Blitzer-Apps: Smartphone-Radarwarner
— 21.03.2012So werden Blitzer ausgetrickst
Kleine Programme auf dem Smartphone warnen unterwegs zuverlässig vor Radarfallen, zeigen das erlaubte Tempo und die Entfernung zum Blitzer an. Doch ist das überhaupt legal?
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Je näher wir kommen, um so hässlicher klingt der Warnton aus dem Handy. Doch als wir vorbeifahren, steht da niemand. Wir melden den Blitzer per Mobiltelefon ab, kommen kurz später zur Kontrolle: keine Meldung mehr. Wir waren wohl die Dritten, die den Blitzer abgemeldet haben. Dann fliegt er raus. Dafür lauert einer zwei Ecken weiter. Rechtzeitig gewarnt, drosseln wir das Tempo auf 50 km/h. Es funktioniert! Doch es ist nicht legal.
Anwalt Uwe Lenhart warnt: Blitzer-Apps sind illegal
Nach § 23 Abs. 1b StVO darf man im Auto kein Gerät betreiben oder betriebsbereit mitführen, mit dem man Maßnahmen zur Verkehrsüberwachung anzeigen oder stören kann. Das gilt insbesondere für sogenannte Radarwarner – auch Navis und Smartphones mit entsprechenden Apps oder dem Facebook-Radarwarner, die automatisch und via GPS vor Blitzern warnen. Wer erwischt wird, zahlt mindestens 75 Euro Bußgeld (Nr. 109 a BKat) und kassiert vier Punkte (nach der Reform des Punkteschlüssels einen Punkt). Betriebsbereite Geräte (die am Strom hängen) darf die Polizei einkassieren. Smartphone-Apps muss man löschen.Das könnte Sie auch interessieren
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Kommentare zum Artikel (11)
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Melden
Verkehrsbusen sind ein Budgetpunkt der Gemeinden und Länder. Da hilft auch die immer wieder vorgebrachte Rechtfertigung nichts, es geht im Grunde genommen immer um's Geld. Wäre es anders, dann würde wirklich nur dort geblitzt, wo die Verkehrssicherheit wirklich gefährdet ist. Ich denke jeder von uns könnte Beispiele nennen von völlig sinnlosen Radarblitzstellen.
Sehr dankbar wäre unser Volk für die Verschonung mit Kommentaren von Spießbürger mit "wie wäre es mit Vorschriftsmäßigem Fahren"!
...und was ist denn dann mit Radiosendungen, in denen vor Staus und auch Radarfallen gewarnt wird - darf man die während der Fahrt nicht hören, sonst wird das Autoradio konfisziert? Oder wird gleich der Sender beschlagnahmt?
In die meisten stationären Blitzer fahren nur Ortsfremde versehentlich und "doof" rein, wogegen kein Einheimischer dort noch erwischt wird. Ich bin daher der Meinung, dass passive Melder in Navi/Handy, insbesondere von stationären Blitzern, nicht nur erlaubt sein sollten, sondern in jedem Auto verpflichtend installiert sein sollten. Geblitzt wird ja bekanntermaßen nur und ausschließlich an Unfallschwerpunkten (*hüstel*). Wenn das Navi/Handy vor einem solchen Gefahrenpunkt warnt, ist das nur im Sinne der Verkehrssicherheit.
Abstandswarner, Tote-Winkel-Warner und Blitzermelder sind nichts anderes als Geräte, die den Autofahrer darin unterstützen, sich verkehrsgerecht zu verhalten und Unfälle zu vermeiden. Mein Navi blendet mir die zulässige Höchstgeschwindigkeit ein, ohne dass es mich von der Pflicht befreit, auf die Schilder zu achten und im Zweifelsfalle langsamer zu fahren. Wirksam gegen notorische Raser sind ohnehin nur mobile Kontrollen, möglichst dezent per Laserpistole oder Kamera. Aktiv arbeitende Detektoren sollten natürlich verboten bleiben.