BMW-Navi hilft bei Parkplatzsuche

BMW-Navi hilft bei Parkplatzsuche

— 05.06.2015

Der prognostizierte Parkplatz

Der BMW-Parkassistent soll in Zukunft nicht nur das Auto in die Lücke zirkeln, sondern vorher auch berechnen, wo der nächste freie Parkplatz zu finden ist.

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'Wie viel Zeit verbringen Sie mit der Parkplatzsuche?'

BMW stellte Anfang Juni 2015 auf der Technologiemesse TU-Automotive Detroit eine Weiterentwicklung des ConnectedDrive-Systems vor. Der Prototyp ist in einem BMW i3 verbaut. Es soll den nächsten freien Parkplatz berechnen und den Weg dorthin zeigen. Die Technologie soll langfristig dabei helfen, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Durch weniger Parkverkehr ließen sich nach aktuellen Analysen CO2-Ausstoß, Staus und unnötige Fahrtzeitverlängerung im Stadtgebiet verringern. Sowohl statistische (Tageszeit und daraus errechnete Wahrscheinlichkeit auf freie Parkplätze) als auch dynamische Daten (wie viele vernetzte Autos suchen in der Umgebung nach Parkplätzen, wieviele parken gerade aktiv aus/ein?) fließen in die Berechnung ein.
Zukunftsprojekt von BMW: Die fahrende Telefonzelle

Schritt 1: Das Auto links ist mit den anderen ein- und ausparkenden Fahrzeugen vernetzt. Das fließt in die Berechnung von freien Plätzen mit ein.

Die Daten werden von Inrix, einem Anbieter für Echtzeit-Verkehrsinformationen, analysiert und verarbeitet. So können sich Fahrer nahezu in Echtzeit auf dem Infotainmentsystem anzeigen lassen, in welchen Straßen in der Nähe Parkplätze zu finden sind. Zusätzliche Informationen können mit wenigen Eingaben abgefragt werden: zum Beispiel die Kosten fürs Parken oder das Vorhandensein von Parkhäusern und größeren Parkflächen. Laut Inrix soll dieses System (zurzeit unter anderem in Seattle, Vancouver, San Francisco, Amsterdam, Köln und Kopenhagen verfügbar) bis Ende 2015 in 23 Großstädten weltweit online sein. Die ersten erfolgreichen Tests von BMW Deutschland fanden bereits in München statt. Fazit der dortigen Versuche: "Das System ist selbstlernend und auch auf andere Städte übertragbar."
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Schritt 2: Auf dem Display im Auto wird dem Fahrer angezeigt, wie wahrscheinlich es ist, in der Nähe Parkplätze zu finden.

Die "dynamische Parkwahrscheinlichkeitsprognose" profitiert auch von Carsharing-Autos. Schon seit Beginn der Aktivitäten von DriveNow (BMW-Carsharing in deutschen Großstädten) sammeln diese Fahrzeuge anonymisierte Daten zum Parkverhalten der Nutzer. Dies könnte in Zukunft auch andersrum funktionieren, wenn der Parkinformations-Service nach der Serienreife in den Mietfahrzeugen zum Einsatz kommt. Auf diese Weise ist die Parkplatzberechnung ein Vorgriff auf die automobile Zukunft: Wenn immer mehr Autos vernetzt sind und automatisch miteinander kommunizieren, wird diese Technologie zum Standard gehören. Wann die ConnectedDrive-Weiterentwicklung offiziell veröffentlicht wird, ließ BMW allerdings noch offen. Einen etwas direkteren Service gibt es mit BMW ParkNow allerdings schon seit 2012: BMW-Kunden können sich einen Parkplatz des Anbieters "Parkmobile" über ihr ConnectedDrive reservieren und gleichzeitig bargeldlos bezahlen.

Autor: Jonathan Blum

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