Kühlboxen im Test

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
TZS First Austria FA-5170-2
1,7 (gut)
2.
Dometic AS 25
2,0 (gut)
3.
Preis-Leistungs-Sieger
Adler AD 8078
2,3 (gut)
4.
Steinborg SB-510
2,5 (befriedigend)
5.
Mobicool TC-29-12-230
2,7 (befriedigend)
6.
AEG KK 28
2,9 (befriedigend)
7.
Dino Kraftpaket Thermoelektrische Kühlbox
3,0 (befriedigend)
8.
Tillvex TVKB32
3,5 (ausreichend)
8.
Severin 2925
3,5 (ausreichend)
Gerade jetzt in den immer heißer werdenden Sommern erfreuen sich elektrische Kühlboxen großer Beliebtheit: Sie werden einfach über die 12-Volt-Buchse mit Strom versorgt und sorgen mit gekühlten Getränken und Knabbereien für Erfrischung. Außerdem sind sie meist gut isoliert, können auch ohne Stromversorgung den Inhalt kühl halten und sind somit ideal für Ausflüge an den Strand, zu Festivals oder an einen See. Da solche thermoelektrischen Kühlboxen auf typische Kühlschrank-Komponenten wie Kompressor oder Kühlmittel verzichten, sind sie vergleichsweise günstig: Die meisten Modelle kosten zwischen 60 und 140 Euro. Doch welche Kühlbox taugt etwas? AUTO BILD hat neun elektrische Kühlboxen getestet.

Testsieger des AUTO BILD Kühlboxen-Tests 2022: TZS First Austria FA-5170-2

First Austria FA-5170-2
FA-5170-2
TZS First Austria
FA-5170-2

1,7 (gut)

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Mit Rollen und Zuggriff ausgestattet
  • Gute Kühlleistung
  • Recht hohes Gewicht
Preis 119,95 €

Der Testsieger im AUTO BILD-Kühlboxen-Test wurde die FA-5170-2 der Marke TZS First Austria. Zwar ist die Kühlbox mit 40 Litern Fassungsvolumen die größte Box im Test, doch das ist nicht entscheidend für den Testsieg. Neben einer sehr guten Verarbeitung und cleveren Gadgets wie Rollen und einem Griff, mit dem man die doch recht schwere Box (Leergewicht: 6,4 Kilogramm) hinter sich herziehen kann, überzeugt die Kühlbox vor allen Dingen mit ihrer Kühlleistung. Zusammen mit der Dometic AS 25 bietet sie die beste Kühlleistung im Test. Kleiner Wermutstropfen: Sowohl geschlossen als auch offen steht die Kühlbox etwas wackelig auf dem Boden. Nichtsdestotrotz erreichte die TZS First Austria im Test 60 von 70 Punkte und erhielt somit die Note 1,7 (gut).

Preis-Leistungs-Sieger: Adler AD 8078

Adler AD 8078
AD 8078
Adler
AD 8078

2,3 (gut)

  • Sehr stabiler Stand
  • Einfache Bedienung
  • Gute Kühlleistung
  • Leichte Verarbeitungsschwächen
Preis 76,50 €

Eine preisgünstige und empfehlenswerte Alternative ist die AD 8078 der polnischen Marke Adler. Die Kühlbox kühlt ebenso schnell runter wie die Kühlbox von TZS First Austria, kommt aber nicht so tief: Die maximale Temperaturdifferenz liegt bei 16 Grad Celsius, im Gegensatz zu den 18 Grad Celsius Differenz bei der First Austria – doch trotzdem werden Getränke so ordentlich gekühlt. Die Verarbeitung wirkt insgesamt etwas günstiger, dafür überzeugt die Kühlbox mit einer einfachen Bedienung und einem stabilen Stand sowohl bei geschlossenem als auch bei offenem Deckel. Eine Wärmefunktion ist ebenfalls vorhanden. Mit 54 von 70 möglichen Punkten erhält die Adler AD 8078 die Note 2,3 (gut).

So hat AUTO BILD getestet

Als Erstes wurde die Verarbeitung begutachtet: Gibt es scharfe Kanten? Wie wirkt die Verarbeitungsqualität bei genauerem Hinsehen? Wie stabil ist der Griff?
Beim Testen wurden sowohl die Erreichbarkeit der Anschlüsse als auch die Nutzbarkeit des Kabelfachs begutachtet.
Dann wurde auf die Anschlüsse geschaut: Gibt es ein Kabelfach, oder hängen die Kabel lose rum? Ist das Kabelfach nützlich, oder sorgt es eher für Kabelsalat?
Die Bedienung ist ebenfalls ein großer Bestandteil des Tests. Lässt sich die Temperatur stufenlos einstellen? Gibt es eine Eco- oder eine Wärmefunktion?

Danach wurde auf die Bedienung geschaut: Gibt es eine Wärmefunktion? Kann man zwischen verschiedenen Kälte- oder Wärmestufen wählen, oder gibt es sogar eine Eco-Funktion? Auch nützliche Ausstattungen wie Rollen, Kühlfachtrenner oder Tragegurte wurden begutachtet.
Features wie eine Kühlraumtrennung, ein Tragegurt oder Rollen und Griff machen die Kühlboxen noch praktischer.

Anschließend wurde die Kühlleistung untersucht. In einem Raum mit konstanter Temperatur wurden die Boxen angeschlossen und alle zehn Minuten die Temperatur in der Box gemessen. Da die thermoelektrischen Kühlboxen mit einem Peltier-Kühlelement arbeiten, wird in ihnen keine vorgegebene Zieltemperatur erzeugt, sondern immer eine Temperaturdifferenz – deshalb spielt die Außentemperatur eine große Rolle.

Die Testergebnisse im Überblick

AUTO BILD hat neun thermoelektrische Kühlboxen zwischen 70 und 120 Euro getestet.

Neun Kühlboxen mit einem Volumen zwischen 20 und 40 Litern wurden von AUTO BILD auf Herz und Nieren getestet. Und die gute Nachricht gleich vorweg: Alle getesteten Kühlboxen sorgen im Sommer für kühle Getränke.
Doch bei der Kühlleistung gibt es trotzdem einige Unterschiede zu bemerken. Zwar sind 15 Grad Temperaturdifferenz bei den meisten Boxen drin, doch einige Kühlboxen kühlen deutlich schneller herunter als andere.
Die besten Kühlleistungen im Test hatten der Testsieger, die TSZ First Austria FA-5170-2 und die Dometic AS 25. Ein ungewöhnliches Phänomen trat bei der Mobicool TC-29-12-230 auf: Bereits nach 30 Minuten erreichte die Kühlbox ihre maximal erreichte Temperaturdifferenz von 15 Grad Celsius, doch leider konnte sie diesen Wert nicht halten. Nach zwei Stunden stieg die Temperatur um ein Grad, stagnierte dort dann aber und wurde nicht mehr wärmer. 
Die Kühlbox von Dometic hat nicht nur praktische Taschen, sondern ist auch mit einem Umhängeband ausgestattet.

Nicht nur mit einer guten Kühlleistung, sondern auch mit einem Umhängeband und einer sehr guten Verarbeitung besticht die Dometic AS 25. Besonders die Taschen an der Kühlbox erweisen sich nicht nur als praktisch, sondern verhindern auch eine etwaige Verwechslungsgefahr.
Das kann man von anderen Kühlboxen nicht sagen: So sind zumindest die Kühlboxen von Tillvex, Dino Kraftpaket und Severin optisch baugleich, gleiches gilt für die Kühlboxen von Adler und Steinborg. Sehr überraschend: Die Kühlleistungen der Boxen unterscheiden sich trotz baugleicher Optik.
Während die Adler-Kühlbox nur knapp vor dem Exemplar vor Steinborg liegt, sorgt beim optisch baugleichen Dreiergespann die Dino-Kraftpaket-Box für eine Überraschung: Sie kühlt besser als ihre Geschwister. Diese bilden mit 10 von 35 möglichen Punkten für die Test-Kategorie "Kühlleistung" das Schlusslicht. Das liegt vor allen Dingen an der eher langsamen Abkühlgeschwindigkeit – Getränke halten auch sie kühl. Das wichtigste Kaufargument für warme Sommertouren.

Fazit zum Kühlboxen-Test

Unser Kühlboxen-Test zeigt: Es kommt nicht unbedingt auf die Größe an. Sowohl die Kühlbox mit dem kleinsten Volumen als auch die Kühlbox mit dem größten Volumen in unserem Test konnten überzeugen und belegten die ersten beiden Plätze. Sowohl die Box von TZS First Austria als auch die Dometic AS 25 überzeugten mit einer guten Kühlleistung und einer guten Verarbeitung.
Etwas billiger verarbeitet, aber trotzdem eine Empfehlung wert ist unser Preis-Leistungs-Sieger, die Adler AD 8078. Insgesamt kann man sagen, dass alle getesteten Kühlboxen die Getränke kalt halten - Unterschiede gibt es nur bei der Verarbeitung und der Abkühlgeschwindigkeit.

Wie funktionieren elektrische Kühlboxen fürs Auto?

Bei thermoelektrischen Kühlboxen sorgt Strom für den Kälte bzw. Wärmetransport. Dafür ist das Kühlelement mit zwei Halbleitern ausgestattet, wovon einer Energie an den anderen abgibt. Dort, wo die Energie abgegeben wird, wird es kälter, auf der anderen Seite wärmer. Die Wärme wird so vom Inneren der Kühlbox nach außen transportiert.
Bei vielen Modellen lässt sich dieser Energiefluss sogar umkehren, sodass die Boxen auch zum Warmhalten genutzt werden können. Das heißt aber auch, dass die Kühlung in der Box immer abhängig von der Außentemperatur ist. Gute Kühlboxen schaffen Temperatur-Differenzen um die 20 Grad.

Tipp: So gibt es optimal gekühlte Getränke

Elektrische Kühlboxen sind keine Kühlschränke. Wer Wert auf kühle Getränke legt, der sollte diese deswegen am besten schon am Vorabend kaltstellen. Auch die Kühlbox kann vorab an die Haushaltssteckdose angeschlossen und heruntergekühlt werden. Kühlakkus sorgen für den zusätzlichen Frische-Kick.
Beim Ausflug gilt dann: Die Geräte möglichst nicht in die pralle Sonne stellen und nicht das Lüftungsgitter abdecken, da der Lüfter Frischluft braucht. Den Deckel immer nur kurz öffnen, weil mit jedem Schwall warmer Luft auch Kondenswasser nach innen gelangt.
Elektrische Kühlboxen funktionieren also gut. Wer aber unabhängig von der Außentemperatur Speisen und Getränke kühl halten will oder sogar Minustemperaturen benötigt, kommt an einer Kompressor-Kühlbox nicht vorbei. Im AUTO BILD Kompressor-Kühlbox-Test von 2022 schnitt die Dometic CFX3 35 am besten ab.

Nützliches Wissen zu Kühlboxen

Welche Kühlbox ist die beste?

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Testsieger beim AUTO Bild Kühlboxentest im Juli 2022 wurde die FA-5170-2 der Marke TZS First Austria. Neben einer sehr guten Verarbeitung und cleveren Gadgets wie Rollen und einem Griff, mit dem man die doch recht schwere Box (Leergewicht: 6,4 Kilogramm) hinter sich herziehen kann, überzeugt die Kühlbox vor allen Dingen mit der besten Kühlleistung.

Welche Kühlbox hält am längsten kühl?

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Passive Kühlboxen oder -taschen sind die klassischen Begleiter für einen Ausflug in den Park oder an den Strand im Sommer. Ungeöffnet halten sie den Inhalt durchaus einige Stunden kühl. Highlight Tasche im Vergleich von AUTO BILD im September 2022 war die Kühltasche von Rockbros, deren Innenraumtemperatur nach Herstellerangaben bei einer Umgebungstemperatur von 30 Grad in 48 Stunden lediglich von minus drei auf plus drei Grad steigt. Dauerhaft kühlen kann man Speisen und Getränke aber nur mit elektrischen Kühlboxen oder Kompressor-Kühlboxen  – jedenfalls solange die mit Energie versorgt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Absorber und Kompressor Kühlbox?

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Kompressor-Kühlboxen arbeiten wie ein "richtiger" Kühlschrank. Sie sind mit einem Kompressor und Kühlmittel ausgestattet. Dadurch funktionieren Kompressorkühlboxen unabhängig von der Außentemperatur. Sogar Minusgrade sind möglich. Durch den Kompressor werden die Boxen aber vergleichsweise schwer.
Absorber Kühlboxen können elektrisch sowohl mit 12 und 230 Volt als auch mit Gas betrieben werden. Sie können also auch kühlen, wenn kein Strom zur Verfügung steht. Das Kühlsystem funktioniert mit Kühlflüssigkeit. Vorteil: Die Box arbeitet vollkommen geräuschlos. Man kann also ungestört daneben schlafen.

Wie lange hält eine Kühlbox an einer Autobatterie?

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Die Antwort hängt von so vielen Faktoren ab, dass die Angabe einer sicheren Zeitspanne unmöglich ist. Wie groß ist die Batterie? Die Möglichkeiten reichen von 44 Amperestunden in den meisten Kleinwagen bis hin zu 110 Ah in Pkw der Oberklasse. Wie ist der aktuelle Ladestand der Autobatterie? Wie hoch ist der Stromverbrauch der eingesetzten Kühlbox? Empfehlenswert ist es, mit einem sogenannten Batteriewächter zu arbeiten, um eine Tiefentladung der Autobatterie zu vermeiden. Auf der sicheren Seite ist man zudem, wenn man eine Kühlbox nur kurzzeitig ohne Motorbetrieb laufen lässt.

Von

Lars Golly