Selbstfahrender Tesla Model S: Tödlicher Unfall

Autonomes Fahren: Tesla-Autopilot

— 20.01.2017

Teslas Autopilot wird freigesprochen

Teslas Autopilot war nicht schuld an einem tödlichen Unfall in den USA, das zeigt ein neuer Untersuchungsbericht. Inzwischen wird die neue Software-Version 8.0 getestet.

Online-Voting

'Würden Sie dem Computer das Steuer überlassen?'

(dpa/cj/cr/mas) Die US-Verkehrsaufsicht hat ihre Untersuchung eines tödlichen Unfalls mit einem Tesla eingestellt. Dabei war im Mai 2016 in Florida ein Tesla-Fahrer bei der Kollision mit einem Laster ums Leben gekommen. Weil bei dem Unglück der "Autopilot" aktiviert war, geriet in der Folge der Fahrassistent in die Kritik. Es seien keine Hinweise auf sicherheitsrelevante Defekte gefunden worden, sagte ein Sprecher der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) am Donnerstag (19. Januar 2017). Weitere Ermittlungen seien derzeit nicht nötig. Bei Teslas Fahrassistenz-Software handele es sich um ein Programm, das die volle Aufmerksamkeit des Fahrers erfordere, darauf hatte Tesla nach Unfall erneut hingewiesen. Damit bleibt dem Unternehmen ein befürchteter Rückruf erspart.

So funktioniert das autonome Fahren

Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt? Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt? Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt?
Der Unfall hatte eine lebhafte Diskussion um die Sicherheit autonomer Fahrprogramme ausgelöst. Tesla war unter anderem vom Kraftfahrtbundesamt für die Bezeichnung "Autopilot" kritisiert worden, die Kunden ein falsches Gefühl der Sicherheit geben könnte. Der US-Bundesstaat Kalifornien, wo der Firmensitz von Tesla ist, will einem Bericht der WELT zufolge Werbung mit dem Begriff verbieten. Einem dortigen  Gesetzentwurf zufolge dürfe kein Fahrzeug als autonom fahrend beworben werden, solange es nicht tatsächlich selbstständig ohne Eingriff eines Menschen fahren kann. Die US-Verkehrsbehörde schlug sich nun jedoch auf die Seite des Unternehmens und übernahm weitgehend dessen Argumentation, wonach es Aufgabe des Fahrers ist, sich jederzeit an alle Instruktionen und Anleitungen des Herstellers zu halten.

Automatisiertes Fahren in Stufen

Stufe 0: Driver only

Fahrer führt dauerhaft Längs- und Querführung aus. Kein eingreifendes Fahrzeugsystem aktiv.

Automatisiertes Fahren in Stufen 1 von 6
Neben einem weiteren Vorfall in China hatte es im September 2016 auch in Deutschland einen Unfall mit einem Leichtverletzten gegeben, bei dem ein im Autopilot-Modus fahrender Tesla Model S einen Reisebus gerammt hatte. Zahlreiche Hersteller setzen für die Zukunft auf das sogenannte autonome Fahren. Der Erfolg der neuen Technologie dürfte in erster Linie von ihrer Sicherheit abhängen.

Autopilot 8.0 mit vielen Features im Test

Zwei Fußgänger irritierten den Tesla, er bremste unnötig ab. Der einzige Wackler im Hersteller-Video.

Tesla hat zum Start des Jahres 2017 Version 8.0 seines Autopiloten veröffentlicht. 1000 Kunden kommen in den Genuss, die überarbeitete Technik ausgiebig zu testen. Dabei handelt es sich aber nur um die Fahrzeuge mit der neuen Hardware an Board. Acht weiterentwickelte Kameras sowie zwölf Ultraschallsensoren sind im Model X und im Facelift des Model S verbaut. Zu den Funktionen des Updates gehören unter anderem ein Front-Kollisions-Warner, eine schickere Media-Player-Benutzeroberfläche, optimierte Karten und Routenplanung, eine Verbesserung des Sprachassistenten, eine modernere Rückgewinnungsbremse sowie ein Abstandstempomat mit aktiver Spurführung und einem neuen Autopiloten, der allerdings nur bei geringen Geschwindigkeiten funktioniert. Dazu setzt das System in Zukunft mehr auf Radar als auf Kameras.

Video zeigt autonome Fahrt im Nebel

Was die neue Autopilot-Version angeblich kann, demonstriert ein Hersteller-Video. Zeigten frühere Demos "einfache" Fahrten auf dem Highway (und dafür war Autopilot Version 1 als unterstützendes System auch gedacht), geht's nun ein Level höher: durch ein Wohngebiet und über kurvenreiche Straßen, sogar bei leichtem Nebel. Im Video meistert der Tesla alle Situationen mühelos, erkennt Schilder, andere Fahrzeuge und Fußgänger ohne Probleme. Letztere fast zu gut: Einmal verwirren ihn zwei Jogger am Straßenrand, das Auto bremst unnötig ab. Offenbar nach dem Motto: Lieber einmal zu oft bremsen als einmal zu wenig! Insgesamt ist die Performance beeindruckend. Von einem autorisierten Hersteller-Video war aber auch nichts anderes zu erwarten.

Stichworte:

Autonomes Fahren

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung