Zagato AGTZ Twin Tail (2024)
Zagatos neueste Kreation hat ein demontierbares Heck

Der AGTZ Twin Tail basiert auf der Alpine A110 und ist eine Hommage an einen legendären Rennwagen. Nur 19 Stück werden gebaut. Der Preis ist schwindelerregend!
Bild: https://agtztwintail.com/
Zagato
La Squadra
Ein Auto, zwei völlig unterschiedliche Looks! Auf Basis der agilen Alpine A110 präsentiert Zagato in Zusammenarbeit mit La Squadra den AGTZ Twin Tail. In feinster Coachbuilding-Manier haben die Italiener eine spektakuläre Hommage an die Alpine A220 erschaffen. Der AGTZ Twin Tail wird nur 19-mal gebaut und kostet ein kleines Vermögen!
Wir schreiben das Jahr 1966: Alpine ging damals mit einem aerodynamisch gezeichneten Sportwagen-Prototyp namens A210 unter anderem in Le Mans an den Start. In der Klasse unter 2,0-Liter Hubraum konnte der bis zu 178 PS starke A210 zwischen 1966 und 1969 mehrere Klassensiege einfahren. Beflügelt von dem Erfolg wollte Alpine auch in den größeren Leistungsklassen an den Start gehen.

Das Original: Von ursprünglich acht gebauten Alpine A220 sollen heute nur noch vier existieren.
Bild: https://agtztwintail.com/ Zagato La Squadra
Dazu wurden zwei 1,5-Liter-Vierzylinder zu einem 3,0-Liter-V8 verbunden und ein neues Auto entwickelt. Das trug den Namen A220 und ging erstmals 1968 bei einem nationalen Rennen in Frankreich an den Start. Im selben Jahr schickte Alpine gleich vier A220 bei den prestigeträchtigen 24 Stunden von Le Mans an den Start. Mit mäßigem Erfolg, wie sich herausstellen sollte, denn von den vier Autos kam nur eines in Ziel. Trotz 310 PS (später als Einspritzer sogar 350 PS) war der A220 untermotorisiert. Im darauffolgenden Jahr kam es sogar noch schlimmer – als keines der gestarteten Fahrzeuge ins Ziel kam, wurde das Projekt begraben.
Nur noch vier Alpine A220 sollen existieren
Von den insgesamt acht gebauten A220 (Short- und Longtail) sollen heute noch vier Autos existieren. Und genau dieses ultraseltene Fahrzeug hat Zagato auserkoren, um es in die Neuzeit zu übersetzen.

Alles neu: Zagato lässt praktisch kein Karosserieteil unangetastet und überarbeitet die Alpine grundlegend.
Bild: https://agtztwintail.com/
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Das Ergebnis hört auf die etwas sperrige Bezeichnung AGTZ Twin Tail, wobei der Name Programm ist. Alle 19 Kunden bekommen praktisch ein Auto, mit zwei völlig unterschiedlichen Looks. Mit wenigen Handgriffen soll der Heckaufsatz montiert/demontiert werden können, was dem Auto eine vollkommen andere Erscheinung gibt.
Als Longtail über 4,80 Meter lang
Als Longtail misst der AGTZ beeindruckende 4802 Millimeter, was einem Plus von 622 Millimeter gegenüber der aktuellen Alpine A110, die die Basis bildet, entspricht. Wird der Heckansatz demontiert und auf der mitgelieferten Halterung verstaut, kommt die Kurzheck-Version auf kompakte 4305 Millimeter Länge.

Ohne Heckansatz: Mit nur wenigen Handgriffen soll das leichte Carbonteil montier- und demontierbar sein. Als Kurzheck misst der AGTZ 4,31 Meter.
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Doch Zagato beschränkt sich nicht nur auf das Heck, denn kein Karosserieteil blieb unangetastet. Zwar ist die Alpine noch in den Grundzügen zu erkennen, doch bei genauerem Hinschauen fällt auf, wie viel sie bei Zagato tatsächlich verändert haben.
Die weit heruntergezogene Front trägt neue Lufteinlässe und große, längliche Scheinwerfer, die an das Original erinnern. Die Kotflügel sind neu ausgeformt und die Glasfläche wirkt durch schwarze A-Säulen wie ein Visier. Hinter den Türen zieren den AGTZ neue kantige Lufteinlässe, die die Alpine nicht hat.
Karosserieteile aus Carbon
Natürlich darf auch das charakteristisch ausgeformte Dach, bei Zagato double bubble genannt, nicht fehlen. Die Kurzheck-Version trägt besonders schmale horizontale Rückleuchten, während der AGTZ in Longtail-Spec mit vertikalen Rückleuchten ausgerüstet ist. Alle neue Karosserieteile sind aus Carbon gefertigt, was sie besonders leicht macht.

Mit Heckansatz: In Longtail-Konfiguration kommt der AGTZ auf über 4,80 Meter Länge.
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Laut Zagato soll die Montage des Heckansatzes einfach und schnell erfolgen können. Wichtig ist den Italienern zudem, dass der AGTZ nicht als Rennwagen, wie das Original, sondern eher als spektakulärer Gran Turismo verstanden wird.
Ob sich auch technisch etwas getan hat, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt. In der normalen Alpine A110 leistet der 1,8-Liter-Turbovierzylinder 252 PS und im Topmodell A110 R glatte 300 PS. Die Kraftfübertragung übernimmt in jedem Fall eine Siebengang-Doppelkupplung.
Zehn Mal so teuer wie eine Alpine A110
Nur 19 AGTZ Twin Tail sollen gebaut werden, wovon rund die Hälfte bereits vergriffen ist. Wer Zagatos neueste Kreation möchte, muss allerdings schnell sein und tiefe Taschen haben. Mit einem Stückpreis von 650.000 Euro netto (773.500 Euro brutto) kostet das exklusive Kleinserien-Modell mehr als zehn Mal so viel wie eine Alpine A110 von der Stange.
Erstmals gezeigt wird der AGTZ Twin Tail beim "The ICE" in St. Moritz (23.-24. Februar 2024), die eigentliche Premiere findet dann publikumswirksam im Rahmen des Concorso d'Eleganza Villa d'Este im Mai 2024 statt.
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