Vier Stromsparer im Vergleich

BMW i3/Opel Ampera/Toyota Prius/VW Golf: Test

— 09.12.2013

Welcher Sparer spart am besten?

Sauber fahren, trotzdem sparen: E-Mobil mit Range-Extender, Plug-in-Hybrid und Erdgas-Benzin-Zwitter im großen Konzept-Vergleich.

Zur Großen Koalition mag man stehen, wie man will – für Freunde alternativer Antriebe hält sie auf jeden Fall verlockende Weihnachtsgeschenke bereit. Da lachen jede Menge Kies und Schotter. Die staatliche KfW-Bank will günstige Kredite für Elektroautos verteilen, der Finanzminister auch nach 2018 auf eine Anhebung der niedrigen Energiesteuersätze für Erdgas als Kraftstoff verzichten, der Bundesrat denkt über freies Parken für abgasarme Fahrzeuge nach. Sauber!

Der Toyota Prius zeigt ausgereifte Doppelherz-Technik

Alles nur eine Frage des Prinzips? Im Test treffen Hybride auf eher konventionelle Antriebstechnik.

Aus diesem Grund haben wir die vier wichtigsten Vertreter der sauberen Sparmobilität in einen großen Kostenvergleich geschickt. Neben Anschaffung, Energiebilanz und Unterhalt zählt dabei zusätzlich das Talent im Alltag – denn was nutzen die weißeste Weste und die knauserigste Kalkulation, wenn das Auto nicht ins Leben passt? Natürlich darf das derzeit wohl mutigste Elektromobil, der BMW i3, nicht fehlen. Um im Praxisteil nicht sofort durchzufallen, tritt es mit Reichweitenverlängerer an. Der VW Golf TGI will als Erdgas-Benzin-Zwitter mit niedrigen Kraftstoffkosten und günstigem Grundpreis glänzen. Opel schickt seinen Stecker-Stromer Ampera ins Rennen, dessen Preis vor knapp drei Monaten um 7600 Euro auf 38.300 Euro gesenkt wurde. Quasi als Erfinder der Hybrididee macht der Toyota Prius Plug-in unser Feld komplett. Ausgereifte Doppelherz-Technik plus Ladeoption an der Steckdose sprechen für den Japaner.

So haben wir getestet

Neben dem üblichen Messprogramm standen bei diesem Vergleich die Verbräuche und Reichweiten im Mittelpunkt. Auf unserer Normstrecke haben wir bei vollen Akkus zunächst geprüft, wie weit die Batterie bei i3, Prius und Ampera reicht und wie viel Strom anschließend nachgetankt werden muss. In einer zweiten Runde mit leeren Akkus ermittelten wir dann die Verbräuche der Verbrennungsmotoren. Beim Golf mussten wir die Gastanks nach dem ersten Gasverbrauch noch mal komplett leer fahren, um anschließend den Durst des 1.4-Liter-Benziners zu bestimmen. Für die Berechnung der Kosten in Cent pro Kilometer haben wir für jedes Auto ein spezielles Nutzungsprofil erstellt. Abhängig von der Reichweite mit Strom oder Gas sowie der Gesamtfahrstrecke haben wir dazu die Nutzungsanteile mit den verschiedenen Kraftstoffen festgelegt (siehe Tabellen).

Die Details zum Vergleich der Sparer gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen lesen als Download im Online-Heftarchiv.
Wenigfahrer (7000 km/h)
Modell Strom Benzin
BMW i3 REX 90 % 10 %
Opel Ampera 70 % 30 %
Toyota Prius 50 % 50 %
Modell Erdgas Benzin
VW Golf TGI 100 % 0 %
Normalfahrer (15.000 km/Jahr)
Modell Strom Benzin
BMW i3 REX 80 % 20 %
Opel Ampera 50 % 50 %
Toyota Prius 20 % 80 %
Modell Erdgas Benzin
VW Golf TGI 90 % 10 %

Hier geht's um Kies und Schotter

Der vollständige Artikel ist ab sofort in unserem Online-Heftarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden.
VW Golf TGI BlueMotion, BMW i3 Range-Extender, Toyota Prius Plug-in, Opel Ampera

Veröffentlicht:

03.12.2013

Preis:

2,00 €

Gerald Czajka

Gerald Czajka

Fazit

Der Erdgas-Golf lässt den besten Elektromobilen der Republik wenig Chancen. Er kostet insgesamt am wenigsten und bleibt eben ein fast fehlerfreier Golf. Doch das Blatt könnte sich künftig wenden. Etwa, wenn die Batterietechnik Fortschritte macht und die Kosten sinken. Und wenn die Große Koalition Elektroautos tatsächlich fördert. In Zukunft dürfte es also immer spannender werden.

Stichworte:

Hybrid

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