Mit dem SU7 hat Xiaomi in China einen Nerv getroffen. Die Elektro-Limousine verkauft sich wie geschnitten Brot, auf dem heimischen Markt laufen die Bestellbücher über. Und erst kürzlich hat der Tech-Riese Xiaomi mit dem SUV YU7 nachgelegt.
Aber: In Europa werden weder SU7 noch YU7 offiziell angeboten, der Markteintritt ist erst für 2027 geplant. Doch es gibt schon jetzt die Möglichkeit, den SU7 in Deutschland zu kaufen!

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Xiaomi SU7


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Möglich macht das der Importeur "Auto China" aus München. Neben einem SU7 Max (der im AUTO BILD-Test die Testnote 1,6 einfahren konnte) ist auch das 1548 PS starke Topmodell SU7 Ultra erhältlich. Laut Auto China sei die bis zu 350 km/h schnelle Elektro-Limousine mit deutscher Zulassung sofort verfügbar.

So viel soll der SU7 Ultra kosten

Erstmals zugelassen wurde der gelbe SU7 Ultra mit den silbernen Streifen im Februar 2025. Seitdem hat er rund 9000 Kilometer abgespult – hauptsächlich zu Testzwecken. Ein Schnäppchen ist das Auto allerdings nicht: Während das Topmodell in China umgerechnet mindestens knapp 70.000 Euro kostet, werden für das einzige in Europa zugelassene Modell 118.881 Euro (99.900 Euro netto) fällig. Das ist der Preis, wenn man den SU7 Ultra vor allen anderen sein Eigen nennen will.

1548 PS stark und 350 km/h schnell

Verglichen mit dem "normalen" SU7 ist der Name beim SU7 Ultra Programm. Drei Motoren (einer vorne, zwei hinten) leisten in Summe 1548 PS. Wenn man die von der Leine lässt, soll der Sprint von null auf hundert in 1,98 Sekunden abgehakt sein, Schluss ist erst bei beeindruckenden 350 km/h. Der Akku ist 150 kWh groß und lädt laut Xiaomi in nur elf Minuten von zehn auf 80 Prozent. Das reicht für bis zu 630 Kilometer Reichweite – jedenfalls nach dem sehr optimistischen chinesischen Zyklus. Nach WLTP dürfte die Reichweite eher bei 400 bis 450 Kilometern liegen.

Mit 24-karätigem Gold bestückt

Optisch trägt das Topmodell dick auf: Front und Heck sind sportlicher gestaltet: mit Front-Splitter, größeren Frischluftöffnungen, Heckdiffusor und feststehendem Flügel (optional), über den der in München inserierte SU7 verfügt. Zudem kommt viel Carbon zum Einsatz, auf Wunsch ist auch das Dach in Carbon ausgeführt. Carbonkeramik-Bremsen und ein Sportfahrwerk gehören zur Serienausstattung. Sogar echtes Gold ist am Start. Und zwar beim Emblem auf der Fronthaube: Das Markenlogo ist in 24-karätigem Gold ausgeführt.
Im Alltag ist der SU7 Ultra auf 900 PS gedrosselt, die restlichen 648 PS werden nur dann freischaltet, wenn das Navi das Auto auf der Rennstrecke verortet und die Restreichweite über 300 Kilometern liegt.
Bild: Auto China
Obwohl der SU7 Ultra, mit Ausnahme des hier gezeigten Exemplars, noch nicht in Europa erhältlich ist, ist AUTO BILD die Rekord-Limousine bereits in Peking gefahren. Dabei überraschte der SU7 vor allem mit seiner ausgeglichenen Abstimmung.
Im Fahrbericht heißt es: "Aber obwohl der Xiaomi die Fahrleistungen eines Supersportwagens hat und die auch ähnlich bestimmt auf die Straße bringt, ist er keine böse Bestie, die man nur mühsam im Zaum halten kann. Sondern er gleitet ganz gelassen und mit einem erstaunlichen Maß an Restkomfort über die Ringstraßen der chinesischen Hauptstadt. (...) Aber wehe, wenn er losgelassen wird: Der Wumms beim Kickdown, der dich in weniger als zwei Sekunden auf Tempo 100 katapultiert, trifft dich wie ein Blitz aus heiterem Himmel und bringt die Auffassungsgabe des Fahrers an ihre Grenzen, so explosiv ist die Beschleunigung selbst mit der gedrosselten Leistung."

Fazit

Ein Auto vor allen anderen zu besitzen, ist reizvoll. Zumal fraglich ist, ob der SU7 Ultra direkt ab Anfang 2027 in Deutschland erhältlich sein wird. Ob es einem den Aufpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.