AUTO BILD testet Bluetooth-Freisprecheinrichtungen
Gespräch am Steuer? So geht’s ohne Ärger
Telefonieren im Auto? Mit Freisprechanlage kein Problem. AUTO BILD hat 16 Bluetooth-Modelle zwischen 16 und 70 Euro getestet. Welche für klare Gespräche sorgen und welche im Alltag versagen, lesen Sie hier:
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2.
Cellularline
Easy Drive
1,6
gut
- digitale Geräuschunterdrückung
- lange Gesprächszeit
- intuitive Bedienung
- leichte Störgeräusche bei höherer Geschwindigkeit

3.
Avantree
CK11
1,6
gut
- hervorragender Klang
- gute bis sehr gute Geräuschreduktion
- Drehknopf für Lautstärkeregulierung
- leichte Störgeräusche

4.
Callstel
Auto Freisprechanlage
1,8
gut
- übersichtliches Design
- ordentliche Klangqualität
- kein Echo
- leichte Störgeräusche

6.
VeoPulse
B-PRO 2B
1,9
gut
- gute Klangqualität
- gute Bedienung
- optisch sehr hochwertig
- etwas leise
- mittelmäßige Geräuschreduktion

7.
AGPTEK
Freichsprecheinrichtung
2,0
gut
- geringes Preisniveau
- überzeugende Klangqualität
- einfache Handhabung
- Klang etwas bassig
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Telefonieren am Steuer ist nicht nur gefährlich, sondern auch teuer: Wer mit dem Handy in der Hand erwischt wird, zahlt mindestens 100 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg. Eine sichere und legale Alternative sind Bluetooth-Freisprechanlagen. Sie ermöglichen es, während der Fahrt zu telefonieren, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen, und sorgen so für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. AUTO BILD hat 16 aktuelle Modelle getestet und zeigt, welche Geräte mit guter Sprachqualität, einfacher Bedienung und stabilem Empfang überzeugen.
Das Wichtigste in Kürze
- Legale Alternative: Bluetooth-Freisprechanlagen ermöglichen Telefonate im Auto ohne Handy am Ohr, so bleiben Bußgeld und Punkte erspart.
- Klang & Bedienung: Gute Geräte liefern klare Sprachqualität auch bei höherem Tempo und lassen sich einfach per Knopf oder Sprachsteuerung bedienen.
- Ausstattung: Unterschiede zeigen sich bei Zusatzfunktionen wie Musiksteuerung, Bewegungssensor oder Akku-Laufzeit. Viele Geräte verbinden sich automatisch beim Einsteigen.
- Kauf-Tipp: Vor dem Kauf auf Klangqualität bei hohem Tempo, Bedienbarkeit mit einer Hand und sinnvolle Extras achten – die Wahl sollte sich an den persönlichen Vorlieben orientieren.
Der CELLULARLINE Easy Drive ist unser Testsieger unter den getesteten Bluetooth-Freisprecheinrichtungen. Das Modell überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung, angenehmer Haptik und einfacher Bedienung. Besonders praktisch ist die Digitale Rauschunterdrückung, die dafür sorgt, dass die Stimme bei Fahrtgeräuschen oder Verkehrslärm klar bleibt. Die Sprachqualität ist solide: Bei 50 km/h treten kaum und bei 100 km/h treten nur leichte Hintergrundgeräusche auf, aber die Gespräche bleiben klar und verständlich. Der Easy Drive verbindet sich automatisch mit dem Smartphone, unterstützt Siri und Google Assistant und kann auch Musik über Bluetooth wiedergeben. Dank seiner gelungenen Mischung aus Bedienkomfort, Klangqualität und seiner hochwertigen Verarbeitung ist der CELLULARLINE Easy Drive verdienter Testsieger in unserem Bluetooth-Freisprecheinrichtungs-Test.
Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Auto-Freisprecheinrichtung von Callstel. Sie überzeugt nicht nur mit ihrem günstigen Preis, sondern auch mit vielen nützlichen Funktionen. Sie ermöglicht die gleichzeitige Verbindung mit zwei Bluetooth-Geräten und unterstützt Siri sowie Google Assistant. Die Audioqualität der Musik ist gut und auch über die Freisprecheinrichtung steuerbar. Allerdings ist die Sprachqualität bei Geschwindigkeiten von 50 und 100 km/h nur durchschnittlich, wobei leichte Störgeräusche auftreten können. Zwar ist die Geräuschreduktion dieser Störgeräusche moderat, dafür überzeugen aber Optik und Haptik des Geräts mit ihrer Hochwertigkeit. Mit einer Sprechzeit von bis zu 18 Stunden und einer Stand-by-Zeit von bis zu 62 Tagen gehört die Callstel Auto-Freisprecheinrichtung zu unseren Top-Geräten im Test.
Die Nutzung der Freisprechanlagen erfolgt im Fahrzeug, wo sie ihre Funktionalität unter realen Bedingungen zeigen müssen. Für die Tests wurde eine bestimmte Route ausgewählt, auf der mit gleichbleibender Geschwindigkeit gefahren wurde, zunächst bei 50 km/h und später bei 100 km/h, wobei mehrere Testanrufe getätigt wurden.

Ein einfacher Knopfdruck genügt, um den Anruf anzunehmen. So bleibt die Aufmerksamkeit weiterhin voll und ganz dem Straßenverkehr gewidmet.
Bild: Sven Krieger
Außerdem überprüften wir die Handhabung und die Klangqualität der Geräte während der Musikwiedergabe sowohl im fahrenden als auch im stehenden Fahrzeug. Zusätzliche Bewertungskriterien umfassten die Montage, das Design und die Haptik sowie zusätzliche Features der Geräte.
Es ist bemerkenswert, dass fast alle getesteten Geräte mindestens über eine Stand-by-Funktion verfügen. Diese Funktion erlaubt es den Bluetooth-Freisprechanlagen, im Auto eingeschaltet zu bleiben, ohne den Akku zu entladen. Wenn man das Fahrzeug mit aktiviertem Bluetooth wieder betritt, stellen viele Geräte sogar automatisch die Verbindung wieder her. Jedoch bieten die Modelle von AGPTEK, Asudaro, Renopfect, Supertooth Crystal, Callstel BFX-400.PT und das Amazon Echo Auto 2. Generation diese nützliche Automatik nicht.

Alle Geräte kommen mit einem USB-Kabel, manche sogar mit einem Stecker für den Zigarettenanzünder.
Bild: AUTO BILD
Das Amazon Echo Auto der 2. Generation benötigt eine externe Stromquelle wie einen USB-Anschluss oder einen Zigarettenanzünder, da es keinen eingebauten Akku besitzt. Ebenso verfügt das Gerät über keine eigenen Lautsprecher. Stattdessen nutzt es die Lautsprecher des Autos, die entweder über Bluetooth oder ein AUX-Kabel (das im Zubehör enthalten ist) verbunden werden können.
Vor der ersten Nutzung im Auto ist es notwendig, die Alexa-App von Amazon herunterzuladen und "Echo Auto" als Freisprecheinrichtung hinzuzufügen. Hierfür ist ein Amazon-Konto erforderlich. Nach der Einrichtung kann Alexa ähnlich wie zu Hause genutzt werden, um beispielsweise Musik zu spielen, Anrufe zu tätigen oder Wegbeschreibungen abzurufen. Es ist zwar mehr als eine klassische Bluetooth-Freisprecheinrichtung, aber für denjenigen, der nur eine einfache Freisprecheinrichtung sucht, könnte eine klassische Bluetooth-Freisprecheinrichtung fürs Autoradio praktischer sein. Einen ausführlichen Artikel zum Amazon Echo Auto 2. Generation finden Sie hier!
Die Geräte von Avantree, Soaiy, VeoPulse, Tellur und Cellularline sind zusätzlich mit einem Bewegungssensor ausgestattet. Dieser Sensor reagiert auf die Erschütterungen, die durch das Zuschlagen einer Autotür entstehen, und weckt das Gerät aus dem Schlafmodus auf.

Das Koppeln des Smartphones mit der Bluetooth-Freisprechanlage gestaltet sich bei allen 16 Modellen sehr unkompliziert.
Bild: Sven Krieger
Es ist wichtig, dass der Klingelton eines eingehenden Anrufs nicht so laut ist, dass er den Fahrer erschreckt und zu einer unkontrollierten Lenkbewegung führt. Gleichzeitig sollte der Ton hörbar sein, damit der Fahrer weiß, dass ein Anruf eingeht. Bei den Freisprecheinrichtungen von Aigolink, Avantree, Callstel, Sunitec und VeoPulse könnte die Lautstärke jedoch so niedrig sein, dass sie speziell bei höheren Geschwindigkeiten überhört wird. Das SuperTooth Buddy hingegen spielt überhaupt keinen Klingelton ab.

Das Montieren aller Geräte verlief reibungslos. Praktisch: Der Magnet auf der Rückseite des Supertooth Crystal erleichtert das Anbringen und Abnehmen der Einrichtung.
Bild: Sven Krieger
Um den Aspekt der Freisprechfunktion zu intensivieren, bieten nahezu alle Geräte die Option der Sprachsteuerung über das verbundene Smartphone. Einrichtungen wie die Callstel Auto-Freisprechanlage und das VeoPulse B-PRO 2B verfügen sogar über einen separaten Knopf zur Aktivierung dieser Funktion. Beim SuperTooth Buddy hingegen funktioniert die Sprachsteuerung nicht immer zuverlässig und benötigt oft mehrere Anläufe. Einzig die Modelle von Callstel BFX-400.pt und Renopfect verzichten gänzlich auf diese Technologie.
Freisprecheinrichtungen im Vergleich

Diese 16 Bluetooth-Freisprechanlagen ermöglichen es, während der Fahrt legal zu telefonieren.
Bild: Sven Krieger
Für Interessenten an einer erstklassigen Bluetooth-Freisprecheinrichtung ist das Modell CELLULARLINE Easy Drive eine ausgezeichnete Wahl: Der Testsieger überzeugt mit seiner klaren Tonqualität und einer benutzerfreundlichen Bedienung und besonderen Features.
Eine weitere empfehlenswerte Option, die als Preis-Leistungs-Sieger aus unserem Test hervorgeht, ist die Callstel Auto-Freisprecheinrichtung. Sie zeichnet sich durch ihre gute Audioqualität aus. Die Qualität der Telefonate ist zufriedenstellend, aber die Gerätequalität und die Verarbeitung sind besonders hervorzuheben.
Sowohl unser Test- als auch Preis-Leistungs-Sieger zeichnen sich durch hervorragende Gesprächs- und Stand-by-Zeiten aus. Während des Tests traten keine Totalausfälle auf. Zudem wurden die deutlichsten Unterschiede im direkten Einsatz sichtbar.
Testsieger im AUTO BILD Bluetooth-Freisprecheinrichtungs-Test: CELLULARLINE Easy Drive
Preis-Leistungs-Sieger: Callstel Auto Freisprecheinrichtung
Nützliches Wissen rund um Bluetooth-Freisprecheinrichtungen
Welche ist die beste Bluetooth-Freisprecheinrichtung?
Der große AUTO BILD-Bluetooth-Freisprecheinrichtungs-Test hat einen Testsieger hervorgebracht: Die AVANTREE CK11 überzeugt nicht nur mit einem gefälligen Design, sondern auch mit einfacher Bedienbarkeit und einer hohen Klangqualität. Wer zudem Musik abspielen möchte, wird auch nicht enttäuscht.
Wie viel sollte eine gute Bluetooth-Freisprecheinrichtung kosten?
Der Testsieger im großen AUTO BILD-Bluetooth-Freisprecheinrichtungs-Test, das Modell Jabra Tour, kostet 113 Euro. Noch etwas günstiger ist der Preis-Leistungs-Sieger, die Freisprecheinrichtung von Callstel, die schon für 24 Euro zu haben ist.
Was passiert, wenn man mit dem Handy am Steuer erwischt wird?
100 Euro und ein Punkt sind fällig, wenn man mit dem Telefon am Steuer erwischt wird. Bei einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durch die Handynutzung werden es 150 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Geht die Handynutzung sogar noch mit einer Sachbeschädigung einher (zum Beispiel bei einem leichten Unfall), drohen 200 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ebenfalls ein Monat Fahrverbot. Wer sich in der Führerschein-Probezeit mit dem Mobiltelefon am Lenkrad erwischen lässt, kassiert einen Punkt in Flensburg, dazu ein saftiges Bußgeld von mindestens 100 Euro. Die Verlängerung der Probezeit oder ein Aufbauseminar kommen – je nach Schwere des Verstoßes – noch hinzu.
Hinweis
Dieser Produkttest wurde unterstützt von Jabra, Pearl, Amazon und VeoPulse. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie hier.
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