Multitool-Test
Kraftpaket oder Krimskrams? Multitools im AUTO BILD-Test!
Multitools sind kompakte Alleskönner für Alltag, Camping und Outdoor. Sie vereinen Messer, Zange und Schraubendreher in einem Werkzeug. AUTO BILD hat verschiedene Multitools getestet – welche Modelle im Test besonders robust und vielseitig sind, erfahren Sie hier.
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1.
Victorinox
SwissTool Spirit X Plus
1,2
sehr gut
- angenehm schlank
- sehr hochwertig verarbeitet
- sehr starke Zange
- hoher Anschaffungspreis

2.
Leatherman
Wave Plus
1,3
sehr gut
- sehr hochwertig verarbeitet
- tauschbare Zangen-Backen
- praxisgerechte, pferormante Werkzeuge
- Zange etwas schwergängig
- keine Lederhülle

3.
Bibury
21-in-1
1,8
gut
- durchdachter Bithalter
- große Werkzeuge
- sehr robust und hochwertig
- sehr wuchtig
- große Griffspannweite

3.
Mossy Oak
21-in-1
1,8
gut
- durchdachter Bithalter
- große Werkzeuge
- sehr robust und hochwertig
- sehr wuchtig
- große Griffspannweite

5.
Bosch
16-in-1-Multiwerkzeug (1600A02Z98)
2,0
gut
- Grifffläche gummiert
- gute Schere
- Klinge nicht besonders scharf
- Griffe etwas unergonomisch

6.
Levada
Multitool
2,2
gut
- günstiger Preis
- gute Sicherheitsverriegelung
- angenehme Haptik
- Zange etwas schwach
- unergonomische Griffe
- keine Bit-Funktion
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Multitools, auch Multifunktionswerkzeuge genannt, sind vielseitige Begleiter für Camping, Reisen, Heimwerken und den Alltag. In einem kompakten Gerät stecken Funktionen wie Messer, Zange, Schraubendreher, Schere oder Flaschenöffner – jederzeit griffbereit. Besonders unterwegs erweisen sich Multitools oft als praktische Problemlöser.
Die Auswahl reicht vom günstigen Einsteigermodell bis zum robusten Profi-Tool. AUTO BILD hat neun Multitools getestet und geprüft, welche in puncto Qualität, Ausstattung und Vielseitigkeit überzeugen.
Das Wichtigste in Kürze
- Vielseitigkeit: Multitools vereinen Messer, Zangen, Schraubendreher und zahlreiche weitere Werkzeuge in einem kompakten Gerät.
- Praktisch: Sie sparen Platz im Rucksack, in der Tasche oder im Auto und sind sofort griffbereit, wenn schnelle Hilfe gefragt ist.
- Robustheit: Hochwertige Modelle überzeugen durch langlebige Materialien und stabile Verarbeitung, sodass sie auch anspruchsvolle Aufgaben zuverlässig meistern.
- Sicherheit und Handhabung: Gute Multitools lassen sich leicht bedienen, verfügen über sichere Verriegelungssysteme und liegen ergonomisch in der Hand – ein Pluspunkt bei intensiver Nutzung.
Beim Victorinox Swiss Tool Spirit X Plus stimmt das Gesamtpaket. Schon beim Aufklappen waren wir beeindruckt, wie präzise alles verarbeitet ist: Kein Spiel, kein Hakeln, jedes Werkzeug rastet satt ein. Trotz seiner 214 Gramm wirkt das Spirit X Plus kompakt und liegt angenehm schmal und gleichzeitig satt in der Hand – das wertige Echtlederetui macht den Transport noch einfacher. Im Praxistest zeigt sich, dass Victorinox nicht nur auf Optik setzt. Die Klinge ist messerscharf, die Säge frisst sich sauber durchs Holz, und die Zange packt kräftig zu, egal ob bei dünnen Drähten oder größeren Schrauben.
Die Ausstattung ist praxisnah: Zehn integrierte Werkzeuge plus separater Bitdreher decken fast alle Situationen ab. Alles lässt sich gut ausklappen, rastet sicher ein und bleibt zuverlässig verriegelt – Messer, Säge und alle anderen Werkzeuge klappen nicht von allein zurück. In der Praxis überzeugt das Spirit X Plus mit extrem scharfer Klinge, zuverlässiger Säge und einer Zange, die selbst kräftige Schrauben problemlos meistert. Auch nach Belastungstests bleibt das Victorinox unbeeindruckt. Der einzige Wermutstropfen ist der Preis von knapp 160 Euro – doch dafür gibt es ein Multitool, das in Sachen Qualität und Funktionalität ganz vorne spielt.
Das Levada Multitool erreicht im Test den Titel Preis-Leistungs-Sieger. Für 8,99 Euro liefert es mehr, als der niedrige Preis vermuten lässt. Die Verarbeitung wirkt solide, das Werkzeug erweist sich als sehr robust und zeigt nach Härtetests nur leichte Abnutzungen. Besonders gut ist die Sicherheitsverriegelung: Sie greift bei allen Werkzeugen zuverlässig, sodass kein Teil ungewollt zurückklappt.
Ausgestattet ist es mit neun integrierten Tools. In der Handhabung hat es Stärken und Schwächen. Positiv: Die Werkzeuge lassen sich problemlos öffnen, und die Klinge sowie die Säge schneiden im Test sehr gut. Weniger angenehm: Die Zange liegt nicht optimal in der Hand, die Griffe spreizen sich hinten unergonomisch auseinander, und das Multitool wirkt insgesamt etwas klobig.
Im Belastungstest überzeugt die Zange mit viel Kraft bei kleineren Schrauben (SW10), bei größeren (SW18) stößt sie allerdings an ihre Grenzen. Die Reinigung gestaltet sich durch Ausfräsungen etwas schwieriger, da sich Schmutz leicht im Inneren festsetzt. Mitgeliefert wird ein einfaches Stoffetui, das funktional ist und weiteren Kunststoff entbehrlich macht. Insgesamt kombiniert das Levada Multitool sehr gute Sicherheitsfunktionen, hohe Robustheit und eine ordentliche Grundausstattung mit einem unschlagbaren Preis. Trotz kleiner Schwächen in Ergonomie und Zangenkraft erhält es den Titel Preis-Leistungs-Sieger verdient.
Ein Multitool ist nur dann ein echter Helfer, wenn es im Alltag auch abliefert. Deshalb haben wir uns im Test nicht nur die technischen Daten angeschaut, sondern die Geräte im praktischen Einsatz ordentlich gefordert. Los ging's mit dem ersten Eindruck: Wie wirken Materialien, Gelenke und Verriegelungen? Sitzt alles fest, klappert nichts und sind die Kanten sauber verarbeitet? Schon hier zeigt sich, ob ein Multitool Vertrauen weckt.

Zange, Schraubendreher, Schraubenschlüssel, Messer und noch mehr in einem? Multitools versprechen genau das!
Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Danach haben wir uns die Ausstattung vorgenommen. Welche Werkzeuge stecken drin, welche fehlen? Vom klassischen Messer über Zange und Schraubendreher bis hin zu Schere, Säge oder Flaschenöffner – die Vielfalt ist groß, aber nicht jedes Extra macht Sinn. Ebenso wichtig: Welche Transportmöglichkeiten bieten die Hersteller? Wir haben geprüft, ob praktische Trageetuis oder Taschen beiliegen, die den Alltagsnutzen deutlich erhöhen.

Gleiche Chance für alle: die zu lösenden Schrauben haben wir standardisiert mit einem Drehmomentschlüssel angezogen.
Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Im Anschluss stand die Handhabung auf dem Plan. Lässt sich ein Werkzeug mit einem Griff ausklappen? Rasten die Klingen sicher ein und verhindern zuverlässige Sicherheitseinrichtungen, dass sich ein Messer ungewollt wieder einklappt? Liegt das Multitool angenehm in der Hand, auch wenn man es mal länger benutzt? Schließlich soll man es gern dabeihaben und nicht als Ballast empfinden.

Dicke Backen – stehen die Griffe bei geöffneter Zange weit auseinander, wird die Benutzung schnell schmerzhaft.
Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Besonders spannend wurde es beim Praxistest: Die Klinge und die Säge mussten sich an einem Stück Holz beweisen. Nur so zeigt sich, ob die Schneiden scharf genug sind und auch ein paar kräftige Schnitte durchhalten. Auch Zangen, Schraubendreher und Scheren haben wir an realistischen Aufgaben ausprobiert – vom Kürzen kleiner Drähte bis zum Lösen großer Schrauben. Dafür haben wir M6-Schrauben (10-mm-Sechskant) mit 10 Nm und M12-Schrauben (18-mm-Sechskant) mit 25 Nm Drehmoment angezogen und anschließend mit den Zangen der Multitools wieder gelöst – oder es zumindest versucht.

Nichts für die Ewigkeit – beim Workzone Multitool löste sich die Haltespange bei der ersten Benutzung.
Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Sicherheit und Stabilität dürfen natürlich nicht zu kurz kommen. Wir haben deshalb getestet, wie robust die Werkzeuge und Zangen bei Belastung sind und ob die Verriegelungen zuverlässig arbeiten. Extras und Zubehör rundeten das Gesamtbild ab. Und wie nachhaltig die Verpackung ausfällt, haben wir natürlich auch bewertet.
Den ersten Platz und das Testsieger-Prädikat holt sich das Victorinox Swiss Tool Spirit X Plus mit der Gesamtnote 1,2. Es kombiniert schlanke Bauweise, perfekte Verarbeitung und einen der besten Verriegelungsmechanismen im Test. Die Klinge ist extrem scharf, die Zange schmal und sehr kräftig, und selbst nach harten Belastungen bleibt alles stabil. Ein Multitool ohne echte Schwächen, nur mit hohem Preis.
Dicht dahinter folgt das Leatherman Wave+ mit der Note 1,3. Es ist der Klassiker im Feld, robust gebaut und mit praxisgerechten Werkzeugen ausgestattet. Besonders die tauschbaren Zangen-Backen gefallen uns sehr. Im Test meisterte es ebenfalls den Muttern-Test problemlos, wenngleich die schwergängige Zange und die simple Kunststoffhülle das Gesamtbild leicht trüben. Trotzdem: Mit seiner sehr guten Gesamtleistung und Vielseitigkeit ist es zu Recht ein beliebter Klassiker.

Natürlich ist eine Zange ergonomischer – aber auch einige Multitools liegen angenehm in der Hand.
Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Mit der Note 1,8 schaffen es das Mossy Oak und das Bibury Multitool aufs Podest. Sie sind fast baugleich, bringen viele Werkzeuge und einen cleveren Bithalter mit. Ihre robuste Bauweise ließ im Test keine Zweifel aufkommen, nur die Handhabung ist durch Gewicht und große Griffspannweite eingeschränkt. Die SW10-Mutter war noch locker zu lösen, bei der SW18 wurde es anstrengend. Der Nachteil: Sie sind groß, wuchtig und wegen der breiten Griffspannweite nicht für jeden angenehm zu handhaben.
Den Titel des Preis-Leistungs-Siegers holt sich das Levada Multitool mit der Note 2,2. Es kostet keine zehn Euro und liefert dafür ein erstaunlich komplettes Gesamtpaket. Die Sicherheitsverriegelung arbeitet zuverlässig, einfache Alltagsaufgaben sind lösbar. Bei der großen Mutter im Zangentest war jedoch Schluss. Für den Notfall oder Gelegenheitsnutzer ist es eine clevere Wahl.

Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Mit einer ebenfalls guten Note reiht sich das Bosch Multitool im oberen Mittelfeld ein. Positiv sind die gummierte Grifffläche und eine ordentliche Schere, doch die Klinge ist leicht stumpf, und die Griffe sind etwas unergonomisch geformt. Ein solides Werkzeug für den Alltag, aber kein Highlight.
Die hinteren Ränge belegen das Trekline Multitool und das Workpro Multitool. Das robust wirkende Trekline löste beide Muttern, enttäuschte dann aber durch Quetschgefahr zwischen den Griffen – zum hohen geforderten Preis eindeutig zu wenig, zumal es sich technisch kaum von den günstigeren Produkten unterscheidet. Das Workpro ist leicht und stabil, im Test jedoch durch den schnell gebrochenen Gürtelclip und eine spärliche Werkzeugausstattung aufgefallen.

Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Das Schlusslicht bildet schließlich das Gvolatee Multitool, das mit der Note 2,7 als einziges nur noch die Bewertung "befriedigend" erhält. Zwar ist es grundsätzlich stabil und gut ausgestattet, die Zange tat sich aber schon bei der SW10-Mutter schwer und versagte bei der größeren SW18 komplett. Die stumpfe Säge, etwas unangenehme Griffe und ein einfaches Etui enttäuschten ebenfalls.
Multitools im Vergleich (2025)
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Multitools sind kleine Helfer für jede Gelegenheit. Der Test zeigt aber: Zwischen edlen Profi-Werkzeugen und günstigen Allroundern liegen Welten. Premium-Modelle wie das Victorinox Swiss Tool Spirit X Plus oder das Leatherman Wave+ überzeugen durch Kraft, Präzision und hochwertige Verarbeitung.
Günstigere Modelle punkten zwar beim Preis, haben aber Schwächen bei Ergonomie und Haltbarkeit. Wer ein Werkzeug für den täglichen Einsatz sucht, sollte in Qualität investieren; für gelegentliche Aufgaben reicht auch ein preiswerteres Modell wie das Levada.

Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Testsieger (2025): Victorinox Swiss Tool Spirit X
Preis-Leistungs-Sieger (2025): Levada Multitool
Häufige Fragen zu Multitools
Welches ist das beste Multitool?
Testsieger ist das Victorinox Swiss Tool Spirit X Plus – hochwertig verarbeitet, extrem robust und mit starker Zange sowie scharfer Klinge das kompletteste Paket im Test. Wer nicht so viel investieren möchte, findet im Levada Multitool den Preis-Leistungs-Sieger: deutlich günstiger, solide verarbeitet und für den gelegentlichen Einsatz absolut ausreichend.
Was kostet ein gutes Multitool?
Einfache Multitools für den gelegentlichen Einsatz gibt es schon ab unter zehn Euro. Für Spitzenmodelle wie den Testsieger von Victorinox liegen die Preise im dreistelligen Bereich – ab 150 Euro gibt es dann allerdings auch ein Werkzeug fürs Leben.
Was kann man mit einem Multitool machen?
Ein Multitool vereint gleich mehrere Werkzeuge in einem handlichen Gerät. Typisch sind Messer, Zange, Schraubendreher, Schere, Säge und Flaschenöffner. Damit lassen sich Schrauben nachziehen, Kabel oder Draht durchtrennen, Holzstücke zurechtsägen oder Kartons und Verpackungen öffnen. Viele Modelle bieten zusätzliche Funktionen wie Feilen, Dosenöffner oder Bit-Halter. So eignet sich ein Multitool sowohl für Camping und Reisen als auch für kleine Reparaturen zu Hause oder spontane Einsätze unterwegs – immer dann, wenn kein kompletter Werkzeugkasten zur Hand ist.
Wann ist ein Multitool in Deutschland verboten?
Laut Waffengesetz (WaffG), § 42a, Absatz 2, Satz 1 Nr. 3 ist es untersagt, Werkzeuge mit sich zu führen – wenn eine einhändig feststellbare Klinge integriert ist. Auch die sehr beliebten Multitools fallen in diese Kategorie. Denn Gegenstände, die über eine einhändig aufklappbare und feststellbare Klinge verfügen, werden von den Behörden als Einhandmesser klassifiziert. Multitools und alle anderen Messer, die diese Bedingung erfüllen, dürfen in der Öffentlichkeit also nicht herumgetragen werden. Das Waffengesetz sieht bestimmte Ausnahmen von diesem Verbot vor. Und zwar dann, wenn ein berechtigtes Interesse am Führen eines Einhandmessers besteht. Dies liegt u. a. vor, wenn das Messer im Zusammenhang mit der Berufsausübung mitgeführt wird (WaffG, § 42a, Absatz 3, Satz 1). Wird das Messer oder Multitool auf der Baustelle o. ä. mit sich geführt, dürfte es also eigentlich keine Probleme geben. So ist das Führen auf dem Nachhauseweg zum Beispiel nach wie vor verboten. Und auch auf dem Weg von einer zur anderen Baustelle oder in öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Ausnahmegrund schon mehrfach hinterfragt worden. Ein Verstoß gegen das Führverbot zählt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro und Einziehung des Gegenstands geahndet werden, berichtet die Freeworker GmbH (Fachhandel für Baumpflege und Seilklettertechnik).
Hinweis
Dieser Test wurde von Bosch, Victorinox und Leatherman unterstützt. Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie hier.
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