BMW und Mini

BMW und Mini Neuheiten bis 2019

— 08.04.2014

So wachsen BMW und Mini zusammen

Kaum zu glauben: Der Kleinste im Konzern wird zur Keimzelle für ganze Modellreihen, die auf Vorderradantrieb und Dreizylinder setzen. Dazu gehören BMW X1 und X2 Coupé, bei Mini der neue Countryman und Traveller.

Kulturschock in Bayern. Nein, kein Rotwein zur Brez'n, kein Ketchup zur Weißwurst. Die Schocktherapie lautet: Immer mehr BMW-Modelle bekommen Vorderradantrieb und Dreizylindermotoren. Die Modelle unterhalb der 3er-Reihe werden Zug um Zug auf diese Technik umgestellt. Das klingt nach Revolution, aber die Konkurrenten Audi und Mercedes machen es mit A1 und A3 beziehungsweise A- und B-Klasse erfolgreich vor. Die Bayern sprechen hier von der Unteren Klasse (UKL), die künftig eine breite Palette abdeckt: UKL0 wird ein noch kleinerer Mini (Codename: Metro oder ein entsprechend kompakter BMW City). UKL1 ist für den BMW 1er und Mini und bestimmt und UKL2 für den BMW X1 respektive Mini Countryman. Alle drei UKL-Segmente teilen sich die gleiche, modular aufgebaute Architektur.

Ob der 2er weiterhin Heckantrieb behält ist noch nicht gewiss

Der neue X1 kommt in zwei Längen, mit fünf oder sieben Sitzen, Front- und Allradantrieb, später auch als Plug-in-Hybrid.

BMW plant zunächst eine Unterteilung in High und Low. Dabei brauchen die Sport-Modelle mit dem stärksten Vierzylinder größere Bremsen, Kühler und Räder (High) als die mehr auf Sparsamkeit getrimmten Dreizylinder (Low). Vereinheitlicht werden bis Ende 2021 die gesamte Mini-Familie, die 1er-Reihe, der X1 und die 2er-Reihe. Noch plädieren die Anhänger des Reihensechszylinders dafür, den 2er der neuen Heckantriebsplattform 35up (3er, 5er und größer) zuzuordnen. Die Entscheidung fällt nicht vor 2017. Ab Herbst 2015 erscheint die zweite Auflage des X1 in drei Versionen: als klassischer X1 mit Vorderradoder Allradantrieb, außerdem als X1 Plug-in Hybrid und schließlich als X1 mit langem Radstand. Letzerer bietet Platz für bis zu sieben Personen, soll aber nur in China angeboten und produziert werden. Der Hybrid hat einen aufgeladenen Dreizylinder und einen in die Achtstufenautomatik integrierten Elektromotor. Noch offen ist, ob der Plug-in-Hybrid eher reichweitenorientiert ausgelegt ist oder auf Leistung getrimmt wird.

Der X2 startet als drittes Crossover-Coupé von BMW 2016

Ein SUV-Coupé mit nur zwei Türen? Mercedes und Porsche haben Zweitürer gekippt, das könnte den BMW zum schicken Trendsetter küren.

Ganz neu und ziemlich mutig ist der für 2016 avisierte X2, der nach X6 und X4 schon das dritte Crossover-Coupé von BMW wird. Warum mutig? Weil sich kaum ein Konkurrent traut, in dieser Klasse mit einem Zweitürer anzutreten. Porsche hat das projektierte Macan Coupé zurückgestellt, der zweitürige Audi Q2 wurde vom Vorstand gestoppt und die Mercedes-Modelle GLA und GLC sind ebenfalls nur als Viertürer geplant. BMW glaubt trotzdem an den X2, der durch sein sportlich-elegantes Erscheinungsbild, die bessere Fahrdynamik und ein praktisches Karosseriekonzept Punkte sammeln soll. Die hinteren Sitze sind mehrfach verstellbar, breite Türen erleichtern den Einstieg, das optionale Panoramadach lässt viel Licht und Luft ins Fahrzeug. Auf dem Papier existiert sogar schon eine extrem kernige Version mit Allradantrieb und 367 PS starkem Zweiliter-Vierzylinder-Biturbomotor.

Langversion des Countryman läuft unter dem Namen Traveller

Countryman in kernig: Der Mini Traveller bietet ab 2019 ernsthafte Offroad-Fähigkeiten und deutlich mehr Platz als der Countryman.

Das Gegenstück zum neuen X1 ist der für 2018 eingeplante Nachfolger des Mini Countryman. Auf gleicher Basis reift eine gestretchte Version heran. Ihr Name: Traveller, rund 4,40 Meter lang und mit deutlich mehr Platz als der gut 4,25 Meter lange Countryman II. Von den Abmessungen profitieren im Traveller fünf Fahrgäste, die samt Reisegepäck bequem untergebracht werden können. Beide Crossover sind wahlweise mit Vierradantrieb zu haben. Gegen Aufpreis gibt es ein Offroad-Paket mit höher gesetzter Karosserie, Anbauteilen im Abenteuer-Look, Unterfahrschutz, Ganzjahresreifen und Zusatzscheinwerfern. Während der Countryman ein Softroader bleibt, schafft der Traveller auch mittelschweres Gelände und mutige Kippwinkel. Trotzdem plant Mini sogar vom Klettermax einen 231 PS starken John-Cooper-Works-Straßenfeger. Die Grundmodelle von X1, X2, Countryman und Traveller haben Dreizylinder. Der Diesel leistet 115 PS, der Benziner 136 PS. Die weitgehend baugleichen Zweiliter-Vierzylinder kommen als Benziner auf 190, 245 und 300 PS. Diesel-Fans dürfen sich auf 150, 190 und 231 PS freuen. Die Wandlerautomatik soll ab 2017 Zug um Zug einem hybridfähigen Doppelkupplungsgetriebe mit sieben (Mini) beziehungsweise neun Fahrstufen (BMW) weichen. Mehr Power ist keineswegs ausgeschlossen – angeblich sind bis zu 272 Diesel-PS zu erwarten.

Autor: Georg Kacher

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