BMW und Brilliance: Elektroauto Zinoro

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BMW und Brilliance: Elektroauto Zinoro

— 20.11.2013

Elektro-Klon von BMW für China

BMW erfüllt seine Pflicht auf seinem wichtigsten Absatzmarkt China und präsentiert mit Partner Brilliance eine neue Marke: Zinoro. Erstes Produkt ist ein Elektroauto, das frappierende Ähnlichkeit mit dem BMW X1 aufweist.

(dpa/cj) BMW und sein chinesischer Partner Brilliance haben am Mittwoch (20. November 2013) ein gemeinsam entworfenes Elektroauto vorgestellt. Unter der neuen chinesischen Marke Zinoro (chinesisch: Zhinou) zielt der Wagen auf Basis des BMW X1 vor allem auf den wichtigsten Markt der Bayern. Der Zinoro IE wirkt wie ein chinesischer Klon des Kompakt-SUV von BMW, vor allem Motorhaube und Scheinwerfer weisen große Ähnlichkeit auf. Das City-Car verspricht auch dank Bremsenergie-Rückgewinnung eine Reichweite von 150 Kilometern, die Lithium-Ionen-Akkus sollen in siebeneinhalb Stunden vollständig aufladbar sein.

Bilder vom Brilliance A3 (Auto Shanghai 2011)

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Der Zinoro IE wirkt wie ein chinesischer Klon des Kompakt-SUV BMW X1.

Bei der Premiere anlässlich der Messe im südchinesischen Guangzhou (Kanton) verkündete überraschend der Chef des Joint Ventures BBA, Olaf Kastner, dass das Fahrzeug vorerst nur im Leasing und Mietgeschäft eingesetzt werden soll. So könnten mehr Kunden die Erfahrung mit Elektroautos machen, ohne sich um Aufladen oder Wartung kümmern zu müssen. "Das Auto zielt nicht auf große Volumen, sondern das Erlebnis mit einem Elektroauto", sagt Kastner.

Laut unbestätigten Spekulationen soll der Preis des Zinoro IE bei bei 400.000 Yuan, umgerechnet 48.000 Euro, liegen. Branchenkenner wollen erfahren haben, dass vorerst nur 1000 Fahrzeuge geplant sein sollen. Sie sehen in dem Vorgehen eine Konsequenz aus der schlechten Infrastruktur für allein elektrisch betriebene Fahrzeuge in China. Deswegen setzen Audi und andere Wettbewerber auf Plug-in-Hybrid-Autos, die einen Benzin- und Elektromotor haben. "Die Zeit ist in China noch nicht reif für ein reines Elektroauto", sagte Audi-China-Chef Dietmar Voggenreiter der Nachrichtenagentur dpa.

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"Ich habe wenig Erwartungen für dieses Auto", kommentiert auch Cui Dongshu, Vizegeneralsekretär der Vereinigung der chinesischen Personenwagenhersteller, den Start des Zinoro. "Es geht nur darum, das Wasser zu testen." BMW schlage aber zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen erfüllten die Münchner die Anforderungen der Regierung in Peking, mit dem chinesischen Partner eine eigene Marke für China zu entwickeln. Zum anderen müsse BMW den Benzinverbrauch seiner Flotte senken. "Insofern können sie damit nur gewinnen." Ähnlich macht es auch die Konkurrenz. Mercedes hat mit dem Denza schon ein Modell vorgestellt, das gemeinsam mit dem Autobauer BYD (Build Your Dreams) entwickelt wurde.

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