Vorstellung BMW i3

BMW i3 ohne B-Säule BMW i3 Ladekabel BMW i3 Innenraum Cockpit

BMW i3: Vorstellung

— 29.07.2013

Weltpremiere für den BMW i3

BMW hat sein erstes rein elektrisches Serienauto i3 jetzt offiziell enthüllt. Hier gibt es alle Infos, Fotos und technische Daten zum Elektroauto BMW i3!

BMW hat offiziell den i3 vorgestellt. Und gibt damit den Startschuss für ein Auto, das nicht nur mit seiner Ökobilanz beim Fahren und bei der Herstellung, sondern auch in Sachen Fahrleistung, Komfort und Design neue Maßstäbe setzen soll.

Video: BMW i3

Weltpremiere

Auf dem Papier zumindest lesen sich die technischen Daten äußerst ansprechend. 170 PS und 250 Newtonmeter Drehmoment soll die Batterie hergeben, die aus acht verschiedenen Modulen besteht und direkt unter dem Kofferraumboden sitzt. Diese Platzierung habe mehrere Vorteile, so die Bayern: Zum einen besitze das Fahrzeug eine "perfekt ausgewogene Achslastverteilung von 50:50". Außerdem biete die unmittelbare Nähe zur angetriebenen Hinterachse bestmögliche Traktion. In Zahlen: Den Spurt von null auf Tempo 100 absolviert der BMW i3 in 7,2 Sekunden. Eine Geschwindigkeit von 60 km/h wird aus dem Stand heraus bereits nach 3,7 Sekunden erreicht. Bei Tempo 150 ist Schluss.

Elektroautos 2013/2014

An einer normalen Steckdose dauert es acht Stunden, bis der Akku voll ist.

Das ist nicht viel, doch schließlich ist das Auto sowieso für den urbanen Gebrauch vorgesehen. 130 bis 160 Kilometer soll der i3 mit einer Ladung schaffen. Aufgeladen werden kann der Akku auch an einer normalen Haushaltssteckdose. Das dauert dann allerdings acht Stunden; an der Schnellladesäule können 80 Prozent des Akkus in 30 Minuten geladen werden. Weil das vielen Kunden zu lang und realistische 130 Kilometer den meisten zu wenig sein dürften, baut BMW auf Wunsch einen Range Extender ein: Ein Zweizylinder aus der Motorradsparte treibt dann einen Dynamo und steigert die Reichweite so auf bis zu 300 Kilometer. Allerdings soll diese Option mehrere Tausend Euro kosten. BMW gibt auf die Akkus eine Herstellergarantie von acht Jahren oder 100.000 Kilometern. Sollte das E-Herz doch einmal schlapp machen, können auch einzelne Module ersetzt werden.

Die Fahrgastzelle aus Karbon ist so stabil, dass eine B-Säule nicht gebraucht wird.

Damit der Bayern-Stromer trotz der schweren Batterie im Vergleich mit konventionell angetriebenen Vehikeln nicht zurückbleibt, baut BMW den i3 als erstes Großserienauto mit einer Karosserie aus Karbon und drückt so das Leergewicht auf 1195 Kilo. Neben der Gewichtsersparnis hat die Verwendung von Karbon den Vorteil, dass die B-Säulen wegfallen können. Da auch der Mitteltunnel fehlt, können Passagiere vorne wie hinten nicht nur bequem ein- und aussteigen, sondern auch problemlos von links nach rechts rutschen. Das Design schafft zudem reichlich Platz, und der großzügige Eindruck wird durch die großen Fensterflächen noch verstärkt. 

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Nicht nur technisch, auch optisch befährt BMW mit dem i3 Neuland. Schon die Proportionen sind ungewohnt: Mit einer Karosserielänge von 3999, einer Breite von 1775 und einer Höhe von 1578 Millimetern ist der i3 schmal und hoch. Dass es sich um einen BMW handelt, lässt die Niere an der Front erahnen, die allerdings geschlossen ist, da vorne keine Kühlluftzufuhr nötig ist. Die Niere sitzt inmitten des sogenannten "Black Belt", dem "Schwarzen Gürtel", der von der Fronthaube über das Dach bis ins Heck des Fahrzeugs reicht, wo er auch den mittleren Teil der Schürze einschließlich des Kennzeichenträgers und der Reflektoren einfasst. Für die Lackierung der seitlichen Karosseriepaneele sowie der Front- und Heckschürze des BMW i3 stehen zwei Uni- und vier Metallic-Farben zur Wahl.

Das Lenkrad ist quasi frei schwebend, und einen Mitteltunnel gibt es nicht.

Auch im Innenraum mag man sich verwundert die Augen reiben, und das nicht nur wegen des fehlenden Mitteltunnels. Das Lenkrad schwebt förmlich vor den futuristischen LED-Instrumenten. Die allermeisten Schalter und Hebel wandern in einen großen Knubbel, der aus der Lenksäule wächst. In der Mitte prangt ein riesiger Bildschirm; logisch, der i3 ist connected. Und teilt seinem Fahrer unter anderem mit, ob das angepeilte Ziel in der Reichweite des Akkus liegt und wo er gegegebenfalls aufgeladen werden kann. Eingerichtet wird der E-BMW übrigens auch ökologisch korrekt: Das Leder wird mit Extrakten aus Olivenbaumblättern gegerbt, und der Träger der Instrumententafel und die Türträger sind aus Fasern der Kenaf-Pflanze gefertigt. Insgesamt wurden im Innenraum laut BMW 25 Prozent des Gewichts an Kunststoffen durch recycelte Materialien oder nachwachsende Rohstoffe ersetzt.

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Preislich liegt der i3 in seiner Basisversion mit 34.950 Euro ziemlich genau zwischen den Einstiegsmodellen der beiden wichtigsten klassischen BMW-Modellreihen 3er (28.900 Euro) und 5er (40.700 Euro). Im Vergleich mit anderen Elektroautos punktet der i3 langfristig mit seinem serienmäßigen Batteriesystem: Der Renault Zoe beispielsweise kostet ohne Batterie zwar nur 21.700 Euro – nach 96 Monaten Akku-Miete à 80 Euro schrumpft die Differenz auf nur noch 5000 Euro.

Autor: Maike Schade

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