Zeekr 9X sperrt wichtige Fahrzeugfunktionen
Dieses SUV kann eigentlich nur in China fahren

Kuriose Story: Ein chinesischer SUV-Besitzer fährt Richtung Europa und verliert nach dem Grenzübertritt plötzlich Zugriff auf wichtige Fahrzeugfunktionen.
Bild: Zeekr
Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, rechnet mit Stau, Schlaglöchern oder langen Wartezeiten an den zu überwindenden Grenzen. Aber sicher nicht mit dem Streik des eigenen Fahrzeugs. Der Besitzer eines neuen Zeekr 9X aus China machte auf seiner Reise Richtung Europa eine ziemlich ungewöhnliche Erfahrung: Kaum hatte er die Grenze nach Kasachstan überquert, schaltete sein Auto plötzlich auf Sicherheitsmodus.
Wichtige Funktionen auf einmal gesperrt
Mehr als 30 Stunden lang konnte der Fahrer unter anderem die Navigation nicht nutzen. Auch das Handschuhfach und die elektronische Tankklappen-Freigabe ließen sich nicht mehr über das Fahrzeug bedienen. Besonders ärgerlich: Wichtige Dokumente lagen ausgerechnet in jenem Handschuhfach.

Blick in den Zeekr 9X: So modern der Innenraum des gigantischen SUV auch sein mag – zu viel Technik kann dem Fahrer zum Verhängnis werden.
Bild: Zeekr
Der chinesische Hersteller Zeekr bestätigte später, dass die Sperre tatsächlich durch ein integriertes Sicherheitssystem ausgelöst wurde. Dieses soll gestohlene Fahrzeuge, Schmuggel und sogenannte Grauimporte verhindern. Die Fahrfunktionen des SUV blieben zwar erhalten, doch zahlreiche Komfort- und Smart-Features waren vorübergehend blockiert. Dabei hatte der Besitzer nach eigenen Angaben sogar vor der Reise seinen Händler über die Pläne informiert und keine Warnung erhalten, was da auf ihn zukommen würde.
Die Grenze sitzt jetzt in der Software
Viele Zeekr-Besitzer dürften sich nun fragen, wie viel Kontrolle ein Hersteller über ein bereits verkauftes Fahrzeug haben sollte. Zeekr reagierte laut chinesischen Medien schnell: Künftig sollen Fahrer über die App selbst einen Freischaltcode erzeugen können, falls die Grenzsperre aktiviert wird. Außerdem plant die Marke ein Software-Update, mit dem sich die Funktion komplett deaktivieren lässt. Standardmäßig soll die Sperre dann sogar ausgeschaltet sein.
Moderne Autos, neue Probleme
Der Fall zeigt, wie stark moderne Fahrzeuge inzwischen mit den Servern ihrer Hersteller vernetzt sind. Was ursprünglich als Diebstahlschutz gedacht war, entwickelte sich für den betroffenen Fahrer zu einer ziemlich unfreiwilligen Demonstration digitaler Fahrzeugkontrolle.
Die gute Nachricht: Sein Zeekr wurde wieder freigeschaltet. Die schlechte Nachricht: Wer glaubt, nach dem Kauf allein über sein Auto bestimmen zu können, bekommt durch solche Fälle zumindest ein kleines Fragezeichen ins Cockpit gesetzt.
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