Alte Kennzeichen

— 30.07.2013

Schon mehr als 250 Retro-Kürzel unterwegs

Das Interesse an alten Autokennzeichen hält an: Immer mehr ehemals ausrangierte Buchstabenkombinationen werden wieder eingeführt. AUTO BILD zeigt, welche Nummernschilder jetzt bereits wieder zugeteilt werden.

(dpa/sk/de) Die Möglichkeit, alte Kfz-Kennzeichen wiederzubeleben, stößt in den Ländern auf großes Interesse. Wie das Bundesverkehrsministerium im Juli mitteilte, wurden vom Bund bereits 252 Regionalkürzel neu genehmigt. Erst am 10. Juli habe Verkehrsminister Peter Ramsauer 57 Altkennzeichen in Bayern freigegeben. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen seien bisher 17 alte Kennzeichen wieder eingeführt worden. Spitzenreiter ist Sachsen mit 45 reaktivierten Regionalkürzeln.

Neue-alte Kfz-Kennzeichen: Diese Regionalkürzel sind genehmigt

Sachsen:

AE (Auerbach), Zulassungsbezirk Vogtlandkreis. Bisheriges Kürzel: V

1 von 254
Was hat es mit der Wiedereinführung alter Autokennzeichen auf sich? In Deutschland steht das sogenannte Unterscheidungszeichen, der erste Buchstabe beziehungsweise die erste Buchstabengruppe (maximal drei) auf dem Nummernschild, für den Verwaltungsbezirk, in dem das Fahrzeug zugelassen wurde. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 800 solcher Regionalkürzel. Viele dieser Kennzeichen waren in der Vergangenheit nach Kreisgebietsreformen ausgelaufen. Der Bochumer Stadtteil Wattenscheid etwa war bis 1974 eine kreisfreie Stadt, Autos aus Wattenscheid trugen in der Regel das Kennzeichen "WAT". 1975 wurde Wattenscheid eingemeindet und gehört seitdem zu Bochum. Autos aus Wattenscheid wurden seitdem bei der Zulassung nur noch Nummernschilder mit dem Kürzel "BO" für Bochum zugeteilt. Es galt die Regel: Ein Verwaltungsbezirk, ein Unterscheidungszeichen.
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Seit November 2012 können nun in einem Verwaltungsbezirk auch mehrere Unterscheidungszeichen verwendet und demzufolge alte Regionalkürzel wieder eingeführt werden. Voraussetzung: Die zuständigen Länder müssen die Wiedereinführung der Altkennzeichen beantragen und vom Bundesverkehrsministerium genehmigen lassen. Es hängt also von den Ländern ab, ob von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird. Nordrhein-Westfalen hat sich die Wiederausgabe des Kennzeichens "WAT" bereits genehmigen lassen, wie etwa auch "WAN" (Wanne-Eickel) oder "GLA" (Gladbeck). Bei den Kfz-Zulassungsstellen sind die wieder eingeführten Unterscheidungszeichen sehr gefragt. Viele Autofahrer haben sich ihr Wunschkennzeichen mit neuem alten Kürzel bereits besorgt.

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