Handynutzung beim Radfahren
Eine Frage der Halterung
Navigation, Tracking oder Musik: Das Smartphone fährt häufig mit. Doch wie zuverlässig halten Fahrrad-Halterungen das Gerät? AUTO BILD hat den Praxistest gemacht.
- Matthias Schwindt
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Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Das Smartphone ist beim Radfahren Navi, Tacho und Trainingscomputer in einem. Ohne stabile und sichere Halterung am Lenker ist das jedoch nutzlos. AUTO BILD hat verschiedene Handyhalterungen fürs Fahrrad getestet und den Sieger ermittelt. Ob sie auch auf langen Touren oder bei sportlichen Einsätzen überzeugen, zeigt der Test.
Das Wichtigste in Kürze
- Verwendungszweck: Handyhalterungen am Fahrrad machen das Smartphone zum Navi, Trainingspartner oder Multitool. Wichtig ist ein stabiler Halt am Lenker und gute Ablesbarkeit auch während der Fahrt.
- Testkriterien: Bewertet wurden Montage und Stabilität, Bedienbarkeit, Blickwinkel, Erreichbarkeit der Tasten, Verarbeitung sowie optionales Zubehör wie Qi-Lader oder Wetterschutz.
- Testerkenntnisse: Systeme mit passgenauer Hülle wie Quadlock oder SP Connect überzeugten durch sicheren Halt und einfache Bedienung. Universalhalterungen sind günstiger, aber oft weniger passgenau und bei dicken Hüllen zu eng.
- Kauf-Tipp: Wer höchste Sicherheit und Flexibilität will, setzt auf ein System mit passgenauer Hülle. Preisbewusste Fahrer greifen besser zu einer stabilen Klemmhalterung aus Aluminium.
Das System von Quadlock bietet passgenaue Hüllen für zahlreiche populäre Smartphone-Modelle. Die Hülle sitzt nach einer kleinen Drehung absolut stabil und mechanisch verriegelt auf der Basis. Gelöst wird das Handy über eine Hülse oder einen Hebel. Im Onlineshop des Herstellers lässt sich die Kombination aus Basis, Hülle und Zubehör wunschgemäß zusammenstellen. Ein spannendes Zubehör ist der Qi- Lader zur Stromversorgung vom E-Bike. Im Test erhielt die Handyhalterung von Quadlock 40 von 40 Punkte und damit die Note 1,0 (sehr gut).
Neben Basishalterungen für jeden Geschmack gibt es bei SP Connect cleveres Zubehör wie Taschen oder Qi-Lader. Die passgenauen Handyhüllen sind für viele gängige Smartphone-Modelle erhältlich. Die 90-Grad-Drehung zum Befestigen und Lösen des Telefons erfordert Platz, auf den zwischen E-Bike-Display, Klingel & Co geachtet werden muss. Einige Radhersteller bieten eine SP-Connect-Basis bereits ab Werk am Fahrrad an. Im Test erhielt die Handyhalterung von SP Connect 40 von 40 Punkte und damit die Note 1,0 (sehr gut).
Die aus stabilem Aluminium gefertigte Klemmhalterung von Enoneo wird über zwei Schrauben fest am Lenker montiert. Was gut gegen Langfinger ist, könnte bei Fahrten ohne Handy zumindest optisch stören. Über ein Kugelgelenk lässt sich der Blickwinkel auf das Display optimal ausrichten. Die Halteklammern umschließen das Telefon sicher. In Verbindung mit dicken Hüllen wird die Halterung aber zu eng. Anschlüsse und Bedientasten bleiben erreichbar. Im Test erhielt die Handyhalterung von Enoneo 28 von 40 Punkte und damit die Note 2,2 (gut).
Stabil muss das teure Stück sitzen, klar. Und bitte auch gut ablesbar, ohne Spiegelungen. Die Halterung sollte auch nicht zu teuer sein. Optional noch ein Wetterschutz und vielleicht noch eine Lademöglichkeit, denn sonst ist der Akku schnell leer. Das Problem mit dem Wasserschutz hat sich bei den meisten modernen Smartphones erledigt – darum haben sich die Handyhersteller gekümmert.
Spezielle Outdoor-Smartphones haben trotzdem ihre Berechtigung. Bei ihnen sind auch die Bauteile im Inneren auf höhere Belastungen getrimmt. Wackelt das Handy, lässt es sich schlecht ablesen. Deshalb sollte der Abstand zwischen Lenker und Handy möglichst gering sein – lange Hebelarme vergrößern die Vibrationen.
Grundsätzlich gilt bei der Auswahl der passenden Fahrrad-Handyhalterung: besser auf Systeme mit passgenauer Hülle setzen statt auf Universalhalter. Das Laden sollten Sie unterwegs möglichst vermeiden, außer es funktioniert drahtlos per Qi-Standard. Denn die winzigen Steckverbindungen sind nicht für das Dauergewackel am Fahrrad ausgelegt.
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