignet.

Autarker und digitaler denn je

Carthago legt weiter großen Wert auf eine maximale Unabhängigkeit von der Infrastruktur. Daher besserten die Konstrukteure nach: Durch Zusatztanks steigt das Frischwasservolumen beim chic e-line auf 310 Liter, der chic s-plus tankt nochmals zehn Liter mehr.
Das neue Heck zeigt Dynamik und verspricht Luxus. Mit dabei: markante LED-Rückleuchten.
Bild: Bernd Hanselmann
Auch in Sachen Elektrik baut Carthago aus: Ein erweitertes Elektro-Autarkie-Paket integriert die Solaranlage und sichert mit einer 400-Ah-Lithiumbatterie die Stromversorgung länger als bisher.