Selbstfahrender Tesla Model S: Tödlicher Unfall

Autonomes Fahren: Tesla-Autopilot

— 20.06.2017

Teslas Autopilot wird freigesprochen

Teslas Autopilot war nicht schuld an einem tödlichen Unfall in den USA, das zeigt ein neuer Untersuchungsbericht. AUTO BILD hat die Details!

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'Würden Sie dem Computer das Steuer überlassen?'

(REU/dpa/cj/cr/mas) Die US-Verkehrsaufsicht hat ihre Untersuchung eines tödlichen Unfalls mit einem Tesla abgeschlossen und Teslas Autopilot damit freigesprochen. Ermittlungen der US-Regierung zufolge hat der Fahrer, der im Mai 2016 in Florida bei einer Kollision mit einem Laster ums Leben gekommen war, wiederholt Warnungen des Autopiloten missachtet. Der Mann hatte trotz mehrfacher Aufforderung des eingeschalteten Fahrassistenten über einen längeren Zeitraum nicht die Hände am Lenkrad, wie aus dem am 19. Juni 2017 vorgelegten Untersuchungsbericht der US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) hervorgeht.

So funktioniert das autonome Fahren

Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt? Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt? Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt?
Weil bei dem Unglück der "Autopilot" aktiviert war, geriet in der Folge der Fahrassistent in die Kritik. Bei Teslas Fahrassistenz-Software handele es sich um ein Programm, das die volle Aufmerksamkeit des Fahrers erfordere, darauf hatte Tesla nach Unfall erneut hingewiesen. Damit bleiben dem Unternehmen vorerst weitere Ermittlungen erspart. Der Unfall hatte eine lebhafte Diskussion um die Sicherheit autonomer Fahrprogramme ausgelöst. Tesla war unter anderem vom Kraftfahrtbundesamt für die Bezeichnung "Autopilot" kritisiert worden, die Kunden ein falsches Gefühl der Sicherheit geben könnte. Die US-Verkehrsbehörde schlug jedoch auf die Seite des Unternehmens und übernahm weitgehend dessen Argumentation, wonach es Aufgabe des Fahrers ist, sich jederzeit an alle Instruktionen und Anleitungen des Herstellers zu halten.

Automatisiertes Fahren in Stufen

Stufe 0: Driver only

Fahrer führt dauerhaft Längs- und Querführung aus. Kein eingreifendes Fahrzeugsystem aktiv.

Automatisiertes Fahren in Stufen 1 von 6
Neben einem weiteren Vorfall in China hatte es im September 2016 auch in Deutschland einen Unfall mit einem Leichtverletzten gegeben, bei dem ein im Autopilot-Modus fahrender Tesla Model S einen Reisebus gerammt hatte. Zahlreiche Hersteller setzen für die Zukunft auf das sogenannte autonome Fahren. Der Erfolg der neuen Technologie dürfte in erster Linie von ihrer Sicherheit abhängen.

Autopilot 8.0 mit vielen Features im Test

Zwei Fußgänger irritierten den Tesla, er bremste unnötig ab. Der einzige Wackler im Hersteller-Video.

Tesla veröffentlichte zum Start des Jahres 2017 Version 8.0 seines Autopiloten. 1000 Kunden kommen im Laufe des Jahres in den Genuss, die überarbeitete Technik ausgiebig zu testen. Dabei handelt es sich aber nur um die Fahrzeuge mit der neuen Hardware an Board. Acht weiterentwickelte Kameras sowie zwölf Ultraschallsensoren sind im Model X und im Facelift des Model S verbaut. Zu den Funktionen des Updates gehören unter anderem ein Front-Kollisions-Warner, eine schickere Media-Player-Benutzeroberfläche, optimierte Karten und Routenplanung, eine Verbesserung des Sprachassistenten, eine modernere Rückgewinnungsbremse sowie ein Abstandstempomat mit aktiver Spurführung und einem neuen Autopiloten, der allerdings nur bei geringen Geschwindigkeiten funktioniert. Dazu setzt das System in Zukunft mehr auf Radar als auf Kameras.

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