Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
Black+Decker Dustbuster Slim DVC320B21
129,95  EUR
1,8 (gut)
1.
Testsieger
Kärcher CVH 2 Premium
94,99  EUR
1,8 (gut)
3.
Shark Akku-Handstaubsauger WV200EU
99,99  EUR
1,9 (gut)
4.
AEG HX6-30STM
129,95  EUR
2,1 (gut)
5.
Rowenta X-Touch Handstaubsauger AC9739
119,99  EUR
2,1 (gut)
6.
Bosch UniversalVac 18
174,09  EUR
2,3 (gut)
7.
Einhell TE-VC 18 Li-Solo
149,85  EUR
2,6 (befriedigend)

Die hochstromfähigen Lithium-Ionen-Akkus haben auch bei kleinen Saugern die Leistung entfesselt. Aber taugen sie wirklich als Ersatz für den kabelgebundenen Hausstaubsauger oder den kraftvollen, robusten Münzsauger an der Waschstraße? AUTO BILD hat sieben Modelle genau geprüft!

Testsieger im AUTO BILD-Autostaubsauger-Test:
Black+Decker Dustbuster Slim DVC320B21

Black+Decker Dustbuster Slim DVC320B21
Dustbuster Slim DVC320B21
Black+Decker
Dustbuster Slim DVC320B21

1,8 (gut)

  • Kompakte Bauweise
  • Hohe Saugkraft
  • Kleiner Auffangbehälter
Preis 129,95 €

Mit jeweils 126 von 150 erzielbaren Punkten sind sowohl der Dustbuster Slim von Black+Decker als auch der Kärcher CVH 2 Premium Gesamtsieger des Akku-Handstaubsauger-Tests. Black+Decker bewirbt seinen Sauger mit einem besonders kraftvollen und haltbaren bürstenlosen "Digitalmotor", was immer das sein soll, denn natürlich arbeitet er am Ende auch mechanisch. Dass er keine Kohlebürsten hat, macht den Motor allerdings tatsächlich sehr verschleißarm.
Mit seinem schlanken Gehäuse kommt der Sauger im Auto überall hin, und mit der aufsteckbaren Fugendüse, die wie die zusätzliche Polsterdüse in der Ladestation aufbewahrt werden können, saugt er auch dort, wo es richtig eng wird. Seine hohe Saugleistung hält über 24 Minuten an. Kleiner Wermutstropfen: Das ausgesprochen handliche Format des Saugers geht zwangsläufig zu Lasten des Fassungsvermögens des Staubbehälters, sodass dieser öfter ausgeleert werden muss. Das kann den insgesamt sehr positiven Eindruck allerdings nicht trüben.

Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger:
Kärcher CVH 2 Premium

Kärcher CVH 2 Premium
CVH 2 Premium
Kärcher
CVH 2 Premium

1,8 (gut)

  • Sehr leises Gerät
  • Gute Saugwirkung
  • Zusätzlich über USB aufladbar
  • Kleiner Auffangbehälter
Preis 94,99 €

Der punktgleiche Gesamtsieger sowie Preis-Leistungs-Sieger CVH 2 von Kärcher ist ein sehr kompakter und leiser Sauger, der sich deshalb auch leicht im Auto verstauen lässt. Und das günstigste Exemplar aller getesteten Modelle ist er obendrein. Zum Zubehör zählt eine kombinierte Fugen- und Polsterdüse. Der Sauger wirkt vom Material und der Verarbeitung her sehr hochwertig, dasselbe gilt für die Ladestation. 
Für rund 40 Euro weniger gibt es den gleichen Sauger auch ohne den Zusatz "Premium" (der ist erkennbar am markentypisch gelben Motorgehäuse). Der wesentliche Unterschied zum weißen Premium-Gerät ist die Akkulaufzeit, die bei der gewöhnlichen Variante lediglich magere zehn Minuten beträgt, während das Topmodell 20 Minuten unterbrechungsfreies Saugen mit einer Akkuladung schafft.
Preis-Leistungs-Sieger zu sein, bedeutet beim Kärcher-Sauger nicht, dass er sich keine kleinen Schwächen leisten würde. So ist der Auffangbehälter mit 0,15 Liter Fassungsvermögen der Zweitkleinste im Test, was eine entsprechend häufige Leerung erforderlich macht. Überdies muss zum Ausleeren jedes Mal der Filter aus dem Auffangbehälter entnommen werden, was etwas umständlich ist und obendrein meist etwas Staub danebenfällt. Der Sauger überzeugt vor allem durch seine hohe Saugleistung, sein geringes Gewicht und seine Handlichkeit.

So hat AUTO BILD getestet

Zu den spannenden Momenten zählt für die AUTO BILD-Tester natürlich schon das Auspacken der Geräte, das immer ein wenig wie Weihnachten ist. Bewertet wurde dabei die Menge an Verpackungsmaterial und ob dabei viel Kunststoff verwendet wurde. Erfreulich dabei – Müllvermeidung scheint allen Herstellern am Herzen zu liegen: Bis auf Plastiktüten, in die die Sauger und teilweise das Zubehör eingepackt sind, sorgt überwiegend gefalteter Karton für die notwendige Transportsicherheit, Polystyrol-Formverpackungen sind nirgends zu finden.
Bereits beim ersten Betrachten und Befühlen schälen sich aufgrund Größe, Gewicht und Haptik der Geräte subjektiv erste Favoriten heraus. Auch fiel natürlich positiv auf, wenn das Zubehör besonders umfangreich war und neben Polster- und Fugendüse wie zum Beispiel beim Bosch-Sauger auch noch Verlängerungsrohre und eine Bodendüse enthalten waren. Damit werden einige Akkusauger auch im Haushalt zum Universaltalent.
Jeder Sauger wurde sowohl längs als auch quer über ein Testfeld gezogen, das mit 100 Gramm "Normdreck" verdreckt wurde.

Die naturgegebene Ungeduld der Tester verleitet dazu, die Sauger wenigstens für einen Probelauf sofort einzuschalten. Dabei fallen Kommentare wie "Ohh, angenehm leise" oder "wenn der genauso gut saugt wie er klingt ...". Bevor wir mit den eigentlichen Tests beginnen, haben wir die Sauger trotzdem erst einmal gemäß Herstellerempfehlung vollständig aufgeladen.
Nach dem Absaugen wurde die aufgenommene Menge "Normdreck" mithilfe einer Waage grammgenau gemessen.

Kriterien im praktischen Teil des Tests sind unter anderem die Saugleistung, das Volumen des Staubauffangbehälters, die Handlichkeit der Sauger im Betrieb, die Bedienungsfreundlichkeit auch beim Entleeren des Saugers, die Akkulaufzeit sowie die Geräuschentwicklung. Größtes Augenmerk lag dabei auf der Saugleistung, die zunächst mit einem Unterdruckmesser ermittelt wurde, was direkt ablesbare Vergleichswerte bot.
Der Geräuschpegel der Sauger wurde auf einen Meter Abstand gemessen.

Anschließend wurde ein Autoteppich in gleiche Segmente aufgeteilt, in die jeweils exakt 100 Gramm "Normdreck" verteilt wurden. Dann wurde jedes Segment sowohl in Längs- als auch in Querrichtung abgesaugt, indem der Sauger ohne Aufsatzdüsen und ohne Druck auszuüben über die Prüffläche gezogen wurde. Der "Normdreck" wurde ebenfalls vorher nach einer speziellen Rezeptur (Blumenerde, Quarzsand, Hundehaare und Kekskrümel) zusammengemischt, die möglichst realitätsnah dem üblichen Schmutz in einem Auto entspricht. Nach dem Absaugen jedes Prüffelds wurde die aufgenommene Schmutzmenge grammgenau gewogen.

Die Testergebnisse im Überblick

Das Testfeld besteht aus sieben Akku-Handstaubsaugern, die sich in verschiedenen Kategorien beweisen mussten.

Auf Platz 3 liegt der Sauger Shark. Ginge es rein nach der Saugleistung, müsste er die Siegerkrone tragen, denn hier lag er messwerttechnisch an der Spitze. Heruntergezogen hat ihn das kleinste Volumen des Staubbehälters im Test, das dazu zwang, den Sauger bereits beim Absaugen des Testfelds einmal zwischendurch zu entleeren. Alle anderen Sauger schafften das Prüffeld im ersten Durchgang. Ebenfalls nicht überzeugen konnte die geringe Akkukapazität, die schon nach rund zehn Minuten für einen Boxenstopp zum Laden sorgte.
Platz 4 geht an den Sauger von AEG, der ebenfalls mit einer großen Diskrepanz zwischen dem eher mauen Ergebnis der Unterdruckmessung und dem guten Eindruck nach dem Absaugen des Prüffelds auf dem Teppich überraschte. Subjektiv wirkt das Prüffeld des Teppichs am saubersten, das Entleeren des Staubbehälters ist sehr einfach – man zerlegt den Sauger mit einem Handgriff in zwei Teile. Zwar baut der Sauger nicht sonderlich kompakt, aber er wirkt auch nicht so klobig wie die Sauger von Bosch oder Einhell. Objektiv ist die gemessene Saugleistung eher schwach, dafür konnte der Sauger in der Praxis mit einem sehr guten Ergebnis überzeugen.
Der Sauger von Rowenta erreicht Platz 5 in der Gesamtwertung. Pro: kompakt, leicht zu entleeren, geringes Gewicht. Kontra: eher schwächere Saugleistung und recht geringe Laufzeit je Akkuladung.
Obwohl "nur" auf dem vorletzten Platz des Tests ist der Sauger von Bosch nicht wirklich schlecht. Das Beispiel zeigt, wie dicht die Sauger im Test beieinander liegen. Positiv: Es ist sehr viel Zubehör dabei (Bodendüse, Rohre). Das etwas klobige Format kommt zwar einerseits dem Fassungsvermögen des Staubbehälters zugute, dafür ist der Sauger nicht so leicht im Auto zu verstauen und auch etwas unhandlich in der Anwendung. Die Saugleistung ist ebenfalls gut.
Nur der Einhell-Sauger schnitt mit 108 Punkten und einem letztlich ja immer noch ordentlichen "befriedigend" ab. Etwas enttäuschend waren die geringe Saugstärke und der hohe Anschaffungspreis von 149,85 Euro. Allerdings konnte der Einhell-Sauger sowohl bei der Aufnahmemenge des Normdrecks als auch beim subjektiven Eindruck des Saugergebnisses auf dem Teppichfeld voll und ganz überzeugen. Serienmäßig dabei sind verschiedenen Düsenaufsätze, ein Verlängerungsrohr und die Bodendüse. Die Größe des Geräts kommt dem recht großen Auffangbehälter zugute. Die Kehrseite des Formats ist, dass der Sauger recht ungelenk in der Handhabung und schwer im Auto zu verstauen ist.

Fazit zum Akkusauger-Test

Die getesteten Sauger schlagen sich durch die Bank nicht schlecht – Unterschiede sind besonders bei der Handhabung und der Saugleistung festzustellen.

Richtige Negativerlebnisse oder gar Funktionsausfälle hatten wir bei unserem Test nirgends, was sich auch im Punkteschema und den Gesamtnoten widerspiegelt. Sechs der sieben Akkusauger erzielten zwischen 114 und 126 von 150 möglichen Punkten und bekamen somit das Gesamturteil "gut". Nur der Einhell-Sauger schnitt mit 107 Punkten und einem letztlich ja immer noch ordentlichen "befriedigend" ab. Unser Test zeigt: Akku-Handstaubsauger können durchaus ein nützlicher Helfer im Auto sein, einige kann man allerdings nur in der Garage lagern und hat sie somit nicht spontan zur Hand.

Von

Martin Henze