Für den chinesischen Elektroauto-Hersteller BYD ist es ein Rückschlag zur Unzeit: Das Hypercar Yangwang U9 Xtreme ist bei Hochgeschwindigkeitstests auf einer abgesperrten Strecke verunglückt.
Videos und Bilder aus China zeigen das schwer beschädigte Fahrzeug nach dem Einschlag in eine Streckenbegrenzung. Die Hinterachse wurde bei dem Unfall offenbar komplett vom Auto getrennt. Nach ersten Berichten blieb der Testfahrer unverletzt und konnte den Wagen selbstständig verlassen.

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Der Crash ereignete sich wohl nur wenige Tage vor einem weiteren Rekordversuch. BYD wollte mit dem U9 Xtreme die magische Marke von 500 km/h durchbrechen. Erst 2025 hatte der Elektro-Bolide mit 496,22 km/h bereits einen neuen Topspeed-Wert für ein Serien-Elektroauto aufgestellt.
Verunfallter Yangwang U9 Xtreme
Vom chinesischen 3-Millionen-Dollar-Hypercar ist nach dem Unfall kaum noch etwas übrig.
Bild: CarNewsChina/YouTube

Das extremste BYD-Modell

Der Yangwang U9 Xtreme ist die kompromisslose Hochleistungsversion des ohnehin schon spektakulären U9. Vier Elektromotoren liefern zusammen 2977 PS (2220 kW), gespeist von einer 1200-Volt-Architektur und einem 80-kWh-Akku. Die Kraft wird über eine Einzelradregelung verteilt, die jedes Rad separat ansteuern kann.
Bekannt wurde die Technik bereits durch die spektakulären Show-Funktionen des normalen U9, der springen oder sogar "tanzen" kann. Für die "Xtreme"-Version wurde das System jedoch konsequent auf Höchstgeschwindigkeit und Rennstreckeneinsatz abgestimmt.

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Optisch unterscheidet sich der U9 Xtreme deutlich vom Serienmodell. Ein aggressives Aerodynamik-Paket mit großem Heckflügel, spezielle Semi-Slicks und 20-Zoll-Räder sollen bei Geschwindigkeiten jenseits von 400 km/h für maximale Stabilität sorgen. Auch das Fahrwerk wurde mit einer nochmals geschärften Version des BYD-Systems DiSus-X speziell für Highspeed-Fahrten überarbeitet.

BYD hält am Versuch fest

Warum der U9 Xtreme die Kontrolle verlor, ist bislang unklar. BYD hat sich zu Ursache und Geschwindigkeit beim Unfall noch nicht offiziell geäußert. Trotz des Totalschadens scheint das Unternehmen an seinen Plänen festzuhalten.
Noch im November 2026 soll ein weiterer Rekordversuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden. Dort will BYD als erster Hersteller die 500-km/h-Marke mit einem Elektro-Serienfahrzeug knacken. Ob dafür derselbe Prototyp eingesetzt wird oder ein neuer Wagen aufgebaut werden muss, ist derzeit offen.